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Die Lisa Rees-Medaille der Stadt Lörrach

Die Lisa-Rees-Medaille – Danke für Ihr Engagement!

Unsere Stadt lebt von Menschen, die sich freiwillig und mit Herz für andere einsetzen. Um dieses Engagement sichtbar zu machen, verleiht die Stadt Lörrach seit 2018 alle zwei Jahre die Lisa-Rees-Medaille.
Mit dieser Auszeichnung bedankt sich die Stadt bei Bürgerinnen und Bürgern, Projekten oder Organisationen, die sich in besonderer Weise für das Gemeinwohl einsetzen.

Die Ehrung findet im Rahmen des Neujahrsempfangs der Stadt statt.
Ausgezeichnet werden:

  • 1 bis 3 engagierte Bürgerinnen und Bürger
  • und/oder 1 bis 2 vorbildliche Projekte oder Organisationen

Die Preisträgerinnen und Preisträger erhalten eine Medaille sowie eine Urkunde der Stadt als Zeichen der Anerkennung.

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Sie möchten eine Person, eine Organisation oder ein Projekt für die Auszeichnung mit der Lisa-Rees-Medaille vorschlagen? Dann nutzen Sie gern unser Online-Antragsformular!

Vergabekriterien für die Lisa Rees-Medaille

  • Herausragendes ehrenamtliches Engagement oder Beispiel gebende Projekte von Bürgerinnen und Bürgern, die in Lörrach wohnen und wirken oder Organisationen und Initiativen, die in Lörrach und für die Stadtgesellschaft wirken.
  • Spezielles und/oder langjähriges Engagement in den Kategorien Kultur, Soziales, Sport, Jugend, Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft
  • Die Verleihung der Ehrung für bürgerschaftliches Engagement erfolgt in der Regel alle zwei Jahre im Rahmen des städtischen Neujahrsempfangs durch den Oberbürgermeister.
  • Über die Auszeichnung entscheidet eine Jury, die sich aus Vertretern der Kategorien Kultur, Soziales, Sport, Jugend, Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft zusammensetzt. Außerdem gehören der Jury ein Medienvertreter und zwei Mitarbeiter der Verwaltung an.
  • Bürgerinnen und Bürger werden in das Vorschlagswesen aktiv eingebunden und können Vorschläge für zu ehrende Personen und Organisationen oder Initiativen an die Mitglieder der Jury oder an die Verwaltung richten.
  • Bereits erfolgte Bundes- oder Landesehrungen sind keine Ausschlusskriterien.

Mit der Lisa-Rees-Medaille ausgezeichnet

Oberbürgermeister Jörg Lutz überreichte die Lisa Rees-Medaille und unterstreicht damit den Dank der Stadt an ihre ehrenamtlich tätigen Bürgerinnen und Bürger. In diesem Jahr werden Dirk Furtwängler, Jörg Lievert sowie der Förderverein Seniorenzentrum St. Fridolin Lörrach-Stetten mit seinem Quartierscafé ausgezeichnet.

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Oberbürgermeister Jörg Lutz ehrte Erich Fischer, Lore Hilger und das Free-Cinema Team im Rahmen des städtischen Neujahrsempfangs mit der Lisa Rees-Medaille.

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Die Lisa Rees-Medaille erhielten Nassim Mouafi, Amandine Tupin vom BUND und das Jugendrotkreuz (DRK Ortsverband Lörrach).  Die Geehrten erhielten im Rahmen einer Feierstunde von Oberbürgermeister Jörg Lutz am 4. April 2022 die Urkunden und Medaillen.

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Im Rahmen des Neujahrsempfangs 2020 erhielten Gerhard Moehring, Christine Langen und der Arbeitskreis Miteinander die Lisa Rees-Medaille.

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Im Rahmen des Neujahrsempfangs 2020 erhielten Robert Horvath vom Kreuzweg e.V., Günter Rosskopf und der Kontaktclub „Zusammenhalt“ die Lisa Rees-Medaille.

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Zur Person Lisa Rees

Die Namensgebung „Lisa Rees-Medaille“ ist auf Elisabetha Beate Rees geborene Stier zurück zu führen. Sie wurde am 09.11.1872 in Rottenburg am Neckar geboren und galt als Vorkämpferin der Frauenemanzipation.

Lisa Rees-Stier

Seit 1897 lebte sie mit ihrem Mann Carl Rees in Lörrach, wo sie am 17.09.1976 starb, nachdem sie für einige Jahre Lörrachs älteste Einwohnerin war. Sie gehörte jener Generation an, die für die Stellung und Aktivität der Frau in der Öffentlichkeit Pionierarbeit geleistet hat. Ihr zentrales Anliegen lag im sozialen Bereich, und darin begann ihr Wirken schon um die Jahrhundertwende. Es beschäftigten sie zu jener Zeit besonders die niederen Löhne der Arbeiter, der Väter von meist kinderreichen Familien, wo häufig neben Armut auch Krankheit eingekehrt war.

Zunächst durch Privatinitiative, dann durch die Tätigkeit des katholischen Müttervereins St. Bonifatius, dessen Mitbegründerin und jahrelange Vorsitzende sie gewesen ist, versuchte sie auf diese Probleme aufmerksam zu machen. Innerhalb dieses Rahmens setzte sie sich 1905 für den Bau eines Kindergartens (St. Bonifatius) ein. Durch geschickte Weiterarbeit im Stillen wurde der Mütterverein auch während des Nationalsozialismus nicht aufgelöst. Während des ersten Weltkrieges übernahm Lisa Rees Nachtwachen im Lazarett bei verwundeten Soldaten, nach dem Krieg – zur Zeit der Inflation – beteiligte sie sich an der Einrichtung der so genannten Mittelstandsküche, wo von der Geldentwertung betroffene Menschen unentgeltlich ihre Speisen erhielten. Beunruhigt von der Härte der sozialen und konfessionellen Gegensätze in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts, arbeitete sie, stets um Ausgleich bemüht, in Schulkommissionen, im Müttergenesungswerk und anderen derartigen Einrichtungen. Im Mittelpunkt ihrer Vortragstätigkeit standen die Frau und die Bewältigung ihrer Probleme im Bezug zum Alltag.

Ihre Feder hielt außerdem manche Erinnerung aus ihrem langen und bewegten Leben publizistisch fest. 1972, an ihrem 100. Geburtstag, ehrte die Stadt Lörrach die Trägerin der vom Großherzog verliehenen Badischen Verdienstmedaille und des Bundesverdienstkreuzes schon seit 1958, mit einem feierlichen Empfang.
 
Lisa Rees verkörperte jenes besondere Engagement, für das die Stadt Lörrach künftig Bürgerinnen und Bürger oder besondere Projekte auszeichnen will.

Ihre Ansprechpartnerin

Michaela Rauch   Empfänge, Ehrungen, Bürgeranliegen, Adressen
Telefon: 0 76 21 4 15-438  m.rauch(at)loerrach.de  Weitere Informationen
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