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Hinweisschild mit der Nennung des Stauziels.

Mit dem erfolgreichen Probestau des Hochwasserrückhaltebeckens Soormattbach vom 9. bis 11. Mai 2026 hat die Stadt Lörrach einen wichtigen Meilenstein für den Hochwasserschutz im Ortsteil Hauingen erreicht. Das neue Hochwasserrückhaltebecken am Soormattbach wurde erstmals unter realistischen Bedingungen getestet. Der sogenannte Probestau verlief erfolgreich und lieferte wichtige Erkenntnisse für den späteren Betrieb der Anlage.

Hintergrund der Maßnahme sind wiederkehrende Hochwasser am Soormattbach – besonders bei Starkregen, wie zuletzt im Jahr 2016. Um Hauingen künftig besser zu schützen, hat die Stadt gemeinsam mit Fachbehörden verschiedene Maßnahmen umgesetzt. Dazu gehören das bereits gebaute Bypassbauwerk an der Kirche sowie das neue Hochwasserrückhaltebecken oberhalb des Ortskerns. Das Becken kann rund 11.100 Kubikmeter Wasser aufnehmen und ist dafür ausgelegt, auch sehr starke Hochwasserereignisse abzufangen.

Für die Übung wurden rund 8.000 Kubikmeter Wasser kontrolliert in das Becken eingeleitet. Beteiligt waren Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks aus Lörrach und Offenburg sowie die Feuerwehr Lörrach. Mit mehreren Pumpen wurde Wasser aus der Wiese über den Soormattbach in das Rückhaltebecken gefördert.

Während der Übung wurden nicht nur die technischen Anlagen getestet, sondern auch die Zusammenarbeit der Einsatzkräfte, die Kommunikationswege sowie moderne Technik wie Drohnen. Zudem überprüften Fachleute die Mess- und Steuerungstechnik der Anlage unter hoher Belastung.

„Der Probestau hat gezeigt, wie wichtig ein funktionierender Hochwasserschutz für Hauingen ist. Gleichzeitig wurde deutlich, wie professionell und engagiert die beteiligten Einsatzkräfte zusammenarbeiten. Die gewonnenen Erkenntnisse helfen uns dabei, die Anlage weiter zu optimieren und bestmöglich auf mögliche Starkregenereignisse vorbereitet zu sein.“
Oberbürgermeister Jörg Lutz


Besonders im Fokus standen die Kontrolle des Damms, die Überwachung wichtiger Abflussstellen sowie die Auswirkungen der kontrollierten Entleerung des Beckens auf das Bachbett und die Verdolungsbereiche im Ortskern. Mehrere Teams kontrollierten entlang des Soormattbachs fortlaufend Wasserstände und Fließgeschwindigkeiten.

Die Stadt bewertet die Großübung insgesamt als erfolgreich. Gleichzeitig wurden auch einzelne Punkte erkannt, die weiter verbessert werden können. Die Ergebnisse werden nun gemeinsam mit den Fachbehörden und Einsatzorganisationen ausgewertet und fließen in die weitere Planung und den Betrieb der Anlage ein.

Die Stadt Lörrach bedankt sich bei allen beteiligten Einsatzkräften, den Fachbereichen der Verwaltung, dem Technischen Hilfswerk, der Feuerwehr, den unterstützenden Unternehmen sowie bei den Bürgerinnen und Bürgern für ihr Verständnis während der notwendigen Sperrungen und Einschränkungen. Die Übung stieß vor Ort auf großes Interesse und viele positive Rückmeldungen.

Gesamtkonzept der Probeflutung im Übersichtsplan

(Klicken zum Vergrößern)Gesamtkonzept der Großübung im Übersichtsplan

Fragen & Antworten zum Probestau

Ein Hochwasserrückhaltebecken dient dazu große Wassermengen, zum Beispiel bei Starkregen, zurückzuhalten und kontrolliert wieder abzugeben.
Bei diesem Probestau wird das Becken gezielt mit Wasser gefüllt um den Erddamm auf Dichtigkeit sowie die Mess- Steuerungs- und Regeltechnik unter voller Belastung zu prüfen.
Das Wasser wird aus der Wiese entnommen und über mehrere Pumpstrecken entlang des Soormattbaches in das Becken gefördert. Während der Entleerung werden zudem wichtige Erkenntnisse über die Leistungsfähigkeit des Bachbettes unterhalb des Beckens gewonnen.
Während der Übung kommt es zu Einschränkungen im Bereich der Wege entlang der Wiese sowie des Soormattbaches. Aus Sicherheitsgründen werden die Fußwege entlang des Bachlaufs während der Entleerungsphase gesperrt.
Eine Gefährdung für die Bevölkerung besteht nicht. Die Abflussmengen werden kontinuierlich überwacht. Sollte das Bachbett entgegen den Berechnungen nicht ausreichend dimensioniert sein wird die Entleerung umgehend angepasst oder gestoppt.
Während des gesamten Übungszeitraums wird ein umfangreiches Sicherheitskonzept umgesetzt. Der Fuß- und Radweg entlang der Wiese wird im Bereich zwischen Sportplatz Haagen und Brückenstraße über den Wiesenring umgeleitet. Der Uferbereich der Wiese im Mündungsbereich des Soormattbaches muss durchgehend frei von Personen und Hunden gehalten werden.
Während der Entleerung werden mehrere kritische Punkte entlang des Bachlaufs überwacht, um bei Bedarf sofort eingreifen zu können. Die technische Anlage, einschließlich Damm und Leitungen, wird kontinuierlich kontrolliert. Zusätzlich wird ein Stromausfall simuliert, um die Notstromversorgung unter realen Bedingungen zu testen.
Die Stadt Lörrach bittet alle Bürgerinnen und Bürger während der gesamten Übung von Samstagvormittag bis Montagnachmittag die Absperrungen zu beachten und gesperrte Bereiche nicht zu betreten. Insbesondere gilt das für das Ufergebiet der Wiese rund um den Mündungsbereich des Soormattbachs.
Hinweisen vor Ort durch die Einsatzkräfte ist unbedingt Folge zu leisten.
Die Anwohnenden werden über Flyer direkt informiert, der Ortschaftsrat Hauingen wurde im Vorfeld der Planungen eingebunden.
An der Übung beteiligt sind der Betriebsbeauftragte für Hochwasserrückhaltebecken Mathias Eberhardt, die Feuerwehr Lörrach unter Leitung von Feuerwehrkommandant Michael Ortlieb, die Feuerwehrabteilung Hauingen unter Abteilungskommandant Andreas Leonhardt das Technische Hilfswerk Ortsverband Lörrach unter der Leitung von Nico Lang, der Eigenbetrieb Abwasser der Stadt Lörrach unter Fachbereichsleiter Frank Beuschel, der Fachbereich Tiefbau unter Fachbereichsleiter Klaus Dullisch, der Fachbereich Bürgerdienste für den Bereich Katastrophenschutz unter Fachbereichsleiter Matthias Rachel sowie Ortsvorsteher Günter Schlecht.
Genehmigungsbehörde ist die Untere Wasserbehörde beim Landratsamt Lörrach. Auch Oberbürgermeister Jörg Lutz und Bürgermeisterin Monika Neuhöfer-Avdić werden sich vor Ort ein Bild der Übung machen.
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