Bunte Gärten sind schön und nützen uns allen. Sie fördern die Artenvielfalt und verbessern das Kleinklima.
Durch den stetig zunehmenden Flächenverbrauch wird die Natur immer mehr verdrängt, weshalb die Gestaltung der frei bleibenden Räume umso wichtiger ist. Gerade unsere Hausgärten können zur Biodiversität einen großen Beitrag leisten.
Geben Sie der Natur Ihren Platz und Tieren einen Wohnraum.
Einheimische und insektenfreundliche Pflanzen dienen Insekten als Nahrung. Ein naturnah gestalteter Garten ist für Tiere besonders attraktiv. Gänseblümchen, Klee und andere Kräuter verdienen eine Chance und auch wilde Ecken, in denen pflegeleichte Kräuter wachsen, können viel Freude bereiten.
Pflanzempfehlungen:
- Sträucher wie Hartriegel, Weißdorn
- Steingartenstauden wie Wolfsmilch, Fetthenne
- Bienenpflanzen wie die Aster, Mädchenauge
- Schotterrasenmischungen wie z.B. Leimkraut, Thymian, Glockenblume, Karthäusernelke
Schottergartenanlagen
Schottergärten sind in Baden-Württemberg seit dem 1. August 2020 ausdrücklich verboten. Der Landtag hat das Landesnaturschutzgesetz entsprechend angepasst – ausgelöst durch das Volksbegehren ‚Rettet die Bienen‘. Ziel des Verbots ist es, die Artenvielfalt zu fördern und Lebensräume für Insekten zu schaffen. Flächen, die nur mit Kies oder Steinen bedeckt sind, gelten dabei nicht als zulässige Gartennutzung – im Gegensatz zu funktionalen Flächen wie z. B. Stellplätzen.
"Schottergärten" sind wertlos für die Natur und schlecht für das Klima. In zukünftigen Bebauungsplänen der Stadt Lörrach wird in Anlehnung an die gesetzlichen Regelungen die Anlage von Schottergärten untersagt.
Aus diesen Gründen sind "Schottergärten" nicht mehr zulässig:
- Insekten und Vögel finden auf den Flächen weder Nahrung noch Nistmöglichkeiten
- Schottergärten verdrängen ökologische Nischen für Pflanzen und Tiere
- Die spärliche Bepflanzung von Schottergärten kann im Sommer keine Feuchtigkeit und kühlende Luft abgeben und auch kaum Feinstaub binden
- Die Steinwüsten heizen im Sommer insbesondere in den Abendstunden das Stadtklima auf
- Die Unkrautfolie im Boden verhindert teilweise den Wasserabfluss ins Grundwasser
- Das Bodenleben unter der Unkrautfolie wird weitgehend erstickt. Nach wenigen Jahren finden unerwünschte Sämlinge genügend Boden zum Keimen und verwurzeln sich hervorragend
Als Alternativen bieten sich naturnahe Blumenwiesen und insektenfreundliche Staudenbeete an, die alle sehr wenig Pflege benötigen. Sie müssen jedoch nicht ganz auf Stein verzichten, denn Steinhaufen und Trockenmauern bieten Eidechsen, Spinnen, Vögeln, Wespen und Bienen sowie anderen Kleintieren und Insekten einen Lebensraum.
Ein naturnaher Garten ist bunt gemischt und bietet vielfältige Lebensräume für die verschiedensten Arten. So fühlen sich alle kleinen und großen Lebewesen wohl.
Weitere Informationen, wie Sie Ihren Garten gestalten und Ihren Schottergarten zurückbauen können, finden Sie in unserem Flyer „Vom Schottergarten zum Stadtgrün“, der in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe NaturStadt des Runden Tisch Klima erarbeitet wurde.
Der Informationsflyer ist im Rathaus erhältlich. Sie können Ihn aber auch als PDF-Dokument herunterladen
Bei Fragen rund um das Thema melden Sie sich gerne telefonisch unter 0 76 21 / 4 15 – 2 22 oder per E-Mail an umweltschutz(at)loerrach.de