Doch diese Flächen sind auch sensibel: Konflikte wie Ruhestörungen, Vandalismus oder andere Herausforderungen können die Aufenthaltsqualität und das Sicherheitsgefühl erheblich beeinträchtigen. Die Stadt Lörrach begegnet dieser Entwicklung mit einer umfassenden Gesamtkonzeption für den öffentlichen Raum, die auf ein ausgewogenes Zusammenspiel aus präventiven und ordnungsrechtlichen Maßnahmen setzt – mit dem Ziel, städtische Räume lebendig, sicher und für alle Menschen zugänglich zu gestalten.
Damit sich alle Menschen in Lörrach in der Stadt wohl und sicher fühlen, setzt die Stadtverwaltung unter anderem auf die Kommunale Kriminalprävention (KKP).
„Prävention braucht Zusammenarbeit, ein offenes Ohr für die Entwicklungen vor Ort und den Mut, auch neue Wege zu gehen. Mit der Kommunalen Kriminalprävention stärken wir nicht nur das Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger, sondern auch das Miteinander in unserer Stadt – verlässlich, vernetzt und vorausschauend.“
Oberbürgermeister Jörg Lutz
Aufgaben
Wir möchten Konflikte und Straftaten, aber auch deren Folgen frühzeitig verhindern. Der präventive Ansatz ist effektiver als nachträgliche Strafverfolgung – sowohl im Hinblick auf gesellschaftliche als auch personelle Ressourcen. Dieser Grundsatz liegt auch dem landesweiten Konzept der kommunalen Kriminalprävention in Baden-Württemberg zugrunde, welches seit den 1990er Jahren durch das Innenministerium mit einem ressortübergreifenden und vernetzten Ansatz gefördert wird. Ein wichtiger Baustein ist zudem die Netzwerkarbeit aller in der Präventionsarbeit tätigen Institutionen und Trägern.
Aktuelle Schwerpunkte:
- Präsenz im öffentlichen Raum stärken
- Sicherheitsgefühl und Aufenthaltsqualität verbessern
- Aufklärung und Sensibilisierung ausbauen Netzwerkarbeit stärken
- Jugendkriminalität vorbeugen
Projekte und Angebote
Partner: Polizeidirektion Lörrach, Bundespolizei, Staatliches Schulamt, Regionalverkehrsverbund sowie sämtliche an den Verbund angegliederte Verkehrsbetriebe.
Struktur:
Die KKP wird durch die Geschäftsstelle koordiniert. Diese arbeitet eng mit dem Koordinierungsstab zusammen. Dieser besteht aus dem Oberbürgermeister, der Staatsanwaltschaft, dem Amtsgericht, der Bundes- sowie der Landespolizei und der Team- und Fachbereichsleitung Bürgerservice und öffentliche Sicherheit sowie der Leitung der KKP.
In thematischen Arbeitskreisen werden Erfahrungen geteilt, Projekte entwickelt und Maßnahmen vereinbart.
- AK Öffentlicher Platz
- AK Jugend
- AK Obdachlosigkeit/Sucht
- AK Prostitution: in Planung
Jährliche Netzwerktreffen mit allen Akteurinnen und Akteuren liefern zudem als Vernetzungsmöglichkeit die Grundlage für ein gemeinsames zielführendes Arbeiten.