Laden Sie Ihr Elektrofahrzeug bequem vor Ort
In Lörrach stehen Ihnen aktuell an 15 Standorten öffentlichen Ladesäulen zur Verfügung. An diesen Standorten gibt es insgesamt 28 Ladeplätze, die für alle Nutzerinnen und Nutzer von Elektrofahrzeugen zugänglich sind.
Die Ladesäulen bieten eine einfache und komfortable Möglichkeit, Ihr Fahrzeug direkt im Stadtgebiet aufzuladen. Mit einer stetig wachsenden Ladeinfrastruktur setzt Lörrach auf nachhaltige Mobilität und unterstützt den Umstieg auf klimafreundliche Antriebe.
Finden Sie die nächste Ladesäule in Ihrer Nähe und tragen Sie zur Energiewende bei!
E-Ladesäulen in Lörrach im interaktiven Stadtplan
Über das ausklappbare Menü links oben im Bild (markiert durch die drei horizontalen Striche) können Sie die angezeigten E-Ladesäulen filtern und auswählen oder nach bestimmten E-Ladesäulen suchen. Scrollen Sie mit den Plus- und Minustasten rechts. Ein Doppelklick auf die Karte vergrößert den aktuellen Ausschnitt.
E-Ladesäulen im Stadtgebiet
- Tiefgarage am Hauptbahnhof: 6 Plätze mit 22 kW
- Engelsplatz: 1 Platz mit 22 kW
- Marie-Curie-Straße 1: 2 Schnellladeplätze mit 100 kW
- Haagener Straße 2: 2 Plätze mit 22 kW
- Parkschwimmbad: 2 Plätze mit 22 kW
- Bergstraße/Conrad Areal: 2 Plätze mit 22 kW
- Bonifatiuskirche: 2 Plätze mit 22 kW
- Velohalle VeLö: 2 Plätze mit 22 kW
- Talweg 2: 1 Platz mit 22 kW
- Weiherweg: 1 Platz mit 22 kW
- Salzertstraße: 2 Plätze mit 22 kW
- Friedrich-Hecker-Straße 15: 2 Plätze mit 22 kW
- Impulsiv: 2 Plätze mit 22 kW
- Mobilitätsdrehscheibe: 4 Plätze mit 22 kW
- Beliststraße/Markgrafenstraße: 1 Platz mit 22 kW
- Brückenstraße/Turn-und Festhalle Hauingen Parkplatz: 2 Plätze mit 22 kW
Weitere Informationen zum Thema
Gemeinsam mit dem Partner Stadtmobil CarSharing Südbaden AG und unterstützt durch den Innovationsfonds Klima- und Wasserschutz der badenova sind seit 2014/2015 drei elektrische Carsharing-Autos in Lörrach verfügbar. Zwei der Fahrzeuge stehen an der neuen Velo-Einstellhalle, eins am Niederfeldplatz zur Verfügung.
Nach dem Ende des fünfjährigen Projektes liegt der Abschlussbericht vor.
Für die schrittweise und sinnvolle Umstellung des kommunalen Fuhrparks auf Elektrofahrzeuge und die Berücksichtigung der Lademöglichkeiten (öffentlich und nichtöffentlich) werden Handlungsempfehlungen gegeben, sehr konkret bereits für die nächsten zwei Jahre. Zudem wurden die Bürgerinnen und Bürger bei der Entwicklung des Konzeptes mit einbezogen, Coronakonform über eine Online-Umfrage. Das Projekt kam mit dem 30. Juni 2021 zum Abschluss.
Derzeit laufen die Vorbereitungen zur schrittweisen Umsetzung des Handlungsleitfadens, respektive des E-Mobilitätskonzeptes.
»Das Projekt Elektromobilitätskonzept der Stadt Lörrach wurde im Rahmen der Förderrichtlinie Elektromobilität des BMVI mit insgesamt 80 Prozent der Kosten durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur gefördert. Die Förderrichtlinie wird von der NOW GmbH koordiniert und durch den Projektträger Jülich (PtJ) umgesetzt.«
Das Konzept kann hier heruntergeladen werden.
Umweltbilanz
Die zentrale Argumentation betrachtet den CO2-Ausstoß sowie der Gewinnung von Rohstoffen für die Batterien.CO2-Ausstoß
Bei der Produktion eines Elektrofahrzeugs wird aufgrund der Batteriefertigung bislang mehr CO2 ausgestoßen als bei der Produktion eines Verbrennerfahrzeugs. Bezieht man aber den gesamten Lebenszyklus der Fahrzeuge in die Betrachtung ein, können Elektrofahrzeuge diesen Nachteil ab ca. 30.000 gefahrenen Kilometern ausgleichen. Wann genau das Elektrofahrzeug vorteilhaft wird, hängt dabei von vielen diversen Faktoren wie der Fahrzeugklasse oder auch dem Fahrstil ab.Von größter Bedeutung ist allerdings der eingesetzte Strom – je weniger CO2 bei der Stromgewinnung ausgestoßen wird, desto besser die CO2-Bilanz des Elektrofahrzeugs. Selbst in der nachteiligsten Kombination – Batterieherstellung in China und Laden per polnischem Strommix – bringt das Elektrofahrzeug eine CO2-Emissionsreduzierung von 20% zustande.
Rohstoffe
Einen weiteren häufigen Diskussionspunkt stellen die Rohstoffe dar, die für die Produktion der Batterien benötigt werden. Problematisch sind die Abbaubedingungen von Kobalt, insbesondere in der Demokratischen Republik Kongo, da dort sowohl Kinderarbeit als auch unsichere Arbeitsbedingungen weit verbreitet sind. Mehrere Autohersteller haben mittlerweile eine Unternehmenspolitik zu Menschenrechten entwickelt und sich mit Industrieinitiativen zusammengeschlossen. Ein wichtiger Baustein zur Verringerung des Rohstoffbedarfs liegt im Recycling gebrauchter Batterien. Wenn die Batterien am Ende ihres Lebenszyklus recycelt werden, schreibt die EU vor, dass 50% der Materialien wiederverwendet werden müssen. Mehrere Unternehmen arbeiten derzeit an solchen Verfahren.Kosten
Tatsächlich sind die Anschaffungskosten für ein Fahrzeug mit elektrischem Antrieb weiterhin höher als die eines vergleichbaren Verbrenners. Hierbei vergleicht man allerdings eine neue Technologie mit einem optimierten System. In Deutschland können private Nutzer derzeit neben der Kaufprämie für Elektroautos (Umweltbonus) auch auf Steuerfreiheit und in vielen Kommunen bspw. kostenfreies Parken bauen.Heute schon gilt: Werden die Betriebskosten in die Betrachtung einbezogen, ergeben sich bei bestimmten Modellen und entsprechenden Jahreslaufleistungen schon jetzt finanzielle Vorteile. Überhaupt ist die Laufleistung der zentrale Hebel: Wer zuhause laden kann, muss für 100 km weniger als 5,60 EUR aufbringen (Annahme: 0,28 EUR/kWh, Verbrauch: 20 kWh/100 km), beim Verbrenner sind es 7,80 EUR (Annahme: 1,30 EUR/Liter, Verbrauch: 6 Liter/100 km).
Reichweite und Laden
Die Reichweite von Elektrofahrzeugen ist ein stark emotional diskutiertes Thema. Elektrofahrzeuge verfügten bis vor einigen Jahren mit etwa 100 km Reichweite (bei Vollladung). Heute verfügbare Elektrofahrzeuge erreichen in allen Segmenten 300 km Reichweite und mehr.Das Laden kann in vielen Fällen im privaten Umfeld – zu Hause über Nacht oder tagsüber beim Arbeitgeber – erfolgen. Ist man auf öffentliche Ladeinfrastruktur angewiesen, so bestehen mittlerweile kaum noch Zugangshemmnisse durch die zahlreichen Anbieter, allerdings stellen sich Kosten teilweise als undurchsichtig dar.
Die Ladedauer hängt sehr vom Standort ab. Das sogenannte Normalladen (AC) erfolgt dort, wo die Fahrzeuge ohnehin parken: zu Hause oder beim Arbeitgeber (beides bis 11 kW empfohlen) oder auch im öffentlichen Raum (meist 22 kW). Diese Ladearten werden für den Alltag für die überwiegende Zahl der Nutzer zum Standard werden. Die Varianten Schnellladen (DC) ab 50 kW und High-Power-Charging (HPC) bis 350 kW stellen das Äquivalent zum heutigen Tanken dar: Sie werden vorwiegend an überregionalen Wegen errichtet.
Stromnetz
Zuletzt wird häufig kolportiert, dass mit zunehmender Elektrifizierung eine Überlastung des Stromnetzes einhergeht. Aus einer vollständigen Elektrifizierung der deutschen Pkw-Flotte würde laut Umweltbundesamt ein Strommehrbedarf von ca. 15% resultieren. Ungeregeltes Laden würde ab einer bestimmten Elektrifizierungsquote vermutlich eine große Herausforderung für die lokalen Verteilnetze darstellen.Wenn mehrere Fahrzeuge an einem Standort geladen werden (Fuhrparks, Tiefgaragen), sollten die Ladepunkte über ein Lastmanagement verfügen, das die Ladebedarfe verwaltet. Damit können leer gefahrene Fahrzeuge zuerst geladen und die weiteren Ladebedarfe in Schwachlastzeiten gestillt werden. Vor allem aber stellt das Management sicher, dass die Elektrofahrzeuge den Stromanschluss des Gebäudes – und damit auch das Stromnetz – nicht überbeanspruchen.
Das E-Mobilitätskonzept der Stadt Lörrach legt die Grundlagen für eine klimafreundliche Zukunft und zeigt die Entwicklungen im Bereich Elektromobilität auf. Im Rahmen der Initiative „Lörrach macht Klima“ prüft die Stadtverwaltung kontinuierlich weitere öffentliche Stellplätze für den Ausbau der Ladeinfrastruktur.