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Ein Stapel Zeitungen und ein Tablet

Schulkind-Betreuung weiter entwickelt - Reduzierung der Kosten für sozial benachteiligte Familien und Stärkung der Qualität


Kinder einer Schulklasse

Damit ist sie eine wichtige Säule der Lörracher Bildungslandschaft. Mit der sukzessiven Umsetzung von Qualitätsmaßnahmen, der Senkung des Beitrags für die Kernzeit von 7-13 Uhr und der deutlichen Vergünstigung für Familien im Leistungsbezug entwickelt die Stadt Lörrach das Angebot für das Schuljahr 2019/20 weiter.
Um für die Zukunft gerüstet zu sein soll zukünftig eine Bedarfsplanung, wie bei den Kindertagesstätten, eingeführt und ein pädagogisch-inhaltliches Gesamtkonzept für alle Grundschulen   erarbeitet werden. Der Hauptausschuss hat dem vorgelegten Konzept einstimmig zugestimmt.
 
Die Schulkind-Betreuung gibt es seit vielen Jahren an allen Lörracher Grundschulen. In den vergangenen Schuljahren wurde das Modell oft verändert, weiterentwickelt und angepasst. So auch im letzten Schuljahr. Erstmals konnten für das laufende Schuljahr eine Betreuungsgarantie für bestimmte Zeitfenster und eine soziale Staffelung der Beiträge eingeführt werden. „Mit den im vergangenen Jahr beschlossenen Eckpunkten ist das Lörracher Modell auf einem guten Weg und fit für die Zukunft“, so Oberbürgermeister Jörg Lutz.
 
Diese neuen Bausteine sowie das Gesamtmodell wurden in den letzten Monaten vom Fachbereich Jugend/Schulen/Sport unter Beteiligung der Träger der Schulkind-Betreuung (SAK, Dieter-Kaltenbach-Stiftung, Gemeinde-Kindergarten Brombach), des Gesamtelternbeirats und der Schulleitungen genau betrachtet und ausgewertet. Daneben führte das unabhängige wissenschaftliche Institut „Zeit & Wissen“ des SAK eine Befragung von Eltern an den Grundschulen durch. Deren Ergebnisse unterfütterten die Auswertungen der Beteiligten.
 
Mit der Betreuungsgarantie besteht die Sicherheit, dass ein Angebot für die Kinder stattfindet, unabhängig von der Gruppengröße. Die Träger haben dadurch Planungssicherheit. Mit der im vergangenen Jahr eingeführten einkommensabhängigen Beitragsstaffelung sind die Beiträge für einige Eltern zwar gestiegen, doch die Mehreinnahmen werden direkt in Maßnahmen zur Qualitätssicherung und –entwicklung investiert. Dies war eine Bedingung des Gemeinderatsbeschlusses im Vorjahr und auch den beteiligten Elternvertretern wichtig, die engagiert an der Verbesserung der Schulkindbetreuung mitarbeiten. Die Qualitätsmaßnahmen betreffen vorwiegend die Bereiche Personal und Organisation. So sollen zukünftig möglichst verstärkt noch mehr qualifizierte Fachkräfte eingesetzt werden, vorhandene Kräfte sollen weiterqualifiziert werden, vorgesehen sind langfristige Verträge und höhere Stellenumfänge, um attraktive Stellen bieten zu können. Weiter besteht mehr Zeit für Information, Abstimmung und Planung. Diese Maßnahmen begrüßen besonders die Träger, die in der Vergangenheit unter sehr unsicheren Rahmenbedingungen arbeiten mussten.
„Profitieren werden jedoch besonders die Kinder in den Angeboten und deren Eltern,“  so Oberbürgermeister Lutz zu den aktuell vorgeschlagenen Neuerungen.
 
So die geplante Reduktion der Beiträge für die Kernzeit von 7-13 Uhr.  Nach der Auswertung des Fachbereichs Jugend/Schulen/Sport aller Stundenpläne an den Grundschulen im vergangen Schuljahr, kann die Berechnungsbasis reduziert werden. Für die Eltern bedeutet dies zukünftig rund 40 Prozent weniger Beiträge. Auch wird die Teilnahme für Kinder von Leistungsempfängern an der Schulkind-Betreuung erleichtert, denn die Beiträge werden für das erste Kind um 50 Prozent, ab dem zweiten Kind um 100 Prozent gesenkt. „Diese Neuerung ist sehr wichtig für den sozialen Ausgleich und die Teilhabe aller Kinder an den pädagogischen Angeboten,“ unterstreicht Lutz die Bedeutung des sozialen Aspekts.
 
Neben guten standortorientierten Konzepten ist die Ausrichtung der Schulkind-Betreuung zwischen reiner Betreuung, bildungs- und sozialpolitischen Zielsetzungen, pädagogischen Ansprüchen und der Vereinbarkeit von Familie und Beruf auf gesamtstädtischer Ebene immer wieder Kern der Debatte. Vor diesem Hintergrund wird im kommenden Schuljahr die Entwicklung eines gesamtstädtischen Konzepts im Mittelpunkt stehen. Besonders wichtig ist es den Beteiligten für die Zukunft Ziele und ein Gesamtkonzept der Lörracher Schulkind-Betreuung zu entwickeln, denn eine klare Definition und gesetzliche Ziele und Standards von Seiten des Kultusministeriums sind nicht vorhanden. An dessen Erarbeitung sollen neben Träger, Elternbeiräten, Schulen und Politik auch Schülerinnen und Schüler beteiligt werden. Für eine zukünftige verlässliche Planung sieht der Fachbereich Jugend/Schulen/Sport auch eine Bedarfsplanung vor, wie sie für die Kindertagesstätten bereits seit einigen Jahren durchgeführt wird. Perspektivisch wird der Platzbedarf bei der Schulkind-Betreuung voraussichtlich weiter steigen. Das zeigen die Auswertungen der letzten Schuljahre. Zudem werden die Kinder aus den bereits gut ausgebauten Kita-Angeboten in wenigen Jahren in den Grundschulen ankommen.   
 
Susanne Baldus-Spingler

Ihre Ansprechpartnerin

Susanne Baldus-Spingler   Fachbereichsleiterin Medien und Kommunikation
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