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Ein Stapel Zeitungen und ein Tablet

Pflege der städtischen Wiesen


Foto: Pyramiden-Hundswurz

Auf dem Großteil der Wiesenflächen, mit Ausnahme der Flächen, die aus verkehrssicherheitsrechtlichen Gründen kurz gehalten werden, wird zwei Mal jährlich gemäht. Diese zweimalige Mahd mit dem Abräumen der Flächen Ende Mai bis Mitte Juni und dann nochmals im September, lehnt sich an die Jahrhunderte alte Pflege der Wiesen aus der bäuerlichen Landwirtschaft an.
Erst durch die Intensivierung der Landwirtschaft mit hohen Düngergaben und 3-4 Rückschnitten im Jahr verschwanden dann Blumen und Kräuter aus den Wiesen.
Die klassische Pflege mit zwei Schnitten im Jahr benötigen die daran angepassten Wiesenkräuter, so werden die Flächen artenreich erhalten und die Nachblüte kann im Juli/August erfolgen. Dadurch wird auch eine Verbuschung der Fläche vermieden.
 
Problematisch sind die Wiesenflächen entlang der Bahntrassen, dort ist die Ausbreitung von Neophyten, wie beispielsweise Japanknöterich, Kanadische Goldrute, sehr hoch. Aber auch das Jakobskreuzkraut hat sich dort, begünstigt durch die Dürre im letzten Jahr, stark vermehrt. Breitet es sich in den Wiesen aus, kann das Heu wegen seiner Giftigkeit nicht mehr verfüttert werden.
 
Auf sechs Hektar städtischen Wiesenflächen wird die klassische Mahd schon durchgeführt. Speziell dafür wurden vor zwei Jahren ein Mähbalken und ein Heuschwader angeschafft, um eine naturschonende Bewirtschaftung der Flächen zu ermöglichen. Die Vergrößerung der Wiesenflächen ist im August geplant, wenn im ehemaligen Kleingartenbereich Hummel und im Grüttpark neue Blumenwiesen eingesät werden.
Speziell gepflegt werden die Magerwiesen und die Orchideenbestände in den städtischen Flächen, wo die Pyramiden-Hundswurz und das prächtige Knabenkraut gedeihen. Zudem wurden auch blühende Hochstaudensäume, Schmetterlings- und Wildbienensäume angelegt.
Alle Maßnahmen sorgen dafür, dass bei den vielen, teilweise kleingliedrigen Flächen die Biodiversität der Wildpflanzen zum Schutz der einheimischen Insekten erhalten bleibt.
Susanne Baldus-Spingler

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Susanne Baldus-Spingler   Fachbereichsleiterin Medien und Kommunikation
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