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Ein Stapel Zeitungen und ein Tablet

Geplante Bebauung am Krottenweiher


Die Stadtverwaltung nutzt den Anlass, um den Sachverhalt einer Bebauung am Krottenweiher und den erfolgten Baumfällungen auf dem betroffenen Grundstück zu erläutern.
 
Im November 2018 ging eine Bauvoranfrage beim Fachbereich Baurecht ein.  Während der Prüfung des laufenden Verfahrens wurde die Stadt Lörrach am 29. Januar 2019 von der Nachbarschaft informiert, dass Bäume gefällt wurden. Daraufhin wurde seitens der Fachbehörde – der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises die Fällung gestoppt und ein artenschutzrechtliches Gutachten gefordert. Nach Mitteilung der Fachbehörde gegenüber der Stadt Lörrach vom 20. März 2019 fand am 28. Februar 2019 ein gemeinsamer Ortstermin dieser Behörde mit dem im Vorfeld vom Grundstückseigentümer beauftragten und zertifizierten Baumkontrolleur statt. Der Ortstermin bestätigte das vorgelegte Gutachten: Die Eichen hatten unter anderem eine große Fäulnisstelle im Wurzelansatz, zum Teil Schäden im Kronenbereich, die Verkehrssicherheit war dadurch gefährdet. Die Untere Naturschutzbehörde bestätigte unabhängig von der Frage der Zulässigkeit einer Bebauung die Fällung, da auch keine artenschutzrechtlichen Bedenken bestanden. Da es sich beim betroffenen Grundstück um eine gärtnerisch genutzte Grundfläche handelt, griffen die Verbotstatbestände für die Fällung der Bäume nach Bundesnaturschutzgesetz nicht.
 
Im Antragsverfahren wurden der Stadt Lörrach verschiedene  Unterlagen, wie das artenschutzrechtliche Gutachten, ein fachlicher Vermerk zum Antrag des Bauherrn zur Baumfällung und ein Geotechnischer Bericht, am 22. März 2019 bei einem Termin mit dem Bauherrn nachgereicht. Seit dem 7. Mai 2019 liegen alle baurechtlich erforderlichen Stellungnahmen und Mitwirkungen vor.  Das Landratsamt Lörrach, Fachbereich Umwelt, hat keine grundsätzlichen Bedenken geäußert, sofern die biotopschutzrechtlichen und artenschutzrechtlichen Belange des Krottenweihers bei einer Bebauung berücksichtigt werden.
 
Da soweit ersichtlich die planungsrechtlichen Festsetzungen beachtet wurden, wurde die Ausnahme für eine Bebauung in zweiter Reihe im Rahmen der Bauvoranfrage in Aussicht gestellt.
Grundsätzlich mit der Maßgabe einer abschließenden Überprüfung im Bauantragsverfahren. Zentraler Punkt dieser Überprüfung ist der  Nachweis der Wasserzufuhr zum Erhalt des Weihers durch entsprechende Gutachten. Nur dann kann eine Ausnahme erteilt werden. Aufgrund der gesetzlich vorgeschriebenen Entscheidungsfristen wurde der Bauvorbescheid im Juni 2019 erteilt.
Bereits in früheren Jahren wurden für ein benachbartes Grundstück und für das Weihergrundstück Anträge auf Bauvorbescheide zum Neubau von Wohngebäuden gestellt. Diese wurden nach Beratung in den betreffenden kommunalen Ausschüssen und in Abstimmung der Fachbehörden genehmigt, ebenfalls mit dem Hinweis des Nachweises zum Erhalt des Weihers.
 
Der Weiher ist sowohl über den bestehenden Bebauungsplan als auch das Naturschutzgesetz in seinem Erhalt geschützt.
 
Die Stadt wird im Bauantragsverfahren vom Bauherrn fordern, dass ein die tatsächliche Bebauung angepasstes geologisches Gutachten, ein hydrologisches beziehungsweise hydrogeologisches Gutachten zum Erhalt des Krottenweihers sowie ein Freiflächengestaltungsplan vorgelegt werden. Sollte nach diesem Gutachten eine Bebauung möglich sein, werden entsprechende Maßnahmen in die Baugenehmigung aufgenommen.  Ein Bauantrag liegt derzeit noch nicht vor.
 
Die zahlreichen Besucher, denen der Weiher sehr am Herzen liegt, gaben in der Gemeinderatssitzung zu bedenken, dass nicht nur der Weiher an sich, sondern auch der gesamte Lebensraum der geschützten Tiere im Weiher zu erhalten ist. Weitere Fragen befassten sich mit dem Artenschutz, den zum Teil bereits vorliegenden Gutachten und der Zulässigkeit einer Bebauung in zweiter Reihe.
Die Stadt Lörrach wird die Hinweise über die Sommerferien aufarbeiten und danach wieder in den Gremien berichten.
Susanne Baldus-Spingler

Ihre Ansprechpartnerin

Susanne Baldus-Spingler   Fachbereichsleiterin Medien und Kommunikation
Telefon: 0 76 21 4 15-1 07  s.baldus-spingler@loerrach.de  Weitere Informationen
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