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IBA Basel 2020 Expo Gebäude

IBA Basel 2020

Internationale Bauausstellungen (IBA) zählen seit mehr als 100 Jahren zu den erfolgreichsten Instrumenten der Raum- und Stadtentwicklung in Deutschland. Die IBA Basel ist eine auf zehn Jahre angelegte dynamische Regionalentwicklung, welche zu einer Steigerung der Lebensqualität sowie der touristischen und wirtschaftlichen Attraktivität der gesamten Region beiträgt.
Die IBA Basel 2020 ist die erste IBA, welche dieses Format über die Grenze trägt und gleichzeitig in Deutschland, Frankreich und der Schweiz stattfindet. Gemäß dem Motto «Au-delà des frontières, ensemble - Gemeinsam über Grenzen wachsen» sollen durch konkrete Projekte die grenzüberschreitende Zusammenarbeit sowie die regionale Verankerung gestärkt werden.
Die Stadt Lörrach wirkt in verschiedenen IBA-Projektgruppen mit und führt mehrere Projekte in Kooperation mit weiteren Projektpartnern durch.

IBA-Projekte in Lörrach

Der Stadtraum des grenzüberschreitenden Siedlungsbandes zwischen Riehen-Stettenfeld (CH) und Lörrach-Stetten (D) im Bereich des Grenzüberganges soll städtebaulich, freiräumlich und verkehrlich neu entwickelt werden. Dieses Ziel verfolgt die Stadt Lörrach gemeinsam mit der Schweizer Nachbargemeinde Riehen, dem schweizerischen Kanton Basel-Stadt sowie der IBA Basel 2020 und weiteren Akteuren.
 
Es liegen in diesem Siedlungsbereich sowohl zahlreiche Herausforderungen (Grenze als Planungsbarriere, Durchgangsverkehr, städtebaulich-freiräumliche Defizite) als auch Chancen (Nachverdichtungspotenziale, Aufwertung des Freiraums, Zusammenführung und Stärkung von ÖV-Verkehrsträgern) vor, die einen grenzüberschreitenden, planerischen Eingriff nahelegen.
 
Gemeinsam mit der IBA Basel führten die Projektpartner verschiedene vorbereitende Untersuchungen durch und zeigten damit, dass das Projekt nicht nur technisch möglich, sondern auch aus ökonomischer Sicht lohnenswert ist. Um die planerische Sichtweise auf den Ort durch die Perspektive der Anwohnerinnen und Anwohner als Experten ihres Quartiers zu erweitern, wurde 2018 das Büro denkstatt sàrl von der Stadt Lörrach beauftragt, den Grenzraum zwischen Riehen und Lörrach mit seinen unterschiedlichen Alltagswirklichkeiten (Stimmen, Erinnerungen, Geschichten, Nutzungsweisen etc.) aufzuzeichnen und diese in einer „Schatzkarte“ festzuhalten.
Die Stadt Lörrach möchte die Motivation und Expertise der IBA Basel auch im Rahmen der Projektgruppe „Aktive Bahnhöfe“ nutzen, um den Hauptbahnhof Lörrach und sein Umfeld zu stärken. Er hat drei strategische Aufgaben:
  • Als Mobilitätsdrehscheibe organisiert er Ankommen, Abfahren, Umsteigen, Queren. Dabei spielen die Verkehrsträger eng zusammen: trinationale S-Bahn, Bus, Fahrrad- und Fußverkehr sowie das Auto.
  • Tor zur Stadt: Der Hauptbahnhof ist potenziell eine Visitenkarte für die Ankommenden und ein Ort des Aufenthalts.
  • Scharnier der Stadtentwicklung: Im Zusammenhang mit den Entwicklungsflächen beidseits der Gleise.
Im Rahmen eines Kinder- und Jugendangebots der SAK Altes Wasserwerk gGmbH, in Kooperation mit der IBA Basel und der Stadt Lörrach wurde der Bahnhofsvorplatz im Sommer 2018 temporär umgestaltet. Dieser wurde durch Mobiliar wie Sitzgelegenheiten und eine Bühne umgestaltet sowie durch ein tages- sowie abendfüllendes Programm belebt. Das Angebot wurde auch von den Passantinnen und Passanten gut angenommen und führte zu einer intensiven Nutzung des Platzes. Die Ergebnisse dieses Workshops wurden in einem Bericht des Prozess begleitenden Büros Waibel und Partner festgehalten.  

Das bereits abgeschlossene Projekt „Reiches Erbe - Industriekultur im Dreiland“ dokumentierte 250 Jahre industrielle Entwicklung und arbeitete die Transformation von Industriearealen auf. Das Projekt hat die gemeinsame Industriekultur erstmals wissenschaftlich aufbereitet und in einer Ausstellung für ein breites Publikum präsentiert. Ziel war es, in der Bevölkerung der drei Länder ein Bewusstsein für die historische Bedeutung und die städtebaulichen Entwicklungsmöglichkeiten dieser Transformationsareale zu schaffen.
 
Im Rahmen des Projektes erschien in der Reihe der „Lörracher Hefte“ eine umfassende Publikation, die die Industriegeschichte des Dreilands wissenschaftlich und konsequent grenzüberschreitend darstellt. Wie die Ausstellung beleuchtet auch das Buch die Herausforderungen der Industrie heute und die Revitalisierung brach gefallener Industrieareale. Die Publikation ist im Dreiländermuseum Lörrach erhältlich.
Das INTERREG-Oberrhein-Projekt „Dreilandradreiseregion“, als Nachfolgeprojekt des IBA-Projekts „Landschafts-Rendez-Vous“, wird vom Trinationalen Eurodistrict Basel (TEB) getragen und soll den Radtourismus in der trinationalen Agglomeration Basel fördern. Die Region ist aktuell ein wenig bekanntes Reiseziel, obwohl es über ein großes touristisches Potenzial und eine breite landschaftliche Vielfalt verfügt.
 
Hauptziel des Projekts ist es, durch die Beschilderung mehrerer grenzüberschreitender Radtouren die Vielfalt unserer Region hervorzuheben. Das Angebot um Serviceleistungen rund um den Radtourismus wird ergänzt (Radkarten, Internetseiten, Informationstafeln.), um den Radfahrern ein angenehmes und inspirierendes Erlebnis zu bieten. Mit diesem Projekt soll auch die wirtschaftliche Entwicklung der gesamten Region gefördert werden.
Zahlreiche Partner aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz beteiligen sich an diesem dreijährigen Projekt, das vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) der Europäischen Union (Interreg V Oberrhein) und der Neuen Regionalpolitik (NRP) kofinanziert wird.

Ihre Ansprechpartnerin

Nicole-Simone Dahms   Stadtentwicklung/ grenzüberschreitende Zusammenarbeit
Telefon: 0 76 21 415-517  n.dahms@loerrach.de  Weitere Informationen
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