Die Durchführung von Sanierungsgebieten soll dazu dienen, dass städtebauliche oder funktionale Missstände behoben, wesentlich verbessert oder umgestaltet werden. Dafür wird das Sanierungsgebiet durch die sogenannte förmliche Festlegung parzellenscharf begrenzt, sodass die Sanierungsziele zweckmäßig erreicht werden können. Die Ausweisung eines Sanierungsgebietes erfolgt als Satzung.
 
Die Sanierung ist als städtebauliche Gesamtmaßnahme zu betrachtet und muss im Interesse der Allgemeinheit liegen. Aus diesem Grund müssen vor jeder förmlichen Festlegung die vorbereitende Untersuchungen (kurz VU) erfolgt sein. Eine einheitliche Vorbereitung und zügige Durchführung der Sanierung sind erforderlich.

Für ein Sanierungsgebiet besteht die Möglichkeit der Aufnahme in ein Städtebauförderprogramm von Bund oder Land. Von diesen Fördergeldern können auch private Sanierungsmaßnahmen gefördert werden können.

Aktuelle Sanierungsgebiete

Mehrere Maßnahmen zur Aufwertung des öffentlichen Raums und Maßnahmen zum Stadtumbau wurden durchgeführt. Das Sanierungsgebiet wurde Anfang 2018 um das Gebiet der Kirchstraße und den Spielplatz Rosenfelsplatz hinsichtlich einer Aufwertung des Straßenraums erweitert.
Die förmliche Einleitung der vorbereitenden Untersuchung zur Ausweisung des Gebiets in ein Sanierungsgebiet wurde im Oktober 2018 vom Gemeinderat beschlossen und am 24.10.2018 bekannt gemacht. Die Gestaltung öffentlicher Räume gehört zu den Kernaufgaben unserer Kommune. Ihre Pflege, Um- und Neugestaltung geschieht unter sozialen, wirtschaftlichen und nachhaltigen Gesichtspunkten und auf Grundlage des in Bearbeitung befindenden Innenstadtkonzepts.

Da öffentliche Räume für alle da sind, werden diese unter Einbezug unterschiedlicher Akteure und Interessengruppen, wie dem Behinderten- und Seniorenbeirat entwickelt. Ziel ist die Stärkung der Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum durch Nutzungsvielfalt, das Vorhalten nicht kommerzieller und gemeinschaftlich genutzter Bereiche, Verkehrsberuhigung und barrierefrei gestalteter Grünflächen.