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Ein Stapel Zeitungen und ein Tablet

Maßnahmen zur klimafreundlicheren Mobilität




Hierzu will die Stadt klimafreundliche Mobilitätsformen, wie beispielsweise Fuß- und Radverkehr sowie ÖPNV, fördern.
                                                                                         
„In Lörrach sind zahlreiche Strecken zu Fuß oder mit dem Fahrrad gut zu erreichen. Für längere Strecken steht mit dem 1 Euro-Ticket ein attraktives Angebot im ÖPNV parat“, erklärt Oberbürgermeister Jörg Lutz. „Für die Fortbewegung in Lörrach kann auf das eigene Auto in den meisten Fällen verzichtet werden.“
Fußverkehr
Für den Fußverkehr gab es letztes Jahr den Fußverkehrs-Check, bei dem in zwei Begehungen in Brombach und im Bereich nördliche Innenstadt mit Bürgern und Interessenvertretern die Situation der Fußgänger vor Ort begutachtet und bewertet wurden. In einem Abschlussbericht werden die Ergebnisse des Fußverkehrs-Checks zusammengefasst und Hinweise für die weitere Fußverkehrsförderung gegeben. Der Bericht wird im September den politischen Gremien und der Öffentlichkeit vorgestellt.
 
Die Stadt Lörrach bewirbt sich für die Aktion „1.000 Zebrastreifen für Baden-Württemberg - Aktionsprogramm Sichere Straßenquerung“ des Ministeriums für Verkehr Baden-Württemberg. Das Land unterstützt sechs Kommunen dabei, mehr sichere Querungen für den Fußverkehr einzurichten. Die ausgewählten Kommunen erhält ein auf die Kommune zugeschnittenes Zebrastreifen-Konzept durch das Fachbüro, welches auch den Fußverkehrs-Check durchgeführt hatte. „Wir würden uns sehr freuen, wenn wir für das Programm ausgewählt werden würden“, erklärt Klaus Dullisch, Fachbereichsleiter Straßen, Verkehr, Sicherheit.
Ungeachtet des landesweiten Aktionsprogramms hat die Stadt in der Öttlinger Straße einen neuen Zebrastreifen eingerichtet. Ein weiterer Zebrastreifen wird zurzeit in der Franz-Ehret-Straße in Höhe der Schöpflin-Stiftung/Sporthalle Brombach geplant. Der Einrichtung neuer Zebrastreifen wird durch einen Erlass des Ministeriums für Verkehr gefördert, der unter anderem den Einsatz von Zebrastreifen in Tempo 30 Zonen erleichtert.
Neben neuen Zebrastreifen investiert die Stadt auch in sichere Fußwege. So wurden die zwei Unterführungen Rathaus Lörrach / Agentur für Arbeit und Hebelpark /Eulerstraße mit LED-Lampen ausgestattet. Dadurch sind die Wege viel besser ausgeleuchtet.
 
Radverkehr
Für den Radverkehr steht seit einiger Zeit ein zweiter stationärer Fahrradzähler an der Pendlerroute Ost, in der Hartmattenstraße in Höhe des Hauptfriedhofs. Gemeinsam mit dem Fahrradzähler am Parkschwimmbad liefern die beiden Messstationen valide Zahlen zum Radverkehr in Lörrach. So haben den Fahrradzähler am Berliner Platz seit der Einrichtung im Juli 2013 insgesamt 1.235.011 Radler passiert. Der zweite Zähler steht seit November 2018 und hat bisher 313.928 Radler registriert. Während der Zähler am Berliner Platz nur Fahrradfahrer stadteinwärts aufzeichnet, werden am Hauptfriedhof beide Fahrtrichtungen erfasst. Das hohe Aufkommen zeigt die Bedeutung der zwei Routen für den Radverkehr. Die Stadt entwickelt gerade eine Prioritätenliste, um weitere Verbesserungen auf den beiden Strecken umzusetzen. Weiterhin ist eine sehr gute Anbindung des neuen Zentralklinikums in Abstimmung.
Die Stadt sucht zurzeit auch nach weiteren Abstellplätzen für Zweiräder (Fahrrad, Roller, Motorrad) und will 2020 weitere Abstellmöglichkeiten schaffen.
 
Ticket 4 Lörrach („1-Euro-Ticket“)
Seit einem Monat ist das 1 Euro-Ticket im Lörracher Stadtgebiet für Bus und S-Bahn inzwischen gültig. Das Ticket ist als Viererkarte für vier Euro erhältlich, das heißt eine Fahrt kostet einen Euro. Seit dem Verkaufsstart wurden in den 23 Verkaufsstellen rund 9.500 Viererkarten verkauft, wobei ein Großteil der Tickets bei den innenstadtnahen Verkaufsstellen über die Ladentheke ging. Viele Kunden kauften sich die Tickets auch auf Vorrat. Im Herbst kommen nochmals weitere Verkaufsstellen hinzu.
Die Umstellung auf das 1 Euro-Ticket lief weitestgehend reibungslos. Die Busfahrer der SWEG verzeichneten keine besonderen Vorkommnisse. Unsicherheiten gab es bei Fragen zur Mitnahme von Kindern und Hunden, die ebenfalls pro Fahrt ein 1-Euro-Ticket benötigen. Auch war einigen Kunden nicht bewusst, dass sich der Geltungsbereich auf die Stadt inklusive Ortsteile beschränkt und nicht für die gesamte Tarifzone 1 gültig ist.
 
JobTicket
Das JobTicket der Stadt Lörrach wird derzeit von 105 Mitarbeitern der Stadtverwaltung und Eigenbetriebe in Anspruch genommen, rund ein Siebtel der Gesamtbelegschaft. Beim Start Anfang des Jahres hatten etwa 54 Personen bereits eine JobCard beim RVL und sind auf das JobTicket Stadt Lörrach umgestiegen. Die restlichen 51 Mitarbeiter sind Neukunden. Sechs Mitarbeiter haben im Laufe des Jahres ihre Parkberechtigung für den Stellplatz in der Rathaustiefgarage abgegeben und sind auf das JobTicket Stadt Lörrach umgestiegen. Bei rund 220 Arbeitstagen pro Jahr wurden pro Mitarbeiter 440 Fahrten eingespart, insgesamt also 2640 Fahrten pro Jahr.
Die frei gewordenen Tiefgaragenplätze können anderweitig vergeben werden, was bei der Knappheit an Plätzen eine Entlastung darstellt. Zum Vergleich: Der Neubau eines Tiefgaragenplatzes kostet etwa 30.000 Euro.
 
Parkplätze für Pendler
Neben den Angeboten für den ÖPNV wird die Einrichtung von Pendlerparkplätzen entlang der S-Bahnlinie forciert. In einem ersten Schritt werden auf dem Füssler-Areal an der S-Bahn-Haltestelle Messe/Haagen provisorisch etwa 85 Parkplätze eingerichtet. Die Herstellung der Parkplätze wird im Oktober 2019 erfolgen. Der Pendlerparkplatz „Füssler Areal“ wird mitfinanziert durch den Pendlerfond des Kantons Basel-Stadt.
 
E-Mobilität
Die Stadt wird, nachdem seit Ende Juli 2019 der Förderbescheid vorliegt, mit der Erarbeitung eines E-Mobilitätskonzepts beginnen. Der Bund wird das Konzept mit maximal 80.000 Euro fördern. Geplant wird mit Kosten von rund 100.000 Euro. Die Kernthemen des Konzeptes sind die Verdichtung des Ladenetzes für E-Bike und E-Auto sowie die Umstellung des betrieblichen Fuhrparks auf E-Fahrzeuge. Das Konzept soll bis Ende 2020 erstellt sein.
 
Die Stadtverwaltung verfügt derzeit über acht E-Bikes. Die Eigenbetriebe Werkhof, Stadtgrün, Bäderbetriebe und Abwasser nutzen jeweils ein E-Bike für Dienstfahrten. Der Gemeindevollzugdienst/ Fachbereich Straßen, Verkehr und Sicherheit hat drei E-Bikes im Einsatz und für allgemeine Dienstfahrten steht noch ein E-Bike bereit. Ergänzt wird die E- Flotte durch einen E-Smart, der seit 2014 für Dienstfahrten zur Verfügung steht sowie einen elektrisch betriebenen Kleinlaster beim Werkhof. Außerdem beteiligt sich die Stadt auch am Carsharing.
Susanne Baldus-Spingler

Ihre Ansprechpartnerin

Susanne Baldus-Spingler   Fachbereichsleiterin Medien und Kommunikation
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