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Visualisierung der zukünftigen Gestaltung des Koechlin-Areals: Blick auf das DHWB-Gebäude mit Vorplatz

Das Koechlin-Areal zwischen Wiesentalstraße und Innenstadt soll vom abgeschlossenen ehemaligen Industriestandort zu einem modernen, offenen Gewerbequartier mit Aufenthaltsqualität transformiert werden. Die Stadt Lörrach und die heutige Eigentümerin des Koechlin-Areals - die Volare Group mit Sitz im Schweizerischen Suhr - haben gemeinsam erste planerische Überlegungen für die Entwicklung des Areals erarbeitet, die nun mit der Erstellung eines Rahmenplans und eines Bebauungsplans konkretisiert werden.

Historie

Das ehemalige KBC-Areal beherbergte einst mit Koechlin, Baumgartner & Cie. eine der ältesten und bekanntesten Textildruckereien Europas. Seit 1753 wurden auf dem KBC-Gelände Stoffe bedruckt, die international für die Herstellung von Textilien gefragt waren. Von der Krise in der Textilindustrie war auch die Firma KBC betroffen. Im Jahr 2018 wurde die Produktion von KBC eingestellt und der Betrieb 2023 endgültig geschlossen.

Die Stadt Lörrach erwarb im Jahr 2000 ein Teil des Geländes und gründete als Antwort auf den Strukturwandel das Innocel Innovations-Center im ehemaligen Handdruckgebäude. Das Gebäude wurde unter Berücksichtigung der historischen Bausubstanz saniert und bietet heute Raum für zukunftsorientierte Unternehmen.

Der westlich angrenzende Teil des ehemaligen KBC-Geländes zwischen Wiesentalstraße, Clara-Immerwahr-Straße und Marie-Curie-Straße gehört der Schweizer Volare Group und soll nun auch in ein modernes Quartier transformiert werden. Für das Lörracher Stadtbild weiterhin prägend ist der denkmalgeschützte Schornstein von 1921.

Aktuelle Situation

Aktuell ist das rund 9 Hektar große nahe der Lörracher Innenstadt gelegene Areal abgeschlossen von der Umgebung und untergenutzt. Die Gewerbehallen und Gebäude sind mehr und mehr marode. Gleichzeitig gibt es in Lörrach großen Bedarf für Gewerbeflächen.

Die Stadtverwaltung erhofft sich durch die Entwicklung des Areals vor allem mehr Arbeitsplätze und Gewerbesteuereinnahmen, aber auch eine Verbesserung des Stadtklimas durch Begrünung und Entsiegelung, eine Öffnung des Areals und eine städtebauliche Aufwertung.

Vision

Um wieder Leben auf das großflächige Gelände zu bringen, verfolgt die Stadt Lörrach gemeinsam mit der Eigentümerin die Entwicklung des Areals.

Visualisierung der zukünftigen Gestaltung des Koechlin-Areals mit Blick auf den Eingang des Areals. Visualisierung der zukünftigen Gestaltung des Koechlin-Areals; hier: Blick aus der Bibliothek auf das Areal

Hauptziel ist die Entwicklung zu einem modernen, nutzungsgemischten Gewerbegebiet. Es soll ein Gewerbe-, Dienstleistungs- und Bildungsquartier entstehen, in dem ein kleiner Teilbereich auch für Wohnflächen bereitsteht. Gleichzeitig ist die Entwicklung eines zentralen Platzes geplant, der Gewerbekanal soll freigelegt, Flächen entsiegelt und begrünt werden, um Aufenthaltsqualität zu schaffen und das Stadtklima zu verbessern. Die Erschließung neuer Wegeverbindungen sollen das Quartier an die Innenstadt anschließen und in Richtung Wiese öffnen. Es entsteht ein neues, begehbares Stadtquartier. Der denkmalgeschützte Schornstein soll dabei als wichtige Landmarke in der Stadt erhalten bleiben. Idealerweise wird die Geschichte des einst weltweit bekannten Industriestandorts in der Neugestaltung aufgegriffen.

Planungsprozess hat begonnen

2024 bis 2025 wurden die Grundsteine für den Planungsprozess gelegt: Ein gemeinsames Entwicklungskonzept wurde erarbeitet und Abstimmungsprozesse fanden statt. Im Oktober 2025 konnte sich die Stadtverwaltung mit der Eigentümerin in einem Kostenübernahmevertrag einigen. Die Kosten für den gemeinsamen Planungsprozess trägt die Volare-Group.

Von Januar 2026 an startete der eigentliche Planungsprozess mit der Erarbeitung des Rahmenplans und des Bebauungsplans. Zur zügigen Einigung und Realisierung der Umnutzung passt die Stadtverwaltung ihre Verfahren an. So können die Arbeiten für Rahmenplan und Bebauungsplan parallel gestartet werden. Voraussichtlich in 2027 soll der Rahmenplan fertig erstellt und in 2028 der Bebauungsplan finalisiert sein. Bis Ende 2026 könnte die Baugenehmigung für die DHBW gegeben werden.

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