Volltextsuche auf: https://www.loerrach.de
Volltextsuche auf: https://www.loerrach.de
Ein Stapel Zeitungen und ein Tablet

Runder Tisch „Kultur inklusiv“ im Dreiländermuseum bündelt Angebote im Dreiland


Die Veranstaltung in der Ausstellung „Inspiration 6“ fand im Rahmen der Internationalen Woche gegen Rassismus statt und wurde vom Begegnungsfonds des Trinationalen Eurodistrikts Basel unterstützt. Dabei wurde deutlich, dass die Zusammenarbeit auf vielen Initiativen aufbauen kann.
 
Susanne Raible und Caroline Buffet vom Dreiländermuseum präsentierten das Museumsprojekt Inspiration: Menschen mit Behinderungen lassen sich dabei von der Sammlung des Museums inspirieren, um eigene Werke zu schaffen. Die Lebenshilfe Lörrach bietet zwei Theatergruppen aus Amateurschauspielern mit und ohne Behinderung mit dem Theaterpädagogen Tim Krause. Eine nutzt Masken, die das Sichtfeld der Träger einschränken, und eröffnet neue Ausdrucksformen, insbesondere die Pantomime. Der FRIDA-Workshop mit Christiane Puppel unterstützt talentierte behinderte Künstler und organisiert Ausstellungen, etwa im Lörracher Restaurant Glashaus. Die Zeitschrift "Bunte Lebenspunkte", geleitet von Tanja Kural und Katrin Schröder-Meiburg, besteht aus Texten, die von Menschen mit Behinderungen frei geschrieben wurden.
 
leben+wohnen Lörrach hat ebenfalls mutige Projekte; eines ermöglicht in Zusammenarbeit mit Tempus fugit Menschen mit schweren Behinderungen die Bühnenarbeit. Unterstützt werden sie von Theaterstudenten wie Nadine Bahls (Tempus fugit), die mit verschiedenen Methoden zur Überwindung von Barrieren experimentieren. Gisela Wetzel und Anette Ritter-Schreitmüller (leben+wohnen) produzieren die Radiosendung "Wir sind auf Draht“ mit Menschen mit Behinderungen. Lua Leirner (Basel) und Yvonne Weichsel (Tänzerin in Gebärdensprachen) stellten ihr Crescendo-Tanzprojekt mit 5 gehörlosen Tänzern vor, das Musik für diejenigen "hörbar" machen will, die nicht hören können - indem sie gemeinsam eine Tanzperformance entwickeln. Michael Jaks von der Eingliederungsstätte Baselland stellte das Ausstellungsprojekt ART-ESB vor. Deborah Schmitt und Myriam Baur vom Empfangs- und Tagungszentrum Altkirch präsentierten ein Geschichtenerzählprojekt zum Thema Angst und Alptraum von Menschen, die nicht sprechen können und sich mit Piktogrammen ausdrücken. Ein zweites Team illustriert die Geschichte mit Unterstützung eines professionellen Zeichners. Sophie Depoisse vom Medizinischen und Pädagogischen Institut Bartenheim stellte ein gemeinsames Projekt mit Schülern einer Mulhouser Berufsschule zu "Singvögeln" im Zoo Mulhouse vor.
 
Die Zugänglichkeit für blinde und sehbehinderte Menschen war Thema mehrerer Interventionen von Museumsvermittlern. Edi Stöckli vom Naturkundemuseum Basel zeigte die haptischen Stationen der dortigen Dauerausstellung für Blinde und Rollstuhlfahrer. Sigrun Hecker vom Dreiländermuseum präsentierte das Projekt des „unsichtbaren Märchens“, bei dem zwei blinde Menschen Kindern eine Geschichte erzählen. Im Historischen Museum Basel finden Blindenführungen statt.
 
Der Runde Tisch endete mit einer lebhaften Diskussion. Die Teilnehmer erklärten sich bereit, verschiedene gemeinsame Projekte zu initiieren und ihre Fähigkeiten und Ressourcen über die Grenzen zu bündeln. Damit kann das eindrucksvolle Angebot, das in den letzten Jahren entwickelt wurde, koordiniert werden und noch mehr Menschen erreichen. Für den 24. September 2019 vereinbarten sie einen neuen Termin im Dreiländermuseum.

Dies ist eine Medienmitteilung des Dreiländermuseums Lörrach.
Susanne Baldus-Spingler

Ihre Ansprechpartnerin

Susanne Baldus-Spingler   Fachbereichsleiterin Medien und Kommunikation
Telefon: 0 76 21 4 15-1 07  s.baldus-spingler@loerrach.de  Weitere Informationen
Nach oben