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Lauffenmühle Areal

Das Lauffenmühle Areal ist ein wichtiger Standort für die wirtschaftliche Entwicklung von Lörrach und repräsentiert die Klimaneutralität als Leitidee

Die Stadt Lörrach hat im Februar 2020 die Flächen des ehemaligen Werksgeländes des Textilbetriebes Lauffenmühle erworben und damit den Einstieg in die Entwicklung eines großen Stadtgebietes zwischen den Ortsmitten von Haagen und Brombach gemacht. Ermöglicht wurde der Kauf dank der finanziellen Unterstützung der Städtebauförderung des Landes Baden-Württemberg in Höhe von rund fünf Millionen Euro.

Zukünftige Arbeitsplätze auf dem Lauffenmühle Areal

Die Stadtverwaltung schlägt vor, CO2-neutrale und innovative Arbeitsplätze auf dem Lauffenmühle-Areal aufzubauen. Es sollen Arbeitsplätze in den Bereichen Produktion und Dienstleistung entstehen, die langfristig sichere Gewerbesteuereinnahmen bringen, die Textilindustrie nachhaltig ersetzen und die Klimaziele der Stadt unterstützen. Um diesen Zielen nachzukommen plant die Stadtverwaltung das erste ZERO Emission Gewerbegebiet aus Holz- beziehungsweise Holzhybridbauweise in Deutschland zu errichten. Die erste Rückmeldung des Wirtschaftsministeriums des Landes Baden-Württemberg ist sehr positiv.

Im ersten Halbjahr 2021 wird das nun vorgeschlagene Profil für das zukünftige Gewerbegebiet gemeinsam mit dem Gemeinderat und der städtischen Kommission für Wirtschafts- und Standortentwicklung weiterentwickelt, um ein tragfähiges Konzept zu verabschieden. Auch die Öffentlichkeit soll zum Mai 2021 im Rahmen des Tags der Städtebauförderung die Möglichkeit bekommen, sich an dem Gestaltungsprozess zu beteiligen.

Um die Finanzierung des Projektes zu sichern, wurde im Rahmen des Landessanierungsprogramms der Aufstockungsantrag im Oktober gestellt, um für 2021 eine weitere Tranche von 729.000 Euro der bis 2028 potenziell möglichen 4,3 Millionen Euro dieses Programms zugesichert zu bekommen. Der Zuwendungsbescheid wird für Januar oder Februar 2021 erwartet.

Vier Phasen

Grundsätzlich geht es bei dem Projekt Lauffenmühle darum, einen zukunftsfähigen und nachhaltigen Wirtschaftsstandort aufzubauen und damit verbunden im Gebiet zwischen Brombach und Haagen eine städtebaulich-freiräumliche Aufwertung zu realisieren. Zudem soll geprüft werden, ob sich einzelne Flächen im Gebiet für städtische Einrichtungen eignen. Dabei ist das Gesamtprojekt ein langfristiges Vorhaben, das bis zum geplanten Abschluss Mitte 2028 vier Phasen durchlaufen soll.

Bis Ende 2021 läuft die Phase I, die Grundlagenermittlung. Viele Rahmenbedingungen und Optionen für die weitere Entwicklung werden in dieser Phase ermittelt: Neben der Entwicklung des Profils für das Gewerbegebiet, wo jetzt der geschilderte Vorschlag ZERO Emission Campus vorliegt, werden derzeit noch weitere Teilprojekte vorangetrieben, die laufend Ergebnisse liefern. So liegt derzeit eine Erstbewertung der Gebäudesubstanz vor und wird durch eine aktuell laufende, umfangreichere Schadstoffuntersuchung ergänzt. Im Teilprojekt „Machbarkeitsstudie Kombistandort“ wird derzeit die Leistung mit allen betroffenen Fachbereichen und Eigenbetrieben definiert, um entsprechende Angebote einzuholen; die Vergabe und erste Ergebnisse sind im ersten Halbjahr 2021 zu erwarten. Weitere Themen in Phase I sind die Artenschutzuntersuchung, die formale Festsetzung des Gebietes als Sanierungsgebiet und die Fragestellung der Entwicklung eines Wärmenetzes.

In der zweiten Phase werden die Ergebnisse von Phase 1 in ein räumliches Konzept für die Neuordnung des Gebietes münden. Hierzu wird es einen städtebaulich-freiräumlichen Wettbewerb geben. Sollte die Untersuchung des Bestandes in Phase I eine Zwischennutzung des ehemaligen Werksareals ermöglichen, wird diese in dem möglichen Umfang weiter durchgeführt. Die Konzeption erfolgt bis Ende 2023.

In der dritten Phase erfolgt die planerische Umsetzung des Konzeptes. Hierbei wird das zuvor definierte räumliche Konzept und die damit verbundenen öffentlichen Bauaufgaben (Erschließungsstraßen, Versorgungsnetze, Freiräume, Hochbauten) auf einer detaillierteren Maßstabsebene durchgeplant. Ein neu zu beschließender Bebauungsplan basiert dann auf dieser Detailplanung und schafft für das Konzept die notwendige planungsrechtliche Grundlage. Die mögliche Zwischennutzung des ehemaligen Werksareals kann potenziell noch bis zum Ende dieser Phase 2026 weiterlaufen.

In der letzten Phase (bis Mitte 2028) erfolgt die bauliche Umsetzung. Nach erfolgtem Satzungsbeschluss kann die bauliche Umsetzung der öffentlichen Bauaufgaben beginnen und Vorhabenträger können Bauanträge auf Basis des neuen Planungsrechts stellen. Die Flächen des zukünftigen Gewerbegebietes können den Betrieben am Ende dieser Phase dann erschlossen übergeben werden.

Die Videos und Fotos geben einen weiteren Einblick in das 19 Hektar große ehemalige Werksgelände des Lauffenmühle Areals.

Lauffenmühle - next innovation. Eine Zeitdokumentation.



Lauffenmühle - next innovation. Eine Vision.

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