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Immobilienpreise steigen weiter – trotz Corona


Durch einen deutlichen Anstieg der Anzahl der geschlossenen Kaufverträge im Jahr 2019 auf über 1300 wurde ein neuer Höchststand erreicht. Im Jahr 2020 sank die Anzahl der Kaufverträge wieder auf etwa 1.100. Als möglicher Grund für den Rückgang könnte die Corona-Pandemie angesehen werden. Trotz der Schwankungen in der Anzahl der Kaufverträge stieg der erzielte Umsatz stetig an und erreichte mit 316 Millionen Euro einen neuen Höchststand.

Im Vergleich zu ganz Baden-Württemberg werden, gemessen an der Einwohnerzahl, im Gebiet der Verwaltungsgemeinschaft Lörrach-Inzlingen mehr als doppelt so viele Immobiliengeschäfte getätigt.

Das Preisniveau für Wohnbaugrundstücke in Lörrach stieg durchschnittlich um rund 11 Prozent, in Inzlingen betrug der Anstieg 8,1 Prozent. Wie auch in den Vorjahren, stellen Verkäufe von Wohn- und Teileigentum mit einem Anteil von fast 80 Prozent erneut das größte Segment des örtlichen Grundstücksmarktes der bebauten Grundstücke dar. Der Hauptanteil der verkauften Wohnungen lag, wie auch in den Vorjahren, im Bereich mit Größen zwischen 80 und 110 Quadratmetern. Wie schon in den Vorjahren hat sich die überdurchschnittliche Preissteigerung bei Eigentumswohnungen fortgesetzt. Allerdings ist die Preissteigerung im Vergleich zu den Jahren 2017 und 2018 von circa 20 auf 15 Prozent zurückgegangen.

Die Einteilung des Stadtgebietes in 31 Richtwertzonen wurde beibehalten. In allen Zonen sind die Durchschnittswerte angestiegen. Die einzige Ausnahme bilden die Handels- und Gewerbeflächen der Ortsteile. Hier haben sich die Durchschnittswerte der Vorjahre bestätigt.

Im Innenstadtbereich hat sich der Preisanstieg der Bodenwerte im Vergleich zu den Jahren 2017/2018 nahezu halbiert. Durchschnittlich stiegen die Bodenwerte im Innenstadtbereich je nach Lage zwischen 30 und 90 Euro/Quadratmeter, was einem durchschnittlichen Zuwachs von 5,6 Prozent entspricht.

Der vorgenannte Rückgang des Preisanstiegs ist ebenfalls in den Mischgebieten zu beobachten. Dort ergaben sich eine durchschnittliche Erhöhung um 14,9 Prozent mit Bodenwertsteigerungen zwischen 60 und 80 Euro/Quadratmeter. In den Wohngebieten ergaben sich, je nach Lage, Erhöhungen zwischen 30 und 70 Euro/Quadratmeter. Die durchschnittliche Bodenwertsteigerung beträgt in dieser Zonengruppe 11,0 Prozent.

Gewerbeflächen für das produzierende Gewerbe kosten in der Kernstadt 160 Euro/Quadratmeter und in den Ortsteilen 140 Euro/Quadratmeter. Flächen für Groß- und Einzelhandel sind in der Kernstadt um 10 Euro/Quadratmeter teurer geworden. In den Ortsteilen haben sich die Werte aus den Vorjahren bestätigt.

Die Preise für Grundstücke in ausgewiesenen Gartenhausgebieten blieben in der Kernstadt und auch den Ortsteilen stabil.

Für land- und forstwirtschaftliche Flächen wurden in der Kernstadt, in den Ortsteilen und in Inzlingen zwischen 10 und 30 Cent/Quadratmeter mehr bezahlt. Preisminderungen zwischen 10 und 20 Cent/Quadratmeter gab es bei forstwirtschaftlichen Flächen der Ortsteile, sowie bei Ackerlandflächen in Inzlingen.

Die größten Preisanstiege waren, wie auch in den vergangenen Jahren, bei den Eigentumswohnungen zu verzeichnen. Weiter fortgesetzt hat sich auch die höhere Preissteigerung bei älteren Wohnungen im Vergleich zu Neubauwohnungen. Während Neubauwohnungen durchschnittlich 10 Prozent teurer wurden, betragen Preissteigerungen bei den älteren Wohnungen circa 18 Prozent.

Die Preissteigerungen betreffen, wie auch in der Vorperiode,

alle Größen und Altersklassen und sind in den beiden vergangenen Jahren um rund 15,6 Prozent gestiegen. Positiv zu vermerken ist, dass die durchschnittliche Preissteigerung für alle Eigentumswohnungen im Vergleich zur Vorperiode deutlich zurückgegangen ist.

Eine signifikante Abhängigkeit von Größe der Wohnung und Preissteigerung ist, anders als in den Vorjahren, nicht erkennbar.

Im Jahr 2019 hat sich die Anzahl der verkauften Neubauwohnungen gegenüber der Vorperiode mehr als verdoppelt und markiert damit die zweithöchste, jemals registrierte Anzahl. Im Folgejahr sank die Anzahl der verkauften Neubauwohnungen zwar wieder, lag aber immer noch deutlich über dem Mittel der letzten 10 Jahre.

Für Penthousewohnungen wurden im Vergleich zu dem darunterliegenden Geschoss durchschnittlich 20 Prozent höhere Preise erzielt. Trotz des höheren Kaufpreises besteht eine große Nachfrage nach dieser Wohnungsart, so dass diese Wohnungen meist zuerst verkauft werden.

Der Gutachterausschuss hat in den beiden vergangenen Jahren insgesamt 79 Gutachten mit einem Gesamtwert von rund 43 Millionen Euro erstellt. Daneben wurden die Einwurfs- und Zuteilungswerte von Umlegungen ermittelt und Wertermittlungen für zahlreiche Sonderprojekte erstellt.

Die neuen Bodenrichtwerte sind kostenfrei bei der Geschäftsstelle des Gutachterausschusses oder im Internet unter www.loerrach.de über den Link zum Geoportal für jeden Bürger einzusehen. Der ausführliche Jahresbericht kann zum Preis von 40 Euro bei der Geschäftsstelle (Gutachterausschuss@loerrach.de Tel. 415 454) erworben werden.

Susanne Baldus-Spingler

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Susanne Baldus-Spingler   Fachbereichsleiterin Medien und Kommunikation, Ansprechpartnerin für Medienanfragen
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