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Äpfel auf einer Streuobstwiese
Die Bäume selbst machen auch Arbeit, man muss sie vor allem in den ersten Jahren nach der Pflanzung regelmäßig wässern und schneiden. Zudem ist die Ernte von Streuobstbäumen sehr zeitintensiv und nicht gewinnbringend. Daher ist eine gehörige Portion Idealismus zur Pflege von Streuobstwiesen unabdingbar.

Streuobstwiesen sind ein wichtiges Element unserer Kulturlandschaft. Sie bereichern das Landschaftsbild und sind bedeutsam für die Artenvielfalt. Eine extensiv gepflegte Streuobstwiese mit einem entsprechenden Unterwuchs bietet einer Vielzahl von Tieren Lebensraum und Nahrung. Einige selten gewordene Vogelarten wie beispielsweise Neuntöter, Gartenrotschwanz, Wendehals, Grauspecht, Mittelspecht, Steinkauz, Baumfalke, Zaunammer und verschiedene Fledermausarten sind auf solche Strukturen angewiesen und können auf den Lörracher Streuobstflächen mit etwas Glück und ein wenig Geduld noch beobachtet werden. Ihre Nahrungsgrundlage sind verschiedenste Insekten wie Fliegen, Käfer, Wildbienen, Heuschrecken, Spinnen etc., die auf solchen extensiv gepflegten Flächen leben. Höhlungen und Rindenspalten an den Bäumen bieten Unterschlupf für Insekten, Vögel und Fledermäuse.

Diese ökologisch wertvollen Streuobstbestände können nur bei entsprechendem Engagement der Grundstücksbesitzer beziehungsweise Nutzer erhalten werden.


Verschiedene Institutionen und Verbände bieten dabei Förderungen und Ratschläge an

  • Die Obstbauberatung des Landratsamtes gibt wertvolle Tipps zu Sortenwahl, Baumpflege etc. und vermittelt bei Bedarf Baumpatenschaften
  • Über den Landschaftserhaltungsverband (LEV) des Landratsamtes kann eine Förderung von Baum- und Wiesenpflege und Neupflanzungen beantragt werden
  • Das Trinationale Umweltzentrum (TRUZ) engagiert sich für den Erhalt der Streuobstbestände am Tüllinger mit verschiedenen Infoveranstaltungen und Aktionen, Pflegemaßnahmen und Neupflanzungen
  • Der Soziale Arbeitskreis (SAK) bietet ebenfalls Dienstleistungen wie Mäharbeiten und Ernte an und nimmt Mostobst von Streuobstbäumen an, aus dem regionaler Apfelsaft gepresst wird. Dieser kann in den Hieber-Märkten erworben werden, sofern er nicht von den Anliefernden für den Eigenbedarf benötigt wird.
  • Der Naturschutzbund (NABU) pflegt eigene Obstwiesen und fördert speziell den Steinkauz durch Anbringen von Brutröhren, Biotoppflege und vieles mehr

Verschiedenste Informationen zum Thema Streuobst sind über die Website der Obstbauberatung abrufbar.www.loerrach-landkreis.de/streuobst



Die Stadt Lörrach engagiert sich für den Erhalt der Streuobstwiesen auf Lörracher Gemarkung mit verschiedenen Maßnahmen

  • Pflege der städtischen Streuobstflächen
  • Neupflanzung von Streuobstbäumen und Ansaat von artenreichen Blumenwiesen
  • Ankauf von verwahrlosten Streuobstbeständen, die dann durch entsprechende Pflegemaßnahmen wieder hergerichtet werden
  • Kostenlose Abgabe von Patenschaften für Streuobstbäume
  • Mitwirkung an Projekten zur Förderung von Streuobst, zum Beispiel Modellregion Biotopverbund Markgräflerland (MOBIL), SAK-Apfelsaftprojekt, Runder Tisch Streuobst und vieles mehr

Ihre Ansprechpartnerin

Ilse Bördner   Natur- und Artenschutz
Telefon: 0 76 21 4 15-5 69  i.boerdner@loerrach.de  Weitere Informationen
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