Volltextsuche auf: https://www.loerrach.de
Volltextsuche auf: https://www.loerrach.de
Ein Stapel Zeitungen und ein Tablet

Die besten Bücher für die Pfingstferien


von links nach rechts: Sabine Dietrich, Thu Minh Nguyen, Franziska Kufner, Semra Asik, Maike Wilsch, Foto: Stadtbibliothek Lörrach

Bibliothekarin Franziska Kufner begeisterte der Debütroman „Was dann nachher so schön fliegt“ von Kolumnist Hilmar Klute.
Der ambitionierte Jung-Lyriker Volker träumt während seines Zivildienstes in einem Altenheim von einer Karriere als gefeierter Schriftsteller. Mit einem bei einem Kurztrip nach Paris entstandenen Gedicht gewinnt er die Teilnahme an einem Treffen für Nachwuchsschriftsteller in West-Berlin. In der geteilten Stadt lernt er seine Idole aus der Gruppe 47 kennen, aber auch andere Nachwuchsschriftsteller – und vor allem Katja. Es entwickelt sich ein Roadmovie, das die Schönheit der Sprache in allen ihren Facetten feiert.
 
Bibliotheksleiterin Sabine Dietrich schätzt die klare und konzentrierte Sprache der Freiburger Autorin Annette Pehnt. Deren neues Buch „Café Augenblick – Geschichten über das Leben im Hier und Jetzt“ enthält feinsinnige Betrachtungen der kleinen und großen Momente des Alltags.
Geschichten, die auch im Alltagstrubel eine kleine Auszeit erlauben und wunderbar helfen, sich auf den Urlaub einzustimmen oder ihn nachklingen zu lassen. Ein Buch zum In-die-Tasche-Stecken und Zwischendurch-Lesen im Café, auf einer Bank in der Sonne oder in der Mittagspause.
 
„Nacht im Central Park“ von Guillaume Musso riss Fachangestellte Semra Asik von der ersten Seite an mit. Ohne einen einzigen Moment der Langatmigkeit lässt das Buch bis zur letzten Seite nicht an Spannung nach.
Die Hauptfiguren Alice und Gabriel wachen aneinander gefesselt auf einer Parkbank im Central Park in New York auf. Von wem stammen die Blutflecken auf Alices T-Shirt? Wieso trägt sie eine Waffe bei sich, in der eine Kugel fehlt?
Semra Asik hat dieses spannende Buch förmlich in einem Zug verschlungen.
 
Fachangestellte Giuseppina Pascarella-Dogan empfiehlt „Die zehn Lieben des Nishino“ von Hiromi Kawakami. Die japanische Autorin erzählt in zehn Etappen aus dem Leben des Protagonisten Nishino: Ein Mann, der lieben will, es jedoch nicht kann. In jeder Geschichte kommt eine der Frauen zu Wort, die sein Leben berührt haben. Die Liebesgeschichten geben einen bittersüßen Einblick in die Gefühlswelt der Frauen in Japan. Ein stiller und poetischer Roman. Ebenfalls lesenswert: „Der Himmel ist blau, die Erde ist weiß“ von derselben Autorin.
 
Nähe hat viele Gesichter. In acht Geschichten über Liebe, Einsamkeit, Untreue, Vatergefühle und Bedingungslosigkeit erklärt Giovanni Frazzetto in „Nähe – wie wir lieben und begehren“ die Gefühle und Handlungen seiner Figuren mit Hilfe wissenschaftlicher Fakten. Er erzählt, wie Menschen versuchen, einander näherzukommen – und welche Rolle Hormone, Gene und soziale Normen dabei spielen.
Bibliotheksangestellte Mirka Praskova hat diese gelungene Verknüpfung fachlicher Informationen und kurzweiliger Geschichten begeistert.
 
Bibliothekarin Maike Wilsch möchte als begeisterte Sachbuch-Leserin allen die Lektüre des brandaktuellen Titels „Losing Earth“ ans Herz legen. Autor Nathaniel Rich berichtet darin vom Scheitern der Klimaschutzbewegung in den USA der 80er-Jahre. Obwohl damals bereits bekannt war, dass die Erde sich in den kommenden Jahrzehnten durch die zunehmende Nutzung von Kohle, Gas und Öl auf dramatische Weise erwärmen würde, schaffte es die Wirtschaftslobby, diese Tatsache aus dem öffentlichen Bewusstsein zu verdrängen.
Die Reportage folgt dem jungen Umweltlobbyisten Rafe Pomerance bei seinem Versuch, dagegen anzukämpfen – und endet mit der gescheiterten Klimakonferenz 1989, bei der die USA jegliche verbindliche Regelung blockierten.
Das Buch macht klar, welche große Chance damals verspielt wurde – und lässt erahnen, gegen welche mächtigen Gegner sich aktuelle Bewegungen, die sich für die Eindämmung der globalen Erwärmung einsetzen, durchsetzen werden müssen.
Ein hochaktueller Wissenschaftsthriller der besonderen Art!
 
Ein ganz besonderes Kinderbuch für Leseanfänger möchte Fachangestellte Thu Minh Nguyen empfehlen: In „Trudel Gedudel purzelt vom Zaun“ erzählen Eva Muszynski und Karsten Teich vom Huhn „Trudel Gedudel“, das auf einem Hühnerhof lebt und keine Ahnung hat von der weiten Welt da draußen. Nur Gräten-Käthe, die Möwe, kommt manchmal vorbeigeflogen, um von ihren Abenteuern zu erzählen.
Eines Tages flattert Trudel nach einem Streit mit den Truthähnen Ete und Petete über den Zaun und sieht zum ersten Mal das Meer… Ein lustiges Vorlesebuch für Kinder, bei dem auch Erwachsene ihren Spaß haben und erinnert werden, dass man ab und zu über den eigenen Tellerrand schauen sollte…
Susanne Baldus-Spingler

Ihre Ansprechpartnerin

Susanne Baldus-Spingler   Fachbereichsleiterin Medien und Kommunikation
Telefon: 0 76 21 4 15-1 07  s.baldus-spingler@loerrach.de  Weitere Informationen
Nach oben
Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass unsere Dienste Cookies verwenden. Mehr erfahren OK