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Ein Stapel Zeitungen und ein Tablet

Verleihung der Lisa Rees-Medaille an Gerhard Moehring, Christine Langen von Unicef und den Arbeitskreis Miteinander, AKM


Gerhard Moehring hat das Museum am Burghof (heute Dreiländermuseum) Anfang der sechziger Jahre gegründet und hat es mit aufgebaut. Jahrelang war er dessen Leiter und hat sein Engagement im und für das Museum bis ins hohe Alter nicht aufgegeben. Neben seinem Hauptberuf als Lehrer hielt er Vorträge über Heimatgeschichte und Denkmalpflege und war Mitherausgeber der Lörracher Jahrbücher. Der Laudator Guido Neidinger würdigte Herrn Moehring für sein Lebenswerk und das immense Engagement, mit dem er sich in Lörrach verdient gemacht hat.
 
Christine Langen hat im Jahr 2007 die Leitung der Unicef Arbeitsgruppe übernommen und zeitgleich die Jugendgruppe gegründet. Seither ist sie unermüdlich im Einsatz für die Kinder in der ganzen Welt und auch für Kinder und Jugendliche in Lörrach. Sie setzt feste Akzente im Stadtleben, wie beispielsweise die Pflanzung
eines Kinderrechtsbaumes, sie organisiert Kinderrechtsfeste, Benefizabende, Konzerte und Klimaaktionen, aber auch regelmäßige Waldputzeten. Bei „Grandparents for future“ ist sie Gründungsmitglied und auch im Familiengottesdienstteam an der Stadtkirche ist sie stark eingebunden. Laudator Oliver Bohn hob in seiner Rede die Vorbildfunktion von Christine Langen hervor und drei Dinge, die sich nach seinem Gespräch mit Frau Langen fest verankert haben: „1. Handeln und Teilen hebt das Selbstwertgefühl und steigert das Glück. 2. Ehrenamt wird durch Vermehrung des eigenen Glücks bezahlt. 3. Wahrer Reichtum ist nicht monetär, wahrer Reichtum bedeutet Glück, das durch Gemeinschaft entsteht.“ Er schloß mit der Feststellung, dass somit vermutlich einer der reichsten Menschen unserer Stadt geehrt wird.
 
Der Arbeitskreis Miteinander (AKM) ist ein gemeinnütziger Verein, der sich überparteilich und überkonfessionell für die Interessen von hier lebenden Asylbewerberinnen und -bewerbern und Geflüchteten einsetzt. Gegründet wurde er vor rund zwanzig Jahren als Reaktion auf gewalttätige Ausschreitungen gegen diese Personengruppe in den Jahren 1991 und 1992. Seither begleiten die Vereinsmitglieder Geflüchtete Menschen in allen Belangen des Alltags und engagieren sich in der politischen Arbeit und den lokalen Gremien. Sie setzen sich mit Herzblut dafür ein, dass Zuwanderer am kulturellen und gesellschaftlichen Leben teilnehmen können, und dass deren Kinder in Schule und Ausbildung die gleichen Chancen bekommen wie deutsche Jugendliche.
In seiner Laudatio freut sich Michael Schmitt-Mittermeier über die Entscheidung der zehnköpfigen Jury, das Engagement für eine Personengruppe zu würdigen, die oftmals immer noch im Schatten unserer Gesellschaft steht.
 
Die Lisa Rees-Medaille
Die Lisa Rees-Medaille wird das zweite Mal für herausragendes ehrenamtliches Engagement oder Beispiel gebende Projekte von Bürgerinnen und Bürgern, die in Lörrach wohnen und wirken oder Organisationen und Initiativen, die in Lörrach und für die Stadtgesellschaft wirken vergeben. Gewürdigt wird spezielles oder langjähriges Engagement in den Kategorien Kultur, Soziales, Sport, Jugend, Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft. Über die Preisträger, die im Rahmen des städtischen Neujahrsempfangs im Burghof ausgezeichnet werden, entscheidet die zehnköpfige Jury. Die Auszeichnung ist ein Zeichen des Dankes der Stadt an ihre ehrenamtlich tätigen Bürgerinnen und Bürger.
Susanne Baldus-Spingler

Ihre Ansprechpartnerin

Susanne Baldus-Spingler   Fachbereichsleiterin Medien und Kommunikation
Telefon: 0 76 21 4 15-1 07  s.baldus-spingler@loerrach.de  Weitere Informationen
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