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Gruppenbild der Jugendspiele 2019, Preisverleihung im Senser Rathaus

Städtepartnerschaften in Zeiten von Corona

Auch die Lörracher Partnerstädte und befreundeten Städte sind in unterschiedlichem Ausmaß von der Coronakrise betroffen. Zum Lörracher Frühlingsfest, das für den 25. und 26. April in der Lörracher Innenstadt geplant war, kommen traditionell auch Vertreterinnen und Vertreter der Partnerstädte und bieten die Möglichkeit, mit den internationalen Gästen ins Gespräch zu kommen. Trotz der Absage der Veranstaltungen und der aktuellen Reisebeschränkungen bleiben die Ehrenamtlichen von Lörrach International e. V., den Partnerschaftsvereinen in den Partnerstädten sowie die Mitarbeitenden der Verwaltungen in Kontakt und tauschen sich über die aktuelle Situation aus. Zeichen von gegenseitigem Interesse und der Solidarität sind ein wichtiger Zuspruch und eine Motivation im Umgang mit der Corona-Krise.

Nach den internationalen Jugendspielen in Lörrach  musste auch die für September 2020 geplante Kommissionssitzung der Partnerstädte in Chester von den Organisatoren, der Chester International Links Association (CILA) abgesagt werden. Die Städte Sens, Senigallia, Chester und Lörrach haben sich in einer virtuellen Konferenz darauf verständigt, die regulären Treffen in diesem Jahr auf 2021 zu verschieben. Auch sämtliche für dieses Jahr geplanten Schulaustausche mit den Lörracher Partnerstädten mussten unter den aktuellen Bedingungen ausfallen und werden vermutlich auch im Herbst nicht möglich sein. Die Mitglieder von Lörrach International e. V. und die Freundinnen und Freunde aus den Partnerstädten sind jedoch optimistisch, dass 2021 wieder reguläre Treffen und Begegnungen möglich sein werden. Die Städte haben sich das Ziel gesetzt, virtuell in Kontakt zu bleiben, um sich regelmäßig zur Lage in den einzelnen Städten und über eventuelle Möglichkeiten für Begegnungen auszutauschen.
(Stand 07.05.2020)
Die Covid-19-Pandemie zeigt, dass alle Gebiete heute von einem einfachen Händedruck auf der anderen Seite der Welt abhängig sind. Da es keine nachhaltige Entwicklung und keinen Kampf gegen die Pandemie geben kann, solange die Maßnahmen nicht unsere nahen und fernen Nachbarn einbeziehen, möchte ich mich zunächst bei Ihnen, Ihrem Engagement und der Mobilisierung aller Akteure in unseren Partnerstädten bedanken, die Solidarität zeigen und ein übergreifendes Interesse für die Lage außerhalb Ihrer Region.
In dieser Mail und mit den angehängten Bildern empfehle ich Ihnen, über lokale Nachrichten in Sens, regionale Nachrichten in der Region Bourgogne-Franche-Comté und nationale Nachrichten in Frankreich auf dem Laufenden zu bleiben.
Sens in Zeiten von Corona: abgesperrte Uferpromenade am Fluss Yonne
Die Stadt Sens und die Agglomeration du Grand Senonais haben viele Initiativen umgesetzt, um ihre Bevölkerung zu unterstützen, die Entstehung von Synergien und den Erfahrungsaustausch zu erleichtern.
Seit Ende Februar 2020 wurden in unserer Stadt vorbeugende Maßnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus ergriffen, um den Personenstrom und damit die Ausbreitung des Virus zu minimieren.
Viele öffentliche Einrichtungen wurden als erstes geschlossen, das Hallenbad, Sportplätze, Kulturstätten, Stadtbibliotheken, Seniorenclubs usw.
Als weiteres Zeichen für den Ernst der Lage mussten die Großveranstaltungen leider abgesagt oder verschoben werden, z.B. Messe Sens, Polarmesse, Sporttreffen, Le Trail du Grand Sénonais, die Jugendspiele in Partnerstädten usw.
Diese schwierigen Entscheidungen, die jedoch angesichts der Probleme der öffentlichen Gesundheit notwendig sind, wurden im Einklang mit den Empfehlungen der Regierung getroffen, die eine Verlängerung der Einschränkungen plant.
Seit Mitte März 2020 sind Ausgangsbeschränkungen in den französischen Städten angeordnet, und die Franzosen müssen über eine Bescheinigung verfügen, um in Ausnahmefällen reisen zu können.
Die Ausgangsbeschränkungen wurde auf mindestens den 15. April und jetzt auf den 11. Mai verlängert. Diese Entscheidung markiert einen Wendepunkt in dieser Gesundheitskrise, da sie von der Bevölkerung weitere Einschränkungen erfordert, immer mit der Begründung: " Restez à la maison - Bleiben sie zu Hause ".
Trotz dieser Einschränkungen fanden viele Bevölkerungsströme statt. Yonne ist das französische Departement, das proportional zu seiner Bevölkerung mit 7% (25.000 Personen) den größten Bevölkerungszuwachs auf seinem Gebiet verzeichnet hat. Dieser resultiere insbesondere daher, dass Einwohner*innen von Paris und der Ile de France mit einem Zweitwohnsitz im Department Yonne, sowie Studierende und Menschen, die in Paris aktuell ihrer Arbeit nicht nachgehen können, die Zeit der Ausgangssperre lieber bei ihren Angehörigen auf dem Land verbringen möchten als in ihren Pariser Wohnungen..
Die Schließung von Schulen (Kindergärten, Schulen, Hochschulen, Gymnasien und Universitäten) erfolgte ab dem 16. März 2020 bis auf weiteres. Die Aufrechterhaltung des Unterrichts wird gewährleistet, und der regelmäßige Kontakt zwischen Schülern und Lehrern wird aufrechterhalten. Es ist nicht einfach.
Die Aufrechterhaltung essentieller Aktivitäten und Dienstleistungen des öffentlichen Dienstes wurde organisiert.
Das Stadtgebiet von Sens wurde mit Hilfe von mobilisierten Einsatzkräften gereinigt und gesichert.
Sens in Zeiten von Corona: Reinigung der Innenstadt
In einem "Plan zur Aufrechterhaltung der Aktivitäten" wird der Grad der Mobilisierung von Akteuren, in Anbetracht der Bedürfnisse der Gesellschaft dargestellt, um den Personenfluss zu minimieren und die Ausbreitung des Virus nicht zu fördern. Dieser Plan ist sehr restriktiv und sieht nur die Weiterführung von denjenigen Dienstleistungen vor, die für die Gesundheit und Sicherheit der Bürger unbedingt erforderlich sind, unter besonderer Berücksichtigung von Senior*innen.
Mitarbeiter*innen der Stadtverwaltung können im Homeoffice arbeiten und somit ihre Beschäftigung behalten. Dies ist leider nicht die Realität vieler Französinnen und Franzosen, von denen derzeit leider viele teilweise arbeitslos sind.
Die Bürgermeisterin von Sens, Marie-Louise Fort, hat eine Ausnahmeregelung zur Öffnung der Markhalle in der Innenstadt bewirkt – eigentlich sollte diese geschlossen werden. Unter besonderen Abstands- und Hygienevorschriften kann die Markthallte nun weiter betrieben werden, einige Händler*innen bieten auch einen Lieferservice nach Hause an. Eine großartige Möglichkeit, weiterhin Qualitätsprodukte zu konsumieren und gleichzeitig zur Nachhaltigkeit der lokalen Produzenten für den Direktverkauf beizutragen. Alle Hygienemaßnahmen werden eingehalten, um die Gesundheit der Kunden zu gewährleisten.
Sens in Zeiten von Corona: lange Warteschlangen vor der Senser Markthalle
Ab dem 6. April ist es für die Bürger*innen möglich, Ihre Reisebescheinigung auf einem Smartphone vorzulegen. Die Regeln bezüglich der Gründe für den Ausgang und die Verpflichtung, im Besitz einer Reisebescheinigung zu sein, bleiben unverändert: innerhalb eines Radius von 1 km des Wohnorts kann man innerhalb einer Stunde täglich nach draußen gehen, sowie zum Einkaufen. Anders als in Deutschland müssen die Menschen in Frankreich ihre Aktivitäten bündeln, um ihre Grundbedürfnisse zu erfüllen: sie können nicht nur aus dem Haus gehen, um zum Beispiel ein Baguette zu kaufen. Sie gehen nur in Fachgeschäfte, um Lieferungen im Zusammenhang mit beruflicher Tätigkeit zu kaufen. Medizinische Termine sind begrenzt, wenn sie keinen Notfallcharakter haben.
Am 9. April 2020 ergriff der Präfekt von Yonne Maßnahmen, um den Zugang zu bestimmten Orten in der Region zu verbieten. Trotz aller bereits ergriffenen Eindämmungsmaßnahmen waren viele Standorte immer noch viel zu überfüllt. Über Ostern wurde der öffentliche Zugang zu Wäldern, Flüssen, Stränden und angelegten Ufern, Parks, öffentlichen Gärten, Spazier-, Wander- und Radwegen im gesamten Departement Yonne verboten. Diese Auflagen wurden sogar bis zum 11. Mai verlängert. Die Senser können nun während Ihrer einen Stunde Ausgang pro Tag nicht mehr am Ufer der Yonne sitzen oder durch einen der schönen Parks spazierengehen. Alle Freizeitveranstaltungen wie Picknicks, Grillen, Gruppenspiele usw. sind ebenfalls verboten.
Die Stadt Sens verbreitet zudem viele relevante Informationen, zum Beispiel
- Aufgrund der Ausgangssperren sind Frauen und Kinder stärker häuslicher Gewalt ausgesetzt. In der aktuellen Situation wird daher daran erinnert, welche Hilfsangebote es für Opfer häuslicher Gewalt gibt, und die entsprechenden Notrufnummern bieten verlängerte Telefonzeiten an.
- Das Tragen der Stoffmaske ermöglicht es, die Ausbreitung der Tröpfchen, die kontaminieren können, in bestimmten Anteilen zu begrenzen. Stoffmasken schützen nicht vor dem Virus, daher ist es unbedingt erforderlich, die Abstandsregeln weiter beizubehalten.
- Einige kommunale Dienste bieten großartige Initiativen: Trotz der Beschränkung bietet das Bibliotheksteam, das für das Festival rund um die japanische Kultur "SaYONNE'ara" verantwortlich ist, täglich eine Woche Fernunterhaltung vom 13. bis 19. April an, z.B. ein Tutorial, ein Video oder ein Spiel.
Präsident Macron hat am 13. April angekündigt, dass die strengsten Maßnahmen bis Montag, den 11. Mai, andauern werden. Dann könne es zu einer schrittweisen Lockerung kommen. Ab diesem Datum könnten die Schulen unter noch nicht festgelegten Bedingungen wiedereröffnet werden. Die ab dem 11. Mai angekündigte Wiedereröffnung der Schulen soll nicht auf einmal stattfinden, und den fragilsten Schülern, Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf, kann Vorrang eingeräumt werden. Ältere, behinderte oder chronisch kranke Menschen sollten bis zu einem späteren Zeitpunkt in häuslicher Quarantäne bleiben. Ab dem 11. Mai könnten einige Unternehmen ihre Aktivitäten wieder aufnehmen. Öffentliche Plätze und Gebäude, auch Hotels, Restaurants, Kinos und Theater sollen jedoch bis zu einem späteren Zeitpunkt geschlossen bleiben. Diese Wirtschaftssektoren werden Gegenstand eines spezifischen Unterstützungsplans sein. Ab dem 11. Mai soll es möglich sein, dass alle Bewohner*innen  mit Symptomen des Coronavirus getestet werden können, auch das Tragen von Schutzmasken könnte allgemein verpflichtend werden.
Zur Förderung der Wirtschaft ergreift die Region Bourgogne-Franche-Comté eine Reihe wesentlicher Maßnahmen: in einem ersten Notfallplan wurden 68 Millionen Euro freigegeben, um die durch die Ausbreitung des Coronavirus verursachte Gesundheits- und Wirtschaftskrise zu bekämpfen.
Zur Gesundheitssituation: Derzeit werden in der Region Bourgogne-Franche-Comté wegen schwerer Formen von COVID-19 rund 1.300 Patienten in Krankenhäusern behandelt, davon 284 Patienten auf Intensivstationen. In Krankenhäusern wurden insgesamt 512 Todesfälle verzeichnet, auf regionaler Ebene wurden 1.463 genesene Patient*innen nach Hause entlassen.
Diese Gesundheitskrise wird soziale und wirtschaftliche Folgen haben, deren Ausmaß noch nicht gemessen werden kann, die aber wie immer die verwundbarsten Bevölkerungsgruppen besonders stark treffen werden. Im Anschluss an die Krise soll mit den Kolleg*innen der Verwaltung reflektiert werden, welche Projekte, insbesondere in Bezug auf Gesundheits-, Sozial- und Wirtschaftsfragen, aufgebaut werden müssen, um für die Zukunft widerstandsfähigere Regionen aufzubauen.
(Bericht von von Rafaël Guinot, Beauftragter für Tourismus und Städtepartnerschaften, Stadt Sens und Agglomeration du Grand Senonais)
Auch in der Partnergemeinde von Lörrrach-Haagen, Village-Neuf im Elsass, sind die Beschränkungen im Zuge der Corona-Krise deutlich spür- und sichtbar: Außer dem Bäcker haben alle Geschäfte und Restaurants geschlossen, so auch das örtliche Sport- und Veranstaltungszentrum. Der erst im März neu gewählte Gemeinderat wird sich in den kommenden Wochen noch installieren. Bis dahin ist der alte Gemeinderat aktiv, Besprechungen finden über eine Konferenz-Software statt.
Bisher gab es bedauerlicherweise zwei Todesfälle in Village-Neuf durch das Corona-Virus. Eine gemeinnützige Vereinigung hat dem Altenheim in Village-Neuf zwei Tablets geschenkt. Mit Hilfe der Pflegekräfte können die Bewohnerinnen und Bewohner so mit ihren Angehörigen über Videochats kommunizieren.
Wie in ganz Frankreich dürfen auch die Menschen in Village-Neuf täglich nur für eine Stunde das Haus verlassen, alleine oder zu zweit. Die Mitführung einer Ausgangsbescheinigung ist Pflicht, sobald man das Haus verlässt. Vordrucke dafür gibt es online, im Rathaus von Village-Neuf, oder auch in den Tageszeitungen. Verstöße gegen die Ausgangsbeschränkung werden mit einer Strafe von 130 Euro geahndet.
Die Bedarfe an Hilfsangeboten für Bedürftige seien vorhanden, aber überschaubar. Die Solidarität im Dorf ist groß und die Menschen achten aufeinander und unterstützen sich gegenseitig.
In Village-Neuf werden Schutzmasken von Freiwilligen genäht
Der Gemeinderat von Village-Neuf hat dazu aufgerufen, Schutzmasken für die Mitbürgerinnen und Mitbürger zu nähen.  Bis zum 11. Mai, wenn eine Lockerung der Ausgangssperren unter Maskenpflicht erwartet wird, sollen 3.500 Masken hergestellt werden. Mehrere Näherinnen und Näher beteiligen sich schon an dem Projekt, Teile der Bürgerschaft haben Stoffe gespendet.
Eine weitere schöne Geste ist Tradition geworden in Village-Neuf: jeden Abend um 20 Uhr gehen die Menschen vor ihre Haustür, an die Fenster oder auf ihre Terrasse und applaudieren – zum Dank für alle Helferinnen und Helfer in der Corona-Krise.
Stadträtin Ilaria Ramazzotti und die Vorsitzende des Städtepartnerschaftsvereins Elisabetta Paolozzi betonten, dass die Region Marken zu Anfang sehr stark von der Ausbreitung des Virus betroffen war. Die Zahlen gehen nun zurück, aber aufgrund der verheerenden Lage in einigen Norditalienischen Provinzen haben auch die Menschen in Senigallia immer vor Augen, dass es jederzeit wieder zu einer Verschlechterung der Situation kommen kann. So weitreichende Öffnungen wie in Deutschland sind für die Italienerinnen und Italiener gerade kaum vorstellbar. Es stellt sich auch dort in allen Bereichen die Frage, wie Lockerungen verantwortungsbewusst gestaltet werden können. Auch darüber möchte Senigallia mit den Partnerstädten im Austausch bleiben. Die Schulen in Italien sollen erst Anfang September wieder öffnen.
Ab Anfang Mai werden erste Lockerungen umgesetzt: einige Firmen steigen wieder in die Produktion ein, weitere Geschäfte dürfen öffnen, Restaurants Speisen zur Abholung anbieten und Spaziergänge am Strand sind wieder erlaubt. Alle Maßnahmen gelten unter Einhaltung des Mindestabstands und weiterer Hygienevorgaben.
(Stand 07.05.2020)
Der Vorsitzende der Chester International Links Association (CILA) Derek Jackson und die Schriftführerin Maud Duthie berichteten im virtuellen Treffen von ihrem Alltag. Durch die Ausgangssperren sind sie seit 6 Wochen zu Hause und dürfen das Haus nur einmal täglich verlassen. Da beide nicht in der Innenstadt wohnen, gehen sie auch gar nicht dorthin. Die Innenstadt von Chester mit den geschlossenen Geschäften sei wie leergefegt.
Menschenleere Bridge Street in der Innenstadt von Chester im April 2020
Wer von zu Hause arbeiten kann, hat sich damit bestmöglich arrangiert. Herr Jackson macht jeden Tag einen Spaziergang - dass die Straße vor dem Haus aber so leer ist, wo sonst immer Pendlerverkehr und Menschen unterwegs sind, sei bedrückend.
Menschen- und Autofreie Straße in Chester im April 2020
Senioren leiden besonders darunter, dass sie die Familie und Enkel nicht sehen dürfen. Die Britische Regierung hat darüber hinaus für alle Personen über 70 empfohlen, die soziale Distanzierung bis zum Jahresende beizubehalten, eine schreckliche Perspektive für viele Menschen. Die Universität von Chester wird voraussichtlich bis September geschlossen bleiben. Dort hätte auch ein Teil der diesjährigen Kommissionssitzung stattfinden sollen, die abgesagt werden musste.
(Stand 7.05.2020)


Städteübergreifende Aktivitäten

An vier Ständen auf dem Alten Markt konnten sich die Besucherinnen und Besucher des Frühlingsfestes über die Partnerstädte Sens, Senigallia, Chester und Village-Neuf informieren und mit den internationalen Gästen ins Gespräch kommen.
Gäste von CILA Chester beim Frühlingsfest 2019
Gäste aus Sens auf der Röttler Burg mit Herrn Gimpel vom Röttelnbund, Frühlingsfest 2019

Dabei gibt es einiges zu entdecken und zu probieren: die Spargelbruderschaft aus Village-Neuf – nur wenige Kilometer Luftlinie von Lörrach entfernt und seit über 30 Jahren mit Haagen verbunden – sorgte in ihren traditionellen Tracht für gute Stimmung, bot frisch gestochenen Spargel an sowie feine Weine und Spargelgugelhupf zur Degustation. Aus Sens im Burgund brachten die Kolleginnen der dortigen Museen eine Auswahl an Geschenkideen und Delikatessen aus der Region mit. Am Stand von Chester gab es Infos über die touristischen Highlights der historischen Partnerstadt in Nordengland. Aus Senigallia reiste dieses Jahr eine Gruppe mit Schülerinnen und Lehrkräften an, die Weine und Pannetone aus der Marche Region und Informationen zu ihrer wunderschönen Stadt an der Adria anboten.
Am Pavillon von Lörrach International e. V. konnten sich die Gäste des Frühlingsfestes über die vielfältigen Aktivitäten und Kooperationen der Stadt Lörrach mit den Partnerstädten Sens, Sengiallia, Chester, Village-Neuf, Meerane und den befreundeten Städten Wyschhorod, Lubliniec und Edirne informieren.



Jugendspiele der Partnerstädte in Sens – neue Sportarten und ein Preis für das schönste Lächeln
 
Vom 1. bis 5. Juli reiste ein zwanzigköpfiges Team Jugendlicher aus Lörracher Vereinen mit ihren Betreuern sowie Vertretern von Stadt Lörrach und Lörrach International e.V. in die Lörracher Partnerstadt Sens, wo die 31. Jugendspiele der Partnerstädte stattfanden.
 
Jeweils rund 20 Jugendliche aus dem französischen Sens, dem italienischen Senigallia und Lörrach im Alter von 12 bis 14 Jahren reisten in die französische Stadt, mit der man seit 1966 eine Städtepartnerschaft pflegt. Dieses Mal waren die Schwimmabteilung des Rot-Weiß-Lörrach e.V. und der Schachclub Brombach e.V. mit dabei. Die Vorstellung des Programms und der Regularien durch die Organisatoren sowie erste Kennenlern-Spiele, die auch die Fremdsprachenkenntnisse der Jugendlichen forderten, fanden im Ferien- und Freizeitzentrum der Region Sens statt. Untergebracht waren die Jugendlichen in der nationalen Polizeischule in Sens. Am ersten Tag standen eine Safari-Urbain, also eine Stadtrallye, sowie die offizielle Eröffnung der Jugendspiele durch den Beigeordneten und stellvertretenden Bürgermeister Charles-Hervé Moreau auf dem Programm. In internationalen Teams stellten sie sich im Anschluss auch der ersten sportlichen Herausforderung: ein Badmintonturnier.
Der Mittwoch startete mit einer für viele Teilnehmer vermutlich neuen Sportart. Im beliebten Stadtpark Moulin à Tan hatte der Senser Verein für „Courses d’orientation“ verschiedene Orientierungsläufe professionell vorbereitet. Mit Papierkarte, aber elektronischer Erfassung an den Stationen absolvierten die Jugendlichen verschiedene Läufe und Parcours durch den Park.
Am Nachmittag und Abend konnten sich die Teams im Fußball und beim Kanufahren messen.

Teilnehmende der Jugendspiele 2019 in Sens bei der Kanufahrt
 
Der abschließende Tag stand im Zeichen der Leichtathletik. Bei verschiedenen Disziplinen wetteiferten weiterhin die international gemischten Teams gegeneinander.

Gruppenbild Jugendspiele 2019, auf dem Sportplatz in Sens

Am Nachmittag genossen die Mädchen und Jungen ihre freie Zeit in der Stadt, bevor es zur Abschlusszeremonie und Siegerehrung durch den stellvertretenden Bürgermeister Moreau ging. Sportlicher Sieger war das Team Rot, jedoch hatten sich die Organisatoren auch Sonderpreise ausgedacht mit denen unter anderem „das schönste Lächeln“, der/die „fleißigste Übersetzer/in“ oder auch das „sympathischste internationale Pärchen“ unter den Jugendlichen gekürt wurden. Vertreter des neuen Städtepartnerschaftsvereins „Sens Jumelage International“ hatten zwei Künstler beauftragt, einen Wanderpokal für die jeweils ausrichtende Stadt zu entwerfen, der Symbole einer gemeinsamen und aktiven Jugend in Europa in sich vereint. Diesen Pokal übergab der Verein dem Vertreter der Stadt Lörrach, Stefan Dieterle vom Fachbereich Jugend/Schulen/Sport, da Lörrach voraussichtlich im kommenden Jahr wieder an der Reihe ist, die Spiele zu organisieren. 

Gruppenbild der Jugendspiele 2019, Preisverleihung im Senser Rathaus

Den Abschlussabend verbrachten die Jugendlichen im Kartzentrum mit Elektrokarts, Tischkicker und Lasertag sowie dem Genuss der französischen Küche mit moules frites (Miesmuscheln mit Pommes) und Tartes mit Früchten. Mit vielen neuen Eindrücken, Erfahrungen und neuen Freundschaften kehrten die Lörracher am Freitag nach Hause zurück.
Das diesjährige Strooßefescht verzeichnete bei sommerlichen Temperaturen einen regen Zulauf.

Die Stände der Partnerstädte Meerane, Sens und Senigallia mit kulinarischen Spezialitäten aus ihren Regionen waren gut besucht.

Das Bierangebot aus Sens

Der bunte Antipasti- oder Vorspeisen-Teller aus Senigallia

Beim Fassanstich am Samstag überreichte Oberbürgermeister Jörg  Lutz Herrn Renato Giovanetti die Urkunde für seine zwanzigmalige Teilnahme am Strooßefescht.

Am Sonntag trafen sich Vereinsmitglieder zum Mittagessen an den Ständen der Partnerstädte. Bei dieser Gelegenheit wurde Renato Giovanetti von Christine Ableidinger-Günther und Susanne Daniel noch ein Geschenkkorb überreicht.

Übergabe des Geschenkkorbs an Renato Giovanetti


Der Verein Lörrach International bedauert die unumgänglichen Einschränkungen bei den geplanten Aktivitäten
Die Stadt Lörrach hat die Jugendspiele der Partnerstädte, die vom 03. bis 06. Juli 2020 in Lörrach stattfinden sollten, am Donnerstag, 26. März abgesagt.
Die Planung für die Veranstaltung müsste bereits jetzt beginnen, die Durchführung der Jugendspiele mit zahlreichen Teilnehmern aus verschiedenen Ländern sei aber nicht gesichert. Daher erfolge die frühzeitige Absage, teilte die Stadt dem Verein mit.
Wie jedes Jahr war ursprünglich geplant, dass auch in 2020 Lörrach International und die Partnerstädte wieder zusammen beim Stettemer Strooßefescht mitwirken.

Das Stettemer Strooßefescht kann dieses Jahr aber leider nicht stattfinden. Der gleichnamige Veranstalterverein hat gar nicht anders können, als die beliebte Veranstaltung in Stetten abzusagen, nachdem bekannt geworden ist, dass Großveranstaltungen aufgrund der Ansteckungsgefahr mit Covid-19 bis Ende Oktober verboten sein werden. Das Straßenfest findet jedoch traditionell Anfang September statt. (Stand 24.06.2020).


Aktivitäten mit einzelnen Partnerstädten und befreundeten Städten

  • Geplant war, dass jeweils eine Klasse der Freien Evangelischen Schule (FES) vom 15. bis 20.06.2020 sowie vom 21. bis 26.06.2020 Chester besuchen sollte.
    Wie oben bereits mitgeteilt, werden alle Schüleraustausche mit den Partnerstädten diese Jahr leider ausfallen.
  • Der erstmalige Besuch der Freien Evangelischen Schule (FES) Lörrach beim Europäischen Gymnasium in Meerane sollte ursprünglich im Mai 2020 stattfinden.
  • Die Fahrt der Hellbergschule vom 13. bis 17. Juli 2020 zur Tännichtschule in Meerane wurde abgesagt.
  • Wie weiter oben bereits mitgeteilt, werden alle Schüleraustausche mit den Partnerstädten diese Jahr leider ausfallen.
  • Die geplante Fahrt einer Klasse der Freien Evangelischen Schule vom 25. bis 26.03.2020 nach Sens zur Ecole St. Etienne fiel wegen Corona leider aus.
  • Der für März 2020 geplante Besuch einer Gruppe Schülerinnen und Schüler aus Senigallia an der Theodor-Heuss-Realschule wurde abgesagt.
    Die Kontakte mit dem Instituto Panzini werden aufrecht erhalten. Der geplante Gegenbesuch im September 2020 wird vermutlich nicht wie geplant stattfinden können. (Stand 18. Mai 2020).

Lörrach International e.V.

Luisenstraße 16
79539 Lörrach

Vorsitzende(r):
Frau Dr. Susanne Daniel
Für den Inhalt dieser Seite ist der Verein »Lörrach International e.V.« verantwortlich.
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