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Ein mit einem gelben Band markierter Pflaumenbaum, der beerntet werden darf.

Ernte-Aktion Gelbes Band für Städtische Obst- und Nussbäume Städtische Streuobstwiesen

Größere Streuobstbestände sind ein rares Gut geworden. Zum Glück gibt es auf der Lörracher Gemarkung noch die ein oder andere Wiese, auf der diese vielfältige Art der Bewirtschaftung im wahrsten Sinne des Wortes "zum Tragen kommt".

„Gelbes Band – Ernten erwünscht!“

Die Aktion „Gelbes Band - Ernten erwünscht“ wurde Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Heimat initiiert und wird seit 2021 in zahlreichen Bundesländern und Kommunen eigenständig durchgeführt. Seit 2024 beteiligt sich auch die Stadt Lörrach an der Aktion und möchte damit auf den Wert und die Bedeutung der lokal vorhandenen Lebensmittel aufmerksam machen.

Wer möchte, darf die städtischen (Streu-)Obstbäume, die mit einem gelben Band mit der Aufschrift „Ernten erwünscht“ markiert sind, für den eigenen Bedarf, kostenlos und eigenverantwortlich abernten. Das gelbe Band signalisiert: Hier darf gepflückt und aufgelesen werden unter Beachtung der nachstehenden Regeln. Die Erntesaison beginnt Ende Juni mit den Kirschen – im Spätsommer und Herbst folgen Äpfel, Birnen, Zwetschgen und Walnüsse.

Das gilt es zu beachten:

  • Ernten Sie bitte ausschließlich von Bäumen und Sträuchern, die ein gelbes Band tragen.
  • Seien Sie achtsam gegenüber der Natur und dem Eigentum anderer. Gehen Sie behutsam mit den Obst- und Walnussbäumen um.
  • Ernten Sie nur, was – ohne Benutzung von Leitern oder ähnlichen Hilfsmitteln – in Reichweite hängt oder lesen Sie die Früchte oder Nüsse vom Boden auf. Das Klettern auf Bäume und der Einsatz von Leitern ist nicht zulässig.
  • Achten Sie beim Betreten der Obstwiese auf Bodenunebenheiten, herumliegende Äste oder andere mögliche Gefahrenstellen.
  • Ernten Sie nur so viel, wie Sie tatsächlich verbrauchen können.
  • Bitte ernten Sie nur reife Früchte und Nüsse.
  • Prüfen Sie, ob das Obst gut ist und waschen Sie es vor dem Verzehr gründlich ab.
  • Das Ernten geschieht auf eigene Gefahr!
  • Bitte ernten Sie ohne Hilfsmittel, zum Schutz von Mensch und Baum.



Hier dürfen Sie ernten!

Plan der Baumstandorte im Stadtgebiet

Zum Vergrößern und Herunterladen klicken Sie den Standortplan bitte direkt an.

Hinweis

Menge, Qualität und Ausformung der Früchte richten sich naturgemäß nach Witterung, Standort und auch Pflanzdatum. Wir bitten um Ihr Verständnis und Ihre Nachsicht, sollte die Ernte nicht Ihren Vorstellungen entsprochen haben, und hoffen mit Ihnen zusammen auf das nächste Erntejahr!

Sie möchten sich an der Aktion beteiligen?
Wer eigene Obstbäume mit dem gelben Band kennzeichnen möchte, kann das kostenlose Material (Bänder und Informationsplakate) bei Miriam Drewke vom Fachbereich Umwelt und Mobilität erhalten.

Mehr Wertschätzung, weniger Verschwendung

Sie möchten mehr erfahren zum achtsamen Umgang mit Lebensmitteln? Die Aktion  Zu gut für die Tonne!setzt sich dafür ein, Verbraucherinnen und Verbraucher sowie Verantwortliche entlang der gesamten Lebensmittelversorgungskette für einen nachhaltigen Umgang mit Lebensmitteln zu sensibilisieren.

Streuobst

Streuobstwiesen bereichern unser Landschaftsbild und sind so bedeutsam für die Artenvielfalt, dass sie seit 2022 zu den gesetzlich (BNatSchG) geschützten Biotopen zählen. Eine Streuobstwiese bietet einer Vielzahl von Tieren Lebensraum und Nahrung. Gleichermaßen profitiert auch der Mensch von einem schattigen Plätzchen unter den Bäumen und nicht zu vergessen der Obsternte.

Einige selten gewordene Vogelarten wie beispielsweise Neuntöter, Gartenrotschwanz, Wendehals, Grauspecht, Mittelspecht, Steinkauz, Baumfalke, Zaunammer und verschiedene Fledermausarten sind auf solche Strukturen angewiesen und können auf den Lörracher Streuobstflächen mit etwas Glück und ein wenig Geduld noch beobachtet werden.

Rat & Hilfe

  • Die Obstbauberatung des Landratsamtes Lörrach gibt wertvolle Tipps zu Sortenwahl, Baumpflege etc. und vermittelt bei Bedarf Baumpatenschaften
  • Über den Landschaftserhaltungsverband (LEV) des Landratsamtes Lörrach kann eine Förderung von Baum- und Wiesenpflege und Neupflanzungen beantragt werden
  • Das Trinationale Umweltzentrum (TRUZ) engagiert sich für den Erhalt der Streuobstbestände am Tüllinger mit verschiedenen Infoveranstaltungen und Aktionen, Pflegemaßnahmen und Neupflanzungen
  • Der Soziale Arbeitskreis (SAK) bietet ebenfalls Dienstleistungen wie Mäharbeiten und Ernte an und nimmt Mostobst von Streuobstbäumen an, aus dem regionaler Apfelsaft gepresst wird. Dieser kann in den Hieber-Lebensmittelmärkten erworben werden, sofern er nicht von den Anliefernden für den Eigenbedarf benötigt wird.
  • Der Naturschutzbund (NABU) pflegt eigene Obstwiesen und fördert speziell den Steinkauz durch Anbringen von Brutröhren, Biotoppflege und vieles mehr

Verschiedenste Informationen zum Thema Streuobst sind über die Website der Obstbauberatung abrufbar.www.loerrach-landkreis.de/streuobst

Engagement der Stadt für den Erhalt der Streuobstwiesen

  • Pflege der städtischen Streuobstflächen
  • Neupflanzung von Streuobstbäumen und Ansaat von artenreichen Blumenwiesen
  • Ankauf von verwahrlosten Streuobstbeständen, die dann durch entsprechende Pflegemaßnahmen wieder hergerichtet werden
  • Beteiligung an der Ernteaktion "Gelbes Band - Ernten erwünscht"

Ihre Ansprechpartnerin

Miriam Drewke   Sachbearbeiterin Arten und Naturschutz
Telefon: 0 76 21 4 15-2 60  m.drewke(at)loerrach.de  Weitere Informationen
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