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Ein Stapel Zeitungen und ein Tablet

Grünes Licht für das Areal „Alte Weberei Conrad“


Damit wird der letzte Meilenstein der Stadt Lörrach in einem gelungenen städtebaulichen Projekt erreicht.
 
Mit dem Satzungsbeschluss durch den Gemeinderat fällt der Startschuss für die Bauarbeiten des Erweiterungsbaus des Landratsamtes sowie für die Wohnbebauung durch die Wohnbau Lörrach. Der Flächennutzungsplan sieht an dieser Stelle eine Mischbebauung von „Wohnen und Verwaltung“ vor. Das Ziel der städtebaulichen Planungen ist es, auf diesem zentralen Areal, in unmittelbarer Nähe zum Haupt- und Busbahnhof eine optimale Flächennutzung mit verdichteter Wohnbebauung zu erreichen. „Gerade in innerstädtischen Lagen stellt eine mischgenutzte Bebauung einen städtebaulichen Idealzustand dar,“ verweist Bürgermeisterin Monika Neuhöfer-Avdić mit Blick auf die gelungenen Planungen.
 
Planungsrecht
Für weite Teile des Areals der „Alten Weberei Conrad“ ist kein Bebauungsplan vorhanden. Die geplanten Wohngebäude benötigen zur Realisierung keinen Bebauungsplan, da sie auf Grund ihrer Stellung, Kubatur und Höhe nach Paragraph 34 des Baugesetzbuches genehmigt werden können. Der Paragraph regelt die Zulässigkeit von Bauvorhaben innerhalb der im Zusammenhang bebauten Ortsteile. Der siebenstöckige Neubau des Landratsamtes hingegen weicht von der Eigenart der Umgebungsbebauung besonders durch die Gebäudehöhe ab, womit Auswirkungen auf das bestehende Ortsbild gegeben sind. Planungsrechtlich muss dieser Neubau daher über einen Bebauungsplan geregelt werden, über dessen Satzungsbeschluss der Gemeinderat in seiner Sitzung 23. Mai entscheiden wird.  
Die eingegangenen Stellungnahmen im Zuge der Öffentlichkeitsbeteiligung haben keine grundlegenden Änderungen der Planunterlagen ergeben. Zur schalltechnischen Bewertung der Tiefgarageneinfahrt, wurde seitens der Stadt Lörrach eine gutachterliche Stellungnahme eingeholt, welche die Machbarkeit bestätigte. So erfolgt die Erschließung für die PKW-Stellplätze der Wohnanlage sowie des Landratsamtes über die Bergstraße. Lediglich die Andienung für die Bäckerei/Bistro sowie das Landratsamt ist über die Brombacher Straße zugelassen. Die genauen Nutzungsbedingungen hierfür werden außerhalb des Bebauungsplanverfahrens geregelt. Da die Bauarbeiten der Wohnbebauung auf Grund einer gemeinsamen Tiefgarage eng mit denen des Landratsamtes verbunden sind, können somit beide Projekte in ihrer Umsetzung begonnen werden. Die rund 100 Stellplätze im Landratsamt stehen außerhalb der Dienstzeiten und am Wochenende der Allgemeinheit zur Verfügung.
 
Städtebaulicher Wettbewerb
Die Grundlage für das Projekt war der städtebauliche Wettbewerb Ende November 2016, den die Stadt Lörrach, der Landkreis Lörrach und die Wohnbau Lörrach gemeinsam ausgelobt haben. Die Wettbewerbsaufgabe bestand darin, das 1,35 Hektar große Areal der ehemaligen und bereits abgerissenen Produktionshalle der „Alten Weberei Conrad“ neu zu überplanen. Dafür wurden als künftige Nutzungen Wohngebäude mit 120 Wohneinheiten und integrierter Demenzwohngruppen (zwei Gruppen zu je 12 Personen), Gemeinschaftsraum, Gästeapartment und einer Bäckerei/Café/Bistro vorgesehen. Des Weiteren war der Neubau eines Bürogebäudes mit 6.500 Quadratmetern für das Landratsamt Lörrach vorgegeben. Im Mai 2017 konnte in der Sitzung des Preisgerichtes der Siegerentwurf aus den 13 eingeladenen Büros ermittelt werden. Dieser wurde von K9 Architekten aus Freiburg erarbeitet.
Der Entwurf sieht als Grundfigur für das Wohnen im nord-östlichen Teil des Plangebietes ein blockähnliches Gebäudeensemble vor, welches im Blockinneren einen geschützten Bereich für Erholung und nachbarschaftliche Aktivitäten bietet. Im Süd-Westen des Plangebietes ist der Neubau des siebengeschossigen Bürogebäudes für das Landratsamt Lörrach vorgesehen. Der Übergang zwischen beiden Nutzungen bildet einen urbanen Platz mit Aufenthaltsqualität aus.
Für die Stadt Lörrach ist mit dem Satzungsbeschluss des Bebauungsplanes das Projekt auf dem Areal abgeschlossen. „Unsere nächste Aufgabe ist es, das entstehende, zentrale Quartier gut und attraktiv an die Innenstadt anzubinden. Besonderes Augenmerk legen wir auf eine attraktive Unterquerung der Bahnlinie und der fußläufigen Verbindung zum Haupt- und Busbahnhof und damit zur Innenstadt,“ verweist Bürgermeisterin Neuhöfer-Avdić auf die kommenden Aufgaben.
 
Susanne Baldus-Spingler

Ihre Ansprechpartnerin

Susanne Baldus-Spingler   Fachbereichsleiterin Medien und Kommunikation
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