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Sperrbaken in der Hauptstrasse in Stetten im Zuge der Kanalsanierungsarbeiten auf Höhe der Fridolinschule.

Das Kanalnetz im Stadtgebiet Lörrach teilt sich in verschiedene Einzugsgebiete auf, welche den erforderlichen Regenbecken beziehungsweise Behandlungsanlagen zugeordnet sind. Das Einzugsgebiet des Mischwassersystems (das heißt Schmutz- und Regenwasser in einem Kanal) M77, welches in Stetten entlang der Hauptstraße/Zeppelinstraße verläuft, deckt den Großteil des Stadtteils Stetten ab.

Um die sichere Funktion der Entwässerungssysteme zu gewährleisten, werden die Kanäle und Schächte überprüft. Alle Schäden, die die Funktion oder den Zustand beeinträchtigen (wie etwa Risse, Ablagerungen oder nicht fachgerechte Anschlüsse), sollen im Zuge der Sanierungsmaßnahme behoben werden.

Planung

Um die Verkehrseinschränkungen möglichst gering zu halten, wird die Kanalsanierung eng mit dem Ausbau des Fernwärmenetzes koordiniert. Die Kanalsanierungsarbeiten erfolgen in zwei Bauphasen beziehungsweise Sanierungsabschnitten.

Im ersten Sanierungsabschnitt sind folgende Bereiche betroffen: Goethestrasse, Gustav-Hugo-Strasse, Hermann-Albrecht-Strasse, Schulstrasse, der Stettengasse und des Weiherwegs sowie der Straße Zwischen den Wegen.

Im Anschluss bilden die Bereiche in der Hauptstrasse, Kreuzstrasse, Pestalozzistrasse, Carl-Maria-von-Weber-Strasse, Rathausgasse, Kreuzstraße, Schönaustrasse, Weiherweg und Wilhelmweg den zweiten Sanierungsabschnitt.

Technische Umsetzung

In Stetten werden 51 Haltungen mit einer Gesamtlänge von rund 1.800 Metern und einem Durchmesser bis zu 90 Zentimetern mit Schlauchliner renoviert.

Dabei wird ein Schlauch in den bestehenden Kanal eingezogen. Mithilfe von Druckluft und Licht wird aus dem Schlauch ein zweites Rohr im Kanal hergestellt. Der Kanal wird so von innen mit einem „Liner“ saniert, ohne ihn aufzugraben. Dieses Verfahren ist besonders effektiv und zählt zu den am häufigsten eingesetzten Methoden der Kanalsanierung. Weiterer Vorteil des Renovierungsverfahrens ist, dass  keine Tiefbauarbeiten notwendig werden und damit die Bauzeit deutlich kürzer ist.

Sollte eine Sanierung mit Schlauchliner nicht möglich sein, müssen die betroffenen Kanalabschnitte aufgegraben und erneuert werden. Dabei werden die Bestandskanäle freigelegt und vollständig durch neue Rohre ersetzt.

Welche Methode eingesetzt wird, hängt von Art und Umfang der Schäden sowie von wirtschaftlichen Gesichtspunkten ab. Alle Verfahren stellen sicher, dass die Kanäle dicht, langlebig und betriebssicher sind. Je nach Maßnahme ist eine weitere Nutzung der Kanalisation für 50 bis 80 Jahre möglich.

Eigenbetrieb Abwasserbeseitigung Lörrach

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