Fachbereich Medien und Kommunikation

Pressemitteilung

Zeitzeugengespräch mit Margot Wicki-Schwarzschild


Zeitzeugin Frau Wicki-Schwarzschild; Bildquelle: Ansgar Taschinski

Die Zeitzeugin Margot Wicki-Schwarzschild erzählte sehr eindrücklich vor über 200 Schülerinnen und Schülern des Hebel-Gymnasiums ihre Lebensgeschichte und zeigte Bildmaterial von ihrer Familie, aus dem Lager Gurs und von weiteren Stationen ihres Lebens.
Am 22. Oktober 1940 wurde sie als Neunjährige mit ihrer Familie aus Kaiserslautern ins Internierungslager Gurs deportiert. Sie teilt damit das Schicksal der aus Lörrach dorthin verschleppten Jüdinnen und Juden. Durch glückliche Fügungen und die Unterstützung einer Schweizer Krankenschwester konnten sie und ihre Mutter die Verfolgung überleben. Sie lebt nun in Reinach bei Basel.
Eingeladen wurde Frau Wicki-Schwarzschild von der Stadt Lörrach und dem Hebel-Gymnasiums. Die Schülerinnen und Schüler stellten im Anschluss viele Fragen – zum Lageralltag, wie sie und ihre Schwester als Kinder mit der Situation umgegangen seien, ob sie Alpträume habe und auch die Frage, was heute getan werden kann. Frau Wicki-Schwarzschild freute sich sichtlich über die interessierte Zuhörerschaft und forderte die Jugendlichen auf, die Erinnerung an die Geschichte wach zu halten und Antisemitismus und Rassismus entgegenzutreten.
Im Anschluss zeigten die Lehrerinnen und Lehrer ihr die Gedenksteine für die jüdischen Schülerinnen und Schüler im Treppenhaus des Hebel-Gymnasiums. Diese Gedenksteine entstanden im Rahmen eines Schülerprojekts, welches sowohl Archivarbeit sowie die künstlerische Umsetzung beinhaltete.


Bildquelle: Ansgar Taschinski

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