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Stadt Lörrach definiert sicherheitstechnische Standards für die städtischen Liegenschaften


Gleichzeitig erfolgte die digitale Umstellung der Dokumentation und Handhabe der sicherheitstechnischen Standards. Im Ausschuss für Umwelt und Technik legte das Büro einen Zwischenbericht vor.

In einem ersten Schritt erfolgte die digitale Dokumentation der relevanten Unterlagen und Nachweise mit den Schwerpunkten Brandschutz, Arbeits- und Unfallschutz, Wartungsnachweise für haustechnische Anlagen und allgemeine sicherheitstechnische Unterlagen. Diese Dokumentation, zusammengefasst jeweils in einer Gebäudematrix, ist die Grundlage für die nachfolgende und fortlaufende Betrachtung und die Ableitung notwendiger Maßnahmen.

Mit der Beauftragung des Ingenieurbüros konnten 83 Prozent (Stand 1. April 2021) aller relevanten Nachweise für die städtischen Gebäude dokumentiert werden, die Vervollständigung erfolgt in den kommenden Monaten. Die qualitative Bewertung und Priorisierung anstehender Maßnahmen an und in den jeweiligen Gebäuden umfasst der zweite Schritt. Hier sind in einem ersten Handlungsstrang für sämtliche Schulen konkrete Aufgaben mit zu klärenden sicherheitstechnischen Fragestellungen erstellt worden, die nach der jeweiligen Priorität geordnet nachfolgend bearbeitet werden. Die jeweiligen Aufgabenstellungen wurden ab diesem Zeitpunkt mit allen Schulleitungen abgestimmt, mit dem Ziel einer transparenten Handhabe, um dann im dritten Schritt des Verfahrens die festgestellten Mängel mit geeigneten Maßnahmen bereinigen zu können.

Zu diesem Zweck wurden die 161 Liegenschaften in Kategorien gegliedert und mit Prioritäten versehen. Die 18 Schulen in städtischer Trägerschaft wie auch die elf Kindertagesstätten bilden die Kategorien eins und zwei, die Sport-und Festhallen und Versammlungsstätten (19), Rathäuser (5), sowie zahlreiche Tiefgaragen, Feuerwehrhäuser, Friedhöfe, Sportstätten und sonstige Gebäude bilden die nachfolgenden.

Zu den sicherheitstechnischen Standards zählen Brandschutzkonzepte beziehungsweise Stellungnahmen, notwendige durchgeführte Brandverhütungsschauen, Brandschutzordnung, Flucht- und Rettungspläne, Feuerwehrpläne, Gefährdungsbeurteilungen und Begehungsberichte, E-Checks ortsbewegliche und ortsfesten Anlagen und Blitzschutz. Zukünftig wird die Erfassung der jeweiligen Nachweise und Dokumentationen standardisiert und digitalisiert.

„Ich freue mich, dass wir für unsere städtischen Liegenschaften mit dieser sicherheitstechnischen Untersuchung eine gute und verlässliche Grundlage für die zukünftige Zusammenarbeit mit den jeweiligen Nutzern und Menschen vor Ort sicherstellen können, Maßnahmen einleiten und zu jedem Zeitpunkt fachkundig Auskunft geben können,“ fasst Bürgermeisterin Monika Neuhöfer-Avdić die Entwicklung zusammen. „Unser Ziel ist es, ein Instrument zu etablieren, mit dessen Hilfe wir Lücken aufdecken können, um handlungsfähig zu sein, für jedes Gebäude ganz individuell.“

Im Rahmen dieser gebäudespezifischen Untersuchung wurde an der Hellbergschule aktuell die Nutzung Räume im Dachgeschoss des Alten Schulhauses als Arbeitsräume hinterfragt. Um diese Nutzung brandschutzrechtlich beurteilen zu können, fand am 15. April eine Feuerwehrübung mit Drehleiter vor Ort statt. Das Ergebnis ist, dass die Nutzung der Arbeitsräume im Dachgeschoss nicht länger möglich ist. Die Schulleitung ist informiert, ein alternatives Raumangebot wird aktuell mit der Schulleitung abgestimmt.

Susanne Baldus-Spingler

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