Das Hebel-Gymnasium am Campus Rosenfels besteht aus drei Gebäudeteilen unterschiedlicher Baujahre. Der bauliche Zustand der Schule war teilweise sanierungsbedürftig. Aufgrund der angespannten Haushaltslage konnten die notwendigen Mittel für eine umfassende Sanierung damals nicht bereitgestellt werden. Um den Erhalt des Gebäudes und den reibungslosen Schulbetrieb sicherzustellen, wurden deshalb einzelne, dringend reparaturbedürftige Gebäudeteile saniert und zugleich energetisch modernisiert.
Mit der Sanierung eines der Flachdächer und dem Austausch von einigen Fenstern sowie der Installation einer Photovoltaik-Anlage konnte die Energieeffizienz des Hebel-Gymnasiums signifikant verbessert werden. Die Maßnahmen sichern langfristig den Erhalt der Gebäudesubstanz und gewährleisten einen störungsfreieren Schulbetrieb – trotz der begrenzten finanziellen Mittel für eine Generalsanierung. Zudem leisten sie einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz und zur Nachhaltigkeit am Campus Rosenfels.
Flachdachsanierung am Erweiterungsbau
Ein Schwerpunkt lag auf der Sanierung des Flachdachs des Erweiterungsbaus aus dem Jahr 1980. Dieses Dach hatte seine technische Lebensdauer überschritten und wies zunehmend Leckagen auf. Deshalb wurde eine bautechnische und energetische Erneuerung durchgeführt. Grundlage für die Planung waren die aktuellen Förderrichtlinien von KfW, BAFA, NWG, Gebäudeenergiegesetz sowie die Energierichtlinien der Stadt Lörrach, die die energetische Bemessung der Maßnahmen definierten. Im Zuge der Sanierung wurde ein extensiv begrüntes Dach errichtet und zudem eine Photovoltaik-Anlage installiert, die zur nachhaltigen Energieerzeugung beiträgt und den CO₂-Ausstoß des Schulgebäudes reduziert.
Die Dachsanierung wurde im Zeitraum von August bis Dezember 2024 umgesetzt. Das hierfür eingeplante Budget von 696.000 Euro konnte deutlich unterschritten werden, die tatsächlichen Kosten lagen nach Kostenfeststellung im Mai 2025 bei etwa 600.000 Euro.
Fenstersanierung
Die Fenster an der Südfassade des Erweiterungsgebäudes waren in der Mechanik veraltet, die Dichtungen teils porös, sodass insbesondere bei Regen Wasser ins Gebäude eindrang. Eine reine Reparatur erwies sich bei der Vorprüfung als unwirtschaftlich, sodass ein Austausch nötig wurde.
Auch die Fenster des Mittelbaus im 2. und 3. Obergeschoss, ursprünglich aus den 1960ern und 1970er Jahren, waren veraltet und marode, die Fensterdichtungen porös, sodass auch hier bei Regen Wasser ins Gebäude eindrang. Eine reine Reparatur der Fenster zeigte sich hier ebenfalls als unwirtschaftlich. Das 1. Obergeschoss war bereits 2012 entsprechend saniert; hier mussten keine weiteren Arbeiten umgesetzt werden. Die Pläne für die Fenstersanierung von damals konnten aber als Grundlage für die Sanierung im 2. und 3. Obergeschoss verwendet werden.
Die Fenster wurden parallel zu den Dacharbeiten in zwei Bauphasen ausgetauscht. Vom 1. März 2024 an wurden die Fenster an der Südfassade ausgetauscht. Die Ost- und Westfassade folgte im Mai. Es wurden Holz-Aluminium-Fenster-Systeme eingebaut. Die Fenster bestehen aus Kombinationen von festverglasten liegenden und stehenden Feldern sowie Dreh-Kippflügeln mit Dreifach-Verglasung. Diese Ausführung verbessert sowohl den Wärme- als auch den Schallschutz.
Die Arbeiten wurden hauptsächlich in den Herbstferien 2024 sowie im Frühjahr 2025 durchgeführt, um den Schulbetrieb so wenig wie möglich zu beeinträchtigen. Alle Arbeiten wurden Ende Juni 2025 abgeschlossen.
Die Kosten für die Fenstersanierung betrugen insgesamt rund 360.000 Euro und liegen damit deutlich unter dem ursprünglich geplanten Budget von 405.000 Euro.
KLIMARELEVANZ
- Sicherung der Gebäudesubstanz
- Verbesserung der Energieeffizienz durch bessere energetische Abdichtung
- Nachhaltige Energiegewinnung durch Photovoltaik-Anlage und mittel- und langfristige Senkung der Energiekosten