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Blick vom Rathaus auf das Sanierungsgebiet "Nördliche Innenstadt" (Bild: Stephan Färber, Stadtbau Lörrach)
Die Durchführung von Sanierungsgebieten soll dazu dienen, dass städtebauliche oder funktionale Missstände behoben, wesentlich verbessert oder umgestaltet werden. Dafür wird das Sanierungsgebiet durch die sogenannte förmliche Festlegung parzellenscharf begrenzt, sodass die Sanierungsziele zweckmäßig erreicht werden können. Die Ausweisung eines Sanierungsgebietes erfolgt als Satzung.
 
Die Sanierung ist als städtebauliche Gesamtmaßnahme zu betrachtet und muss im Interesse der Allgemeinheit liegen. Aus diesem Grund müssen vor jeder förmlichen Festlegung die vorbereitende Untersuchungen (kurz VU) erfolgt sein. Eine einheitliche Vorbereitung und zügige Durchführung der Sanierung sind erforderlich.

Für ein Sanierungsgebiet besteht die Möglichkeit der Aufnahme in ein Städtebauförderprogramm von Bund oder Land. Von diesen Fördergeldern können auch private Sanierungsmaßnahmen gefördert werden können.

Aktuelle Sanierungsgebiete

Mehrere Maßnahmen zur Aufwertung des öffentlichen Raums und Maßnahmen zum Stadtumbau wurden durchgeführt. Das Sanierungsgebiet wurde Anfang 2018 um das Gebiet der Kirchstraße und den Spielplatz Rosenfelsplatz hinsichtlich einer Aufwertung des Straßenraums erweitert.
Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg hat der Städtebauförderung im Jahr 2019 für die städtebaulichen Erneuerungsmaßnahmen im Sanierungsgebiet "Nördliche Innenstadt" zugestimmt. Mit Zuwendungsbescheid vom 25.03.2019 hat das Regierungspräsidium Freiburg der Stadt Lörrach die Bewilligung des Bund-Länder-Programms "Städtebaulicher Denkmalschutz'"erteilt.

Der Förderrahmen beträgt aktuell 1,5 Millionen Euro für den Bewilligungszeitraum vom 01.01.2019 bis 30.04.2028. Die Verwaltung wird zu gegebener Zeit versuchen, über Aufstockungsanträge den Förderrahmen und somit die Zuschüsse von Bund und Land zu erhöhen.

Mit diesen Geldern sollen Defizite und Missstände im Gebiet "Nördliche Innenstadt" beseitigt und der öffentliche Raum aufgewertet  werden. Zielsetzung der Sanierung für diesen Bereich  ist zudem ein weiterer Handelsstandort in Folge der Umstrukturierung vom Verwaltungs- und Dienstleistungsquartier angemessen in das innerstädtische Gefüge einzubinden.

Dazu zählt die Sanierung und Umgestaltung des Bahnhofsplatzes, des Rathausplatzes und des Sarasinweges sowie die beginnende Aufwertung des Straßenraums der Turmstraße und Palmstraße. Um einen gestalterisch sinnvollen Abschluss und Übergang zum Bestand zu erzielen, soll der Bereich zwischen Sparkasse und Senigallia-Platz sowie der östlich gelegene Bereich bei der Sparkasse im Sarasinweg in den Geltungsbereich des Sanierungsgebiets aufgenommen und ebenfalls im Zuge der gesamtheitlichen Maßnahme umgestaltet werden. Die Sanierung des Rathausplatzes ist noch nicht abgeschlossen. Der Übergang zwischen Bahnhofsplatz und Rathausplatz in Form eines barrierefreien Übergangs wurde saniert.

Sanierungsgebiet Nördliche Innenstadt

Mit dem Ziel die Verbesserung der Aufenthaltsqualität im Bahnhofsumfeld und der Anbindung an den Hauptbahnhof, soll die Bahnhofsstraße in Teilen ebenfalls in das Sanierungsgebiet aufgenommen werden. Weiterhin sind ortsbildende Gebäude, die teils unter Denkmalschutz stehen, sanierungsbedürftig, wie beispielsweise das Vermessungsamt in der Unteren Wallbrunnstraße. Die Sanierung "Nördliche Innenstadt" stellt eine große Chance dar, diesen auch historisch bedeutsamen Teil der Stadt Lörrach aufzuwerten.

Des Weiteren lässt sich am Bahnhofsplatz ein erhöhter Bedarf an KRAD-Abstellplätzen feststellen, sodass künfitg noch weitere Abstellmöglichkeiten geschaffen werden müssen. Hierfür bietet es sich an, auf dem Bahnhofsgelände eine KRAD-Abstellfläche mit direktem Zugang zum Gleis 1 des Hauptbahnhofs herzustellen. Diese Planung wurde mit der Eigentümerin der Deutschen Bahn Aktiengesellschaft abgestimmt, welche ihre Fläche der Stadt mittels eines Gestattungsvertrags für diese Zwecke zur Verfügung stellt.

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