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Alternative zu Schottergärten

Bunte Gärten sind schön und nützen uns allen. Sie fördern die Artenvielfalt und verbessern das Kleinklima.

Durch den stetig zunehmenden Flächenverbrauch wird die Natur immer mehr verdrängt, weshalb die Gestaltung der frei bleibenden Räume umso wichtiger ist. Gerade unsere Hausgärten können zur Biodiversität einen großen Beitrag leisten.
Geben Sie der Natur Ihren Platz und Tieren einen Wohnraum.

Einheimische und insektenfreundliche Pflanzen dienen Insekten als Nahrung. Ein naturnah gestalteter Garten ist für Tiere besonders attraktiv. Gänseblümchen, Klee und andere Kräuter verdienen eine Chance und auch wilde Ecken, in denen pflegeleichte Kräuter wachsen, können viel Freude bereiten.

Pflanzempfehlungen:

  • Sträucher wie Hartriegel, Weißdorn
  • Steingartenstauden wie Wolfsmilch, Fetthenne
  • Bienenpflanzen wie die Aster, Mädchenauge
  • Schotterrasenmischungen wie z.B. Leimkraut, Thymian, Glockenblume, Karthäusernelke

In Baden-Württemberg sind Schottergärten seit 2020 nicht mehr zulässig.

Schottergärten sind wertlos für die Natur und schlecht für das Klima. Zudem verstoßen sie gegen die Landesbauordnung (LBO) und das Naturschutzgesetz (NatSchG) von Baden-Württemberg. Auch nach dem Naturschutzgesetz sind Schottergärten eindeutig verboten. In zukünftigen Bebauungsplänen der Stadt Lörrach wird in Anlehnung an die gesetzlichen Regelungen die Anlage von Schottergärten untersagt.

Nachteile von Schottergärten:

  • „ Insekten und Vögel finden auf den Flächen weder Nahrung noch Nistmöglichkeiten
  • Schottergärten verdrängen ökologische Nischen für Pflanzen und Tiere
  • Die spärliche Bepflanzung von Schottergärten kann im Sommer keine Feuchtigkeit und kühlende Luft abgeben und auch kaum Feinstaub binden
  • Die Steinwüsten heizen im Sommer insbesondere in den Abendstunden das Stadtklima auf
  • Die Unkrautfolie im Boden verhindert teilweise den Wasserabfluss ins Grundwasser
  • Das Bodenleben unter der Unkrautfolie wird weitgehend erstickt. Nach wenigen Jahren finden unerwünschte Sämlinge genügend Boden zum Keimen und verwurzeln sich hervorragend

Als Alternativen bieten sich naturnahe Blumenwiesen und insektenfreundliche Staudenbeete an, die alle sehr wenig Pflege benötigen. Sie müssen jedoch nicht ganz auf Stein verzichten, denn Steinhaufen und Trockenmauern bieten Eidechsen, Spinnen, Vögeln, Wespen und Bienen sowie anderen Kleintieren und Insekten einen Lebensraum.
Ein naturnaher Garten ist bunt gemischt und bietet vielfältige Lebensräume für die verschiedensten Arten. So fühlen sich alle kleinen und großen Lebewesen wohl.

Weitere Informationen, wie Sie Ihren Garten gestalten und Ihren Schottergarten rückbauen können, finden Sie in unserem Flyer „Vom Schottergarten zum Stadtgrün“, der in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe NaturStadt des Runden Tisch Klima entstanden ist.

Den Flyer erhalten Sie im Rathaus oder hier. Bei Fragen rund um das Thema melden Sie sich gerne unter 07621 415 – 222 oder umweltschutz@loerrach.de.

Britta Staub-Abt

Ihre Ansprechpartnerin

Britta Staub-Abt   Fachbereichsleiterin Umwelt und Klimaschutz
Telefon: 0 76 21 4 15-555  b.staub-abt@loerrach.de  Weitere Informationen
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