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Großer Knöterich-Busch im Lörracher Baugebiet Auf Eggen
Aufgrund ihrer erfolgreichen Verbreitungsstrategien und dem Fehlen von artspezifischen Fressfeinden und Krankheiten bilden sie dichte Bestände aus. Nicht nur einheimische Pflanzen, sondern auch Tierarten werden verdrängt. Neben den ökologischen Problemen können sie auch große wirtschaftliche Schäden verursachen, weil die Bekämpfung oft äußerst aufwändig ist. Manche Arten dringen mit ihren Wurzeln in Bauwerke ein, andere beeinträchtigen sogar die Gesundheit des Menschen,  zum Beispiel Ambrosia oder der Riesenbärenklau.

 In Lörrach sind besonders die invasiven Neophyten Japan- und Sachalin-Knöterich, Späte und Kanadische Goldrute, Götterbaum und Essigbaum vertreten, die sich sowohl im öffentlichen Raum wie auch auf privaten Flächen stark ausdehnen.  Staudenknöterich und Goldrute sind auf der gesamten Lörracher Gemarkung verbreitet, Götterbaum und Essigbaum nehmen vor allem Flächen im Siedlungsbereich ein.
 


Neophytenkartierung und Neophytenbekämpfungskonzept

Im zweiten Halbjahr 2015 hat das Trinationale Umweltzentrum (TRUZ) im Auftrag der Stadt Lörrach und mit Unterstützung der Bürgerinnen und Bürger die oben genannten Neophyten auf Lörracher Gemarkung kartiert. Die Standorte wurden in eine Karte eingetragen.

Für die städtischen Flächen wird ein Bekämpfungskonzept erstellt, um die Neophyten einzudämmen und deren weitere Ausbreitung zu verhindern. Aufgrund der strengen Datenschutzbestimmungen ist es der Stadtverwaltung aber nicht erlaubt, Eigentümer der privaten Flächen, auf denen invasive Neophyten vorkommen, zu ermitteln und anzuschreiben. Neophyten werden daher nur auf städtischen Flächen bekämpft und private Eigentümer mittels allgemeiner Aufklärung angesprochen.

Seit 2016 wird Japanischer Staudenknöterich, der sich auf einer großen Wiese in Stetten auf einer Fläche von circa 2.000 Quadratmetern ausgebreitet hat, durch häufiges Mähen eingedämmt. Dabei wird der Knöterich jeweils bei einer Bestandshöhe von 40 Zentimetern gemäht. Durch diese Maßnahme werden die Pflanzen mittelfristig geschwächt. Im ersten Jahr waren neun Mähdurchgänge nötig, 2018 nur noch vier. 2019 wurde Anfang August der dritte Schnitt durchgeführt, ein letzter Durchgang wird im Herbst erfolgen. Durch diese intensive Pflegemaßnahme wurde der Knöterich daran gehindert, sich weiter auszubreiten, mittelfristig soll der Bestand weitgehend zurückgedrängt werden.

Weitere Neophytenvorkommen auf städtischen Flächen werden in Zukunft von den Eigenbetrieben Stadtgrün und Werkhof durch häufigere Pflegeeinsätze verstärkt bekämpft werden.

Ihre Ansprechpartnerin

Ilse Bördner   Natur- und Artenschutz
Telefon: 0 76 21 4 15-5 69  i.boerdner@loerrach.de  Weitere Informationen
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