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Blick in die Palmstraße

Der Kernbereich der Lörracher Innenstadt ist mit attraktiven Einzelhandels- und Dienstleistungsangeboten ausgestattet. Auch im nördlichen Bereich, der momentan durch verschiedene Verwaltungsinstitutionen dominiert wird, entsteht mit dem Wohn- und Geschäftshaus LÖ auf dem Bahnhofsplatz ein attraktives Angebot, das zukünftig eine Magnetwirkung auf die Besucher der Innenstadt haben wird. Zwischen beiden Bereichen besteht derzeit kaum ein städtebaulicher Zusammenhang.
 
Die große Herausforderung liegt darin, die nördliche Innenstadt funktional und gestalterisch an die restliche Innenstadt anzubinden und eine gleichwertige, hohe Qualität über die gesamte Fußgängerzone zu schaffen. Hierfür wurde das Sanierungsgebiet „Nördliche Innenstadt“ im Rahmen des Bund-Länder-Programms „Städtebaulicher Denkmalschutz“ festgelegt. Unter anderem befinden sich der Bahnhofsplatz sowie die Palm- und Turmstraße in diesem Sanierungsgebiet, weshalb einige Maßnahmen der Aufwertung und Umgestaltung finanziert werden können.

Um die Umgestaltung strukturiert anzugehen, wurde innerhalb der Stadtverwaltung eine Projektgruppe gebildet. Die Fachbereiche Stadtentwicklung und Stadtplanung und Straßen/Verkehr/Sicherheit, die Stadtwerke, die Wirtschafsförderung sowie der Eigenbetrieb Abwasserbeseitigung, der die Federführung innehat, sind mit dem Projekt befasst. Das in einem umfangreichen Planungs- und Abstimmungsprozess entwickelte Konzept zur Umgestaltung der Palmstraße, Turmstraße und der Straße Am Hebelpark wurde am 28. Januar 2021 durch den Gemeinderat beschlossen.

Zu den in den Prozess der Konzeptentwicklung eingeflossenen Aspekten gehören die städtebauliche Verknüpfung des Bahnhofsvorplatzes mit dem Stadtkern von Lörrach, die Integration des Busverkehrs in den öffentlichen Raum, die Sicherstellung einer ausreichenden Anzahl von Parkmöglichkeiten für den Individualverkehr sowie die Aufwertung der Aufenthaltsqualität im Hinblick auf den Fußverkehr. Zudem bindet das Konzept die im Bereich des neuen Wohn- und Geschäftshauses „LÖ“ geplanten Außenflächen für Gastronomiebetriebe und Fahrradabstellanlagen mit ein.

In der Palmstraße soll zwischen Senigalliaplatz und dem neu errichteten LÖ ein verkehrsberuhigter Geschäftsbereich entstehen, der die Zufahrt bis zum LÖ ermöglicht und Kurzzeitparkplätze aufweist. Die in der Palmstraße teilweise wegfallenden Parkplätze sind zukünftig im neuen Tiefgaragenverbund unterhalb des Bahnhofsplatzes zu finden. Von dort führen mehrere Aufzüge nach oben.

Direkt vor dem LÖ soll die Fußgängerzone in die Palmstraße erweitert werden. Auf etwa 50 Meter sollen unterschiedliche Elemente wie Terrassenflächen für Restaurants und Ruhebänke zum Verweilen einladen. Soweit möglich werden hier auch mehrere Bäume gepflanzt.

Für die Turmstraße ist vorgesehen, die bestehende Fußgängerzone im Abschnitt zwischen Grabenstraße und Bahnhofsplatz auch als solche erlebbar zu machen. Hierfür soll die Straßenoberfläche neugestaltet werden. Außerdem ist vorgesehen, die vorhandene Bushaltestelle in die Straße Am Hebelpark zu verlegen. Auch dort soll die Straße durch eine neue Gestaltung in der Aufenthaltsqualität verbessert werden.

Die Investitionskosten für die Umsetzung liegen nach aktueller Grobkostenschätzung bei 2,75 Millionen Euro. Im Prozess der Projektentwicklung stellt die Konzeptplanung ein sehr frühes Entwicklungsstadium dar, sodass eine Kostenunsicherheit von bis zu 50 Prozent besteht. Für die Umsetzung der Maßnahme sind im Rahmen des Sanierungsprojektes Nördliche Innenstadt Fördermittel des Landes Baden-Württemberg in Höhe von 860.000 Euro zu erwarten. Des Weiteren wird sich der Investor des „LÖ“, gemäß dem städtebaulichen Vertrag, an den Umbaumaßnahmen finanziell beteiligen.

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