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Lauffenmühle Areal

Die Projektvision

Die Stadt Lörrach hat im Februar 2020 die Flächen des ehemaligen Werksgeländes des Textilbetriebes Lauffenmühle erworben. Ermöglicht wurde der Kauf dank der finanziellen Unterstützung der Städtebauförderung des Landes Baden-Württemberg in Höhe von rund fünf Millionen Euro.

Damit startete die Stadt Lörrach eines ihrer größten, stadtprägenden gewerblichen Transformationsprojekte, um Weiterentwicklung der Stadt Lörrach zu einem attraktiven Standort für innovative und nachhaltige Unternehmen voranzutreiben. Auf dem Lauffenmühle-Areal soll bis 2026 das erste klimaneutrale Gewerbegebiet Deutschlands entstehen. Es sollen Arbeitsplätze in den Bereichen Produktion und produktionsnahe Dienstleistung entstehen, die langfristig sichere Gewerbesteuereinnahmen bringen, die Textilindustrie nachhaltig ersetzen und die Klimaziele der Stadt unterstützen werden.

Städtebaulich sollen möglichst viele identitätsstiftende Gebäude erhalten bleiben, um der emotionalen Verbundenheit der Bürgerschaft und ehemaliger Lauffenmühle -Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu diesem geschichtsträchtigen Areal gerecht zu werden.

Die neuen, zukunftsweisenden Nutzungsarten sichern auch eine wirtschaftlich Perspektive und Wettbewerbsfähigkeit des Areals.

Um die Finanzierung des Projektes zu sichern, wurde im Rahmen des Landessanierungsprogramms der Aufstockungsantrag im Oktober 2020 gestellt. Im Februar 2021 hat das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg die Finanzhilfe um weitere 2,5 Millionen Euro auf insgesamt 7,5 Millionen Euro erhöht. Damit können 60 Prozent der bisher angefallenen und bis Ende 2021 geplanten Kosten gedeckt werden.

Im März 2022 wurden dem Projekt weitere Fördermittel des Landes Baden-Württemberg zugesprochen. Im Rahmen des interministeriellen Förderprogramms Holzbau-Offensive BW erhielt die Stadt Lörrach eine Fördersumme von rund 400.000 Euro.

Die Fördermittelzusage im Rahmen der Holzbau-Offensive sind für das wichtige Stadtentwicklungsprojekt eine Bestätigung des einmaligen Pilotcharakters, was landesweite Standards für die Entwicklung von Gewerbegebieten in Holzbauweise setzen soll.

Vier Phasen

Grundsätzlich geht es bei dem Projekt Lauffenmühle darum, einen zukunftsfähigen und nachhaltigen Wirtschaftsstandort aufzubauen und damit verbunden im Gebiet zwischen Ortsteilen Brombach und Haagen eine städtebaulich-freiräumliche Aufwertung zu realisieren. Zudem soll geprüft werden, ob sich einzelne Flächen im Gebiet für städtische Einrichtungen eignen. Dabei ist das Gesamtprojekt ein langfristiges Vorhaben, das bis zum geplanten Abschluss Mitte 2028 vier Phasen durchlaufen soll.

Phase I: Grundlagenermittlung (2020-2021)

Bis Ende 2021 lief die Phase I, die Grundlagenermittlung. Viele Rahmenbedingungen und Optionen für die weitere Entwicklung wurden in dieser Phase ermittelt. Im Teilprojekt „Profilentwicklung für das Gewerbegebiet“ wurde die technische Plausibilität der Vision des ersten Gewerbegebiets in Holzbauweise geprüft. Im Teilprojekt „Altlasten und Gebäudesanierung“ wurde eine Erstbewertung der Gebäudesubstanz vorgenommen und eine vertiefende Schadstoffuntersuchung auf dem Areal durchgeführt. Im Teilprojekt „Machbarkeitsstudie Kombistandort“ wurde geprüft, inwieweit die städtischen Betriebe Stadtgrün, Werkhof und Feuerwehr auf dem Lauffenmühle-Areal angesiedelt werden können. Weitere Themen in Phase I waren Artenschutzuntersuchungen, die formale Festsetzung des Gebietes als Sanierungsgebiet und die Vorplanung für das Energiekonzept für das Gesamtareal.

Durch die kommerzielle Nutzung der bestehenden Gebäude im Rahmen einer Zwischennutzung erzielt die Stadtverwaltung Einnahmen für den städtischen Haushalt.

Phase II: Konzeption (2022-2023)

In der zweiten Phase werden die Ergebnisse von Phase I in ein räumliches Konzept für die Neuordnung des Gebietes münden. Hierzu wird es einen städtebaulich-freiräumlichen Wettbewerb geben.

Im Rahmen der Potenzialanalyse bei der Gewerbeflächen-Profilentwicklung sollen diejenigen Unternehmen identifiziert und angesprochen werden, die sich für das Zukunftsprojekt begeistern und in die Visionsentwicklung einbezogen werden wollen als Markenpartner, Sponsoren und/oder Investoren. Im Idealfall zeigen diese Unternehmen an ihrer Denkweise oder Haltung, dass sie nachhaltig, klimaneutral sind und deshalb auch in Holz auf dem Lauffenmühle-Areal bauen wollen.

Das energetische Konzept soll insbesondere auf den Energieformen Sonne, Holz und Fernwärme basieren und auf dieser Basis auf dem Lauffenmühle-Areal umgesetzt werden.

Es wird eine abschließende Entscheidung getroffen, ob und welche städtischen Betriebe ab welchem Zeitpunkt angesiedelt werden sollen.

Phase III: Planerische Umsetzung (2024-2025)

In der dritten Phase erfolgt die planerische Umsetzung des Konzeptes. Hierbei wird das zuvor definierte räumliche Konzept und die damit verbundenen öffentlichen Bauaufgaben (Erschließungsstraßen, Versorgungsnetze, Freiräume, Hochbauten) auf einer detaillierteren Maßstabsebene durchgeplant. Ein neu zu beschließender Bebauungsplan basiert dann auf dieser Detailplanung und schafft für das Konzept die notwendige planungsrechtliche Grundlage.

Phase IV: Bauliche Umsetzung (bis 2028)

In der vierten und somit letzten Phase (bis Mitte 2028) erfolgt die bauliche Umsetzung. Nach erfolgtem Satzungsbeschluss des Bebauungsplanes kann die bauliche Umsetzung der öffentlichen Bauaufgaben beginnen und Vorhabenträger können Bauanträge auf Basis des neuen Planungsrechts stellen. Die Flächen des zukünftigen Gewerbegebietes können den Betrieben am Ende dieser Phase dann erschlossen übergeben werden.

  • Die Videos und Fotos geben einen weiteren Einblick in das zirka neun Hektar große ehemalige Werksgelände des Lauffenmühle Areals.

Lauffenmühle - next innovation. Eine Zeitdokumentation.

Lauffenmühle - next innovation. Eine Vision.

Alexander Nöltner

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Alexander Nöltner   Fachbereichsleitung
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