Wie man die Tigermücke erkennt
Die Tigermücke hat eine auffällige schwarz-silberweiße Färbung. Sie ist 0,5 bis 1 Zentimeter groß, also kleiner als ein 1-Centstück. Anhand ihrer sehr kleinen Größe und ihrer kontrastreichen Zeichnung lässt sie sich gut von der einheimischen Ringelschnake unterscheiden – diese ist braun gestreift. Während übrige Mücken vor allem in der Dämmerung oder nachts stechen, ist die Tigermücke auch tagaktiv.
Gesundheitsgefahren durch die Tigermücke
Die Asiatische Tigermücke ist tagaktiv und fällt durch ihre lästige Stichaktivität auf – insbesondere, weil die Weibchen Menschen direkt anfliegen, um Blut zu saugen. Unter bestimmten Voraussetzungen kann die Tigermücke auch Krankheitserreger wie das Dengue-, Chikungunya- oder Zika-Virus übertragen. Dies geschieht, wenn sich infizierte Personen in Gebieten mit Tigermücken aufhalten und gestochen werden. Bei ausreichend warmen Temperaturen können sich die Viren in der Mücke vermehren und nach etwa neun Tagen auf weitere Personen übertragen werden. In Deutschland wurden bisher aber keine solchen Übertragungen nachgewiesen.
Für weiterführende Informationen zu den Gesundheitsgefahren, die durch Tigermücken auslöst werden können, informieren Sie sich bitte auf der Website des Landesgesundheitsamts Baden-Württemberg
Brutstätten der Tigermücke
Die Asiatische Tigermücke brütet vorwiegend in künstlichen Wasseransammlungen. Sie legt ihre Eier bevorzugt an den Innenrändern kleiner, wassergefüllter Behälter ab – etwa in Blumentopfuntersetzern, Gießkannen, Eimern, Regentonnen, alten Reifen, mit Wasser gefüllten Sonnenschirmständern oder verstopften Regenrinnen. Da die Mücken sehr klein sind, gelangen sie auch durch winzige Öffnungen in Gefäße und Behältnisse.
Schon eine Wasserhöhe von nur zwei Zentimetern, die mehr als eine Woche in den jeweiligen Gefäßen befindet, reicht für die Entwicklung der Larven aus. Die Eier der Tigermücke überstehen Trockenheit und kalte Winter. Die Larven der Stechmücke schlüpfen von Ende März bis Oktober, wenn die Eier mit Wasser in Berührung kommen.
Bekämpfung der Tigermücke
Brutstätten verhindern:
- Entfernen Sie nicht benötigte Behältnisse, in denen sich Wasser ansammeln kann, zum Beispiel ungenutzte Blumentöpfe, Untersetzer oder wassergefüllte Sonnenschirmständer
- Regentonnen sind geöffnet eine der Hauptbrutstätten. Daher bitte die Regentonne entweder komplett mit einem engmaschigen Netz abdichten oder einen Deckel vollständig abschließen oder alle 14 Tage im Zeitraum von April bis Oktober mit Bti-Tabletten behandeln.
- Eimer und Gießkannen: Ausgießen und umgedreht bis zur nächsten Verwendung aufbewahren
Behandlung mit Bti-Tabletten
- Der biologische Wirkstoff auf der Basis von Bacillus thuringiensis israelensis (Bti) ist ein Eiweiß, das lediglich Mückenlarven abtötet. Für alle anderen Insekten, Pflanzen und für den Menschen ist dieser Wirkstoff unschädlich. Dieser ist im zwei wöchentlichen Modus zur Behandlung von potenziellen Brutstätten, die nicht entfernt oder saniert werden können, anzuwenden. Eine Bti-Tablette reicht für circa 50 Liter Wasser
- Bti-Tabletten: Nutzen Sie bitte die Möglichkeit, die Tabletten in autorisierten Verkaufsstellen wie zum Beispiel in Baumärkten zu kaufen.
- weitere Informationen zu potentiellen Brutstätten der Tigermücke sowie hilfreichen Tipps sowie Illustrationen zur Bekämpfung der invasiven Stechmückenart können Sie im Informationsflyer des Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Integration des Landes Baden-Württemberg nachlesen.
Was tun, wenn die Tigermücke daheim entdeckt wurde?
Bitte melden Sie Ihren Fund online unter https://tigermuecke-icybac.de/melden oder senden eine E-Mail an Herrn Christopher Huck, Projektleiter der Tigermückenbekämpfung in Südbaden: chrishuck(at)icybac.de
Die Stadt Lörrach wird bei der Bekämpfung der Asiatischen Tigermücke von der Firma Icybac unterstützt.
Nutzen Sie für die Bekämpfung der Tigermücke Bti-Tabletten, die im autorisierten Fachhandel, beispielsweise in Baumärkten, erhältlich sind.