Das ursprüngliche Brückenbauwerk der Rosswangbrücke war rund 100 Jahre alt und stark sanierungsbedürftig. In der Vergangenheit erwies sich die Rosswangbrücke als Nadelöhr im Wasserabfluss aus den höher gelegenen Gebieten des Münchhäuslesgraben, Löhrgraben und Tannengraben hinab zur Wiese. Besonders wenn das Niederschlagswasser Treibgut und Äste mitführte, kam es zu Problemen beim Abfluss durch die Brücke. Um die Situation an dieser Stelle zu entspannen, prüft die Stadtverwaltung mit Bürgerbeteiligung seit 2021 mögliche Optimierungen der Stelle. Eine Maßnahme davon ist der Neubau der Rosswangbrücke samt Anpassung der Regenwasserkanalisation ringsum.
Brückendurchlass erweitern und Regenwasserkanal optimieren
Ein Neubau des Brückendurchlasses hat sich als die wirtschaftlichste und technisch sinnvollste Lösung herauskristallisiert. Der neue Durchlass wurde nun auf 3,15 Meter mal 1,20 Meter erweitert, um den Fließquerschnitt zu vergrößern. Zusätzlich zur Optimierung des Durchlasses der Rosswangbrücke wurde die Kanalisation angepasst, um im Hochwasserfall auch dort Rückstau zu vermeiden. Der Regenwasserkanal wurde verlängert. Zwei Straßeneinläufe aus dem Rosswangweg wurden an die Entwässerung in der Adelhauser Straße angeschlossen, um das Wasser besser abzuleiten.
Weitere Maßnahmen des Hochwasserschutzes in Brombach sind in Bearbeitung.
Bauausführung
In der ersten Bauphase wurde der Regenwasserkanal in der Adelhauser Straße verlängert. Die Arbeiten dort dauerten etwa vier Wochen. Im Anschluss folgte in der zweiten Bauphase der Neubau der Brücke: Der erste der Schmutzwasserschächte an der Brücke wurde versetzt, um im Anschluss die Brücke zu entfernen und die neuen Brückenteile einzubauen.
Kosten
Die beauftragte Bausumme für diese vorbeugenden Maßnahmen zum Hochwasserschutz betrug rund 385 000 Euro. Für den Straßenbau und den Regenwasserkanal werden etwa 100.000 Euro fällig.