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Martin Allgaier
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Eigenbetrieb Abwasserbeseitigung Lörrach

Muldenfläche
Richtwerte für die Ermittlung der Muldenfläche (m²)

Regenwasser und Rückstau

Regenwasserversickerung


Versickerungsmulde Zunehmende Starkniederschläge sowie der Zuwachs an versiegelten Flächen führen dazu, dass das Kanalnetz und die Gewässer immer mehr Regenwasser aufnehmen müssen.
Durch die Versickerung von Regenwassers und die Entsiegelung der befestigten Flächen wird dieser Entwicklung entgegen gewirkt.

Zusätzlich wird das versickerte Regenwasser in wertvolles Grundwasser umgewandelt. Das Ableiten des Oberflächenwassers durch oberirdische Versickerungseinrichtungen, wie zum Beispiel durch Flächen-/Mulden-Versickerung über die belebte Bodenschicht, bewirkt eine maximale Reinigungsleistung durch den Filter „Boden“.

Bei Neu- , Um- und Erweiterungsbauten ist bereits heute die vollständige Versickerung des Niederschlagwassers vorgeschrieben (Wassergesetz §45b). Ist die Versickerung nicht möglich, so ist dies durch die Vorlage eines Bodengutachtens, Außenanlageplanes sowie stichhaltiger Begründung nachzuweisen.

Die Versickerung von Regenwasser hat viele wasserwirtschaftliche und ökologische Vorteile:
  • verringerter Oberflächenabfluss und damit die Entlastung des Kanalnetzes
  • geringere Gewässerbelastung
  • Schaffung von naturnahen Lebensräumen durch Bäche, Gräben, Teiche, Mulden
  • bessere Reinigungsleistung der Kläranlage durch die verringerte Regenwasserzuleitung
  • Verbesserung der Grundwasserneubildung
  • Reduzierung Ihrer Abwassergebühr


Rückstau von Regenwasser


Das Kanalnetz der Stadt Lörrach ist dafür ausgelegt, nach den gesetzlichen Vorgaben bestimmte Mengen an Abwasser und Niederschlagswasser aufzunehmen. Kommt es jedoch bei Starkniederschlägen oder Gewittern zu außergewöhnlich hohen Regenmengen, kann es passieren, dass das Kanalnetz bis zur Straßenoberkante “gefüllt“ wird.

Dieser Rückstau setzt sich dann zwangsläufig über die Anschlussleitungen in die angrenzenden Gebäude fort. Derart extreme Niederschläge treten zwar nicht sehr häufig auf, sie sind aber als unbeeinflussbare Naturereignisse nicht auszuschließen. Im Extremfall kann das Wasser auch oberirdisch Gebäude bedrohen. Dies muss bei der Planung berücksichtigt werden; insbesondere gilt dies für Kellerlichtschächte, Kellertreppen und andere Gebäudeöffnungen.

Das Fassungsvermögen der Kanäle kann aus wirtschaftlichen und technischen Gründen auf derart außergewöhnliche Regengüsse nicht ausgelegt werden. Der Hauseigentümer hat deshalb Sorge zu tragen, dass alle Ablaufstellen unterhalb des Straßeniveaus (Rückstauebene) gegen Rückstau gesichert sind, zum Beispiel durch Hebeanlagen oder Rückstauklappen.

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