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Vertreter der Stadt und des Architekturbüros vor der verschatteten Passarelle und der im Aufbau befindlichen Treppenkonstruktion im August 2025.

Die Theodor‑Heuss‑Realschule in der Schützenstraße 22 auf dem Rosenfels-Campus wurde 1965/66 errichtet. Das Gebäude aus Sichtbeton wurde 2010 bis 2011 umfassend modernisiert und erweitert. Die Sanierung umfasste die energetische Ertüchtigung der Gebäudehülle, eine umfassende Erdbebenertüchtigung mittels Stahlfachwerk‑Passarelle und die Neugestaltung eines Südeingangs als Verbindung zum benachbarten Campus Rosenfels. Diese zweigeschossige Passarelle dient gleichzeitig als horizontale Erschließung, barrierefreier Zugang per Aufzug in alle Geschosse sowie als sichtbare Konstruktion am Südende des Gebäudes, die statische Lasten über Bohrpfähle in den Untergrund ableitet.

Nach mehr als einer Dekade wurden nun die ersten Sanierungsarbeiten fällig: Der Innenraum der Passarelle hitzte sich im Sommer stark auf. An der Stahlkonstruktion des Treppenaufgangs wurden Korrosion und schadhaftes Belagsmaterial festgestellt. Durch den Windfang am Südeingang staute sich Feuchtigkeit in der darunterliegenden Gymnastikhalle; zudem lösten sich Bodenplatten im Eingangsbereich. Diese Mängel wurden nun behoben.

Effizienter Hitzeschutz für die Passarelle

Um den sommerlichen Temperaturanstieg im Innenraum effektiv zu begrenzen, erhält die Glasfassade des Obergeschosses eine bauliche Ergänzung: Eine außenliegende Verschattung in Form moderner Jalousien wird installiert. Ziel ist es, die thermische Belastung zu reduzieren und den Nutzenden auch in den heißen Monaten ein angenehmes Raumklima zu ermöglichen.

Die Arbeiten an dem Projekt begannen Anfang Juni 2025. Mittlerweile sind die Jalousien vollständig montiert, ein erster Funktionstest wurde erfolgreich durchgeführt. Die zugrundeliegende Steuerung basiert auf dem KNX-System, das eine intelligente und energieeffiziente Regelung des Sonnenschutzes erlaubt.

Die Fertigstellung der Maßnahme ist für Mitte September 2025 vorgesehen – zeitgleich ist auch die Wiederinbetriebnahme des betroffenen Bereichs geplant. Das Projekt verläuft planmäßig und ohne besondere Vorkommnisse.

Erneuerung der südlichen Außentreppe

Die südliche Außentreppe des Gebäudes wurde umfassend saniert, nachdem an der bestehenden Stahlkonstruktion Korrosionsschäden sowie erhebliche Mängel am Belagsmaterial festgestellt wurden. Ziel der Maßnahme ist es, die Sicherheit, Funktionalität und Langlebigkeit des Zugangsbereichs dauerhaft zu gewährleisten.

Im Zuge der Sanierung wurde die gesamte Stahlkonstruktion der Treppe im Dezember 2024 demontiert. Dies erforderte nicht nur eine statische Ertüchtigung, sondern auch die vollständige Erneuerung des Treppenbelags. Zum Einsatz kommen nun robuste, bewehrte Betonfertigteilstufen, die sowohl technisch als auch optisch eine nachhaltige Lösung darstellen.

Die Wiederherstellung der Treppe ist für Ende August 2025 vorgesehen, die vollständige Fertigstellung sowie die Wiederinbetriebnahme des Eingangsbereichs erfolgen voraussichtlich Mitte September 2025.

Das Projekt verläuft planmäßig und ohne besondere Herausforderungen.

Verbesserter Witterungsschutz Eingangsfassade am Südeingang

Um den wiederholten Feuchtigkeitseintrag in die unter dem Südeingang liegende Gymnastikhalle nachhaltig zu beheben, wird der Windfang des Gebäudes baulich neu gestaltet. Die Maßnahme sieht vor, den Eingangsbereich an die Gebäudekante zu verlegen wodurch der Windfang entfällt. Ziel ist es, Schäden an der Grundsubstanz des Gebäudes durch Feuchtigkeitseintrag auszuschließen.

Die Bauarbeiten begannen im März 2025. Die Fassade wurde bereits planmäßig versetzt, aktuell befindet sich der Innenausbau in Umsetzung. Die Fertigstellung und Wiederinbetriebnahme des neu gestalteten Eingangs sind für Mitte September 2025 vorgesehen.

Im Verlauf der Maßnahme zeigte sich ein zusätzlicher Sanierungsbedarf: Entgegen der ursprünglichen Planung musste die Fassade in Teilen erneuert werden, da bauliche Schäden im Bereich des Fassadenanschlusses zum Boden festgestellt wurden. Dies wurde im Projektverlauf erfolgreich berücksichtigt.

Technisch kommt erneut eine bewährte Pfosten-Riegel-Konstruktion in Metall-Glas-Ausführung zum Einsatz, wie sie bereits zuvor verbaut war.

Kostenrahmen

Die Kosten für die bauliche Maßnahme an der Passarelle belaufen sich auf rund 310.000 Euro. Die Erneuerung der südlichen Außentreppe schlagen mit rund 350.000 Euro zu Buche. Für die Arbeiten an der Eingangsfassade wurden rund 310.000 Euro fällig.

Damit ergeben sich Gesamtkosten für insgesamt 970.000 Euro, wovon Landeszuschüsse aus der Förderung des Schulhausbaus für die Sanierung von Schulgebäuden des Landes in Höhe von etwa 132.000 Euro beantragt wurden.

Fachbereich Hochbau

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