Herr
Andreas Lauble
Stellvertretender Fachbereichsleiter, Archivar
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Bild von Max Laeuger zeigt ihn in juengerem Alter

Max Laeuger (1864 bis 1952)

1864 30. September in Lörrach geboren
1881 Laeuger verlässt mit der Obersekundarreife das Hebelgymnasium (heute Museum am Burghof) und geht an die Kunstgewerbeschule nach Karlsruhe
1884 Durch herausragende Leistungen aufgefallen, werden ihm die Kurse für Zeichnen und Modellieren übertragen
1885 Zusätzlicher Lehrauftrag für Garten- und Innenarchitektur an der Technischen Hochschule in Karlsruhe
1886 Beginn erster Versuche mit keramischen Arbeiten an der Karlsruher Ofenfabrik Mayer und in den Ferien bei verschiedenen Töpfern in Kandern
1889 Besuch der Weltausstellung in Paris mit starken und tiefen Eindrücke von der Kunst in Frankreich, vor allem von französischer Grès- (Steinzeug) und antiker Keramik
1890 Vertiefung seiner keramischen Arbeiten in Kanderner Töpferwerkstätten
1892 1. Oktober: Beurlaubung von der für ein Jahr
mit Stipendium in Paris an die Académie Julian
1893 Erste datierte Keramiken in farbiger Engobe-Gießbüchsentechnik und Bleiglasur nach Rückkehr aus Paris in der Töpferwerkstatt von Joseph Armbruster in Kandern, bevorzugt Wandteller mit Bildnisköpfen
1894 5. Juli: Ernennung zum Professor an der Kunstgewerbeschule in Karlsruhe
1894 Künstlerischer Leiter einer auf seine Anregung hin geschaffenen kunstkeramischen Abteilung in der Ziegelei der Tonwerke Kandern
1897 Erste Ausstellungen mit Arbeiten in Gießbüchsentechnik im Glaspalast in München und im Kunstgewerbemuseum in Berlin
1898 11. Mai: Ernennung zum etatmäßigen Professor an der Technischen Hochschule Karlsruhe für Figurenzeichnen und Dekorieren;
Ausstellung an der Kunstausstellung in Dresden von Vasen, Fliesen und Kaminumkleidungen, hergestellt in den „Prof. Laeugerschen Kunst-Töpfereien - tonwerk Kandern“
1900 Goldene Medaille der Pariser Weltausstellung
1904 April – Mai: Goldmedaille für die Gestaltung der deutschen Abteilung auf der Weltausstellung in St. Louis (USA)
1909 Auftrag zum Bau des Landhauses "Kareol" in Aerdenhout bei Haarlem, Bauherr Julius Carl Bunge, Ausstattung mit reicher Keramikornamentik von der nur ein kleiner Teil beim Abriss des Hauses 1980 erhalten werden konnte
1912 April - Mai: Während einer Spanienreise Studium – vor allem in Granada – der maurischen Keramik, weitere Studien zu persischen Keramik
1913 Aufgabe der künstlerischen Leitung der keramischen Abteilung der Tonwerke in Kandern
1916 Vertragliche Übernahme der alten Fabrikationsräume der 1900 gegründeten Staatlichen Majolika-Manufactur in der Hoffstraße 7 in Karlsruhe;
Entdeckung der persischen Keramik im Kaiser-Friedrich-Museum in Berlin und Beginn, mit deren Studium; Beginn seiner ersten keramischen Arbeiten in „eigener“ Werkstatt, von da an Aufgabe der Engobe-Gießbüchsentechnik
1920 Weiterer „Lehrauftrag für Keramik“ an der Badischen Landeskunstschule Karlsruhe, die aus der Verschmelzung der Akademie mit der Kunstgewerbe hervorgegangen ist; Ausführung dieses Lehrauftrages nur zwei Jahre
1921 Mitarbeiter an der Staatlichen Majolika-Manufactur in Karlsruhe als Leiter der Entwurfsabteilung
1925 Entwurf der Paradiesgartenanlage in Baden-Baden;
Gestaltung einer Brunnenanlage mit überlebensgroßen Figuren in Müllheim/Ruhr;
Gestaltung des Ehrenhofs der Technischen Hochschule Karlsruhe
1928 Kündigung des Vertrages mit der Staatlichen Majolika-Manufactur in Karlsruhe aufgrund von Differenzen;
Beteiligung an der Ausstellung „Porzellan und Majolika“ in Mannheim und im „Weißen Saal“ im Berliner Schloss;
Teilnahme an der Ausstellung „International Exhibition of Ceramic Art“, die in acht amerikanischen Städten gezeigt wird
1929 22. Juni: Neuer Vertrag mit der Majolika-Manufactur in Karlsruhe;
September: Einrichtung einer eigenen Werkstatt in seinem Landhaus in Lörrach-Tüllingen;
Ausstellung anlässlich seines 65. Geburtstages in Mannheim mit erstmaliger Vorstellung seines Unterrichtsmaterials auf 100 großformatigen Tafeln vor der Öffentlichkeit – sie gingen 1944 mit der Zerstörung seiner Werkstatt unwiederbringlich verloren
1930 Laeugers Keramiken werden in München, Zürich und Paris gezeigt
1932 Verleihung der Böttgerplakette durch die Deutsche Keramik Gesellschaft
1933 September Schwerer Angriff der Nazi-Presse für sein Carl-Benz-Denkmal in Mannheim;
Emeritierung, kann aber auf eigenen Wunsch seine Lehrtätigkeit noch bis Ende des Wintersemesters 1934/35 ausüben
1937 - 1939 Verfassung der drei Kunsthandbücher:
1. Bd. „Farbe und Form in der Bau- und Raumkunst
2. Bd. „Grundsätzliches über Malerei, Städtebau, Gartenkunst und Reklame“
3. Bd. „Keramische Kunst“
1944 30. September :Sein Atelier in Karlsruhe fällt einem Bombenangriff zum Opfer;
alle Druckunterlagen seiner Kunsthandbücher im Verlag werden ebenfalls durch Bomben vernichtet;
80. Geburtstag von Max Laeuger;
Ernennung zum Ehrenbürger der Stadt Lörrach, wo er bis zu seinem Tode lebt
1948 Bezug des Hauses am Tüllinger Berg in Lörrach-Tüllingen
1951 Ernennung zum Mitglied der Bayrischen Akademie der Schönen Künste;
„Grand Prix“ bei Ausstellung Triennale Mailand
1952 12. Dezember: Mit 88 Jahren stirbt Max Laeuger in Lörrach

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