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Ein Stapel Zeitungen und ein Tablet

Open Bridge Festival – 11-jähriges Bestehen der »Free Walls«


Da diese Feierlichkeiten der Pandemie zum Opfer fielen, wird dieses Jahr am 17. und 18. September das 11-jährige Bestehen gefeiert.

Freiflächen unter der Autobahnbrücke im Grütt für Graffitigestaltungen sind unter der Schirmherrschaft der Stadt Lörrach, des SAK – Altes Wasserwerk Lörrach und des Jugendparlaments Lörrach 2010 eingeweiht worden.

Vorangegangen war eine Initiative von Jugendlichen Sprayern um David Kaltenbach und Philipp Lossau, die sich mit anderen Akteuren für legale Flächen eingesetzt hat und an der Konzeptarbeit beteiligt war. Die »Free Walls« sollten hauptsächlich Freiflächen für Jugendliche sein, aber auch allen anderen Künstler jeden Alters offenstehen. Auch in der internationalen Graffiti-Szene sprach sich die Freiluftgalerie schnell herum. Maßgeblich beteiligt daran war Kai Hendrik Schlusche, der bekannte auswärtige Künstler nach Lörrach brachte und unterstützte.

Sprayer bekommen seither eine Genehmigung über eine „Greencard“, erhältlich beim Fachbereich Jugend, Schulen und Sport und im SAK Jugendbüro.

Neben einem vielfältigen breit angelegten Programm soll das Festival aber auch zum Anlass genommen werden, diesen Ort für Jugendkultur, Freizeitaktivitäten und Urban Art Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen aus Lörrach und dem Dreiland zugänglich zu machen. Das Programm soll zeigen, dass durch ehrenamtliches Engagement viel erreicht werden kann.

Vor dem Hintergrund der Bundestagswahlen am darauffolgenden Wochenende und dem Tag der Demokratie in Lörrach sind die „Free Walls« ein gelungenes Beispiel für gelebte Demokratie und bürgerschaftliches Engagement junger Menschen in Lörrach.

„Die Verbindung der »Free Walls« als basisdemokratische Initiative der Lörracher Jugend und der Open Bridge als Kunstgalerie mit internationalem Flair ist in Deutschland einmalig. Wir können stolz sein auf dieses Projekt, denn es sind gerade solche Projekte, die das Thema Graffiti aus dem Image des Vandalismus herausholen und es zu einer Kunstform mit wachsender Bedeutung machen,“ unterstreicht Oberbürgermeister Jörg Lutz.

Beim Open Bridge Festival dabei sind zwei international bekannte Graffiti-Künstler, eine Graffiti-Session mit regionalen Künstlerinnen und Künstlern aus der Region, Mitmachworkshops, ein Jugend-Austausch mit der französischen Partnerstadt Sens, eine Podiumsdiskussion, Gästeführungen rund um das Thema Graffiti und, falls die Pandemie-Situation es zulässt, eine Bühnenshow mit lokalen, jugendlichen Künstlern und Bands aus den Bereichen Hip Hop, Streetdance, Beatbox/Rap und DJs. Anlässlich des Festivals reisen auch Initiatoren der »Free Walls« nach Lörrach, um dem Festival beizuwohnen. Das Programm wird zeitnah detailliert vorgestellt werden.

Das Festival stößt bereits im Vorfeld auf großes Interesse und erfährt breite Unterstützung von verschiedenen Sponsoren und Spendern. Der Energie- und Umweltdienstleister badenova unterstützt das Projekt nicht nur als Premiumsponsor, sondern gestaltet im Rahmen seiner Graffiti-Projekte mit einigen Jugendlichen auch einen eigenen Pfeiler zum Thema Biodiversität. Die Spraydosen für das Festival werden über TAG Colors, einen Hersteller aus Italien bezogen, der Wert auf eine nachhaltigere Herstellung als herkömmliche Spraydosen legt. Auch die Sparkasse Lörrach-Rheinfelden und die Bürgerstiftung Lörrach unterstützten das Projekt. „Gerade nach dem letzten Jahr, in dem die Jugendlichen so viele Einschränkungen hinnehmen mussten und diese meist auch in bewundernswerter Solidarität akzeptiert haben, sehen wir in der Unterstützung des Festivals eine Möglichkeit etwas Gutes für die Jugendlichen zu tun und uns zudem bei ihnen zu bedanken“, begründet Dr. Ute Lusche, 1. Vorsitzende der Bürgerstiftung, die Unterstützung des Projektes.

Organisiert wird das Open Bridge Festival federführend vom Fachbereich Kultur und Tourismus, dem SAK, der Touristinformation, dem freischaffenden Künstler Wolfgang Krell, dem Kunst- und Kulturförderkreis Lörrach e.V. und dem Fachbereich Jugend, Schulen, Sport. Da die Veranstaltung unter der Autobahnbrücke das Wasserschutzgebiet tangiert, ist die Nutzung mit Auflagen verbunden und es dürfen nur ausgewiesene Bereiche genutzt werden.

Wer zur Graffiti-Session eingeladen wird, entscheidet ein Wettbewerb. Eingeladen sind alle Nicht-Profis und Profis, alleine oder im Team, aus der Region oder über die Landesgrenze hinaus. Bewerbungen inklusive einer Zeichnung oder Skizze des geplanten Kunstwerkes können ab sofort bis zum 5. September gesendet werden an: kultur@loerrach.de

Susanne Baldus-Spingler

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Susanne Baldus-Spingler   Fachbereichsleiterin Medien und Kommunikation, Ansprechpartnerin für Medienanfragen
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