Volltextsuche auf: https://www.loerrach.de
Die Villa Aichele

Die Sanierung der Villa Aichele ist seit November 2020 abgeschlossen. Im Juni 2019 starteten die umfangreichen Sanierungsarbeiten am historischen Gebäude der Villa Aichele. Im Vorfeld hatte der Gemeinderat bereits im Jahr 2018 den Weg für eine öffentliche Nutzung der Villa und des umgebenden Parks geebnet. Mit diesem Auftrag wurde durch eine Konzeptvergabe die bbv Akademie gGmbH aus Lörrach als Pächterin für einen Gastronomiebetrieb im Erdgeschoss und Seminarräume zur beruflichen Weiterbildung im Obergeschoss ausgewählt. Die bbv Akademie eGmbH ist als Verein für berufliche Bildung seit 40 Jahren in der Region im Bereich Ausbildung, Umschulung und Weiterbildung von Fachkräften insbesondere im technischen und gastronomischen Bereich tätig. Bis Jahresende wird sie nun ihren Betrieb in den neuen Räumlichkeiten einrichten.

Das Trauzimmer im Erdgeschoss steht der Öffentlichkeit ebenfalls weiterhin zur Verfügung. Die Villa Aichele und der umgebende Park sind stadtbildprägend für den südlichen Eingang in die Innenstadt. Die Villa Aichele ist ein historisches Gebäude im Eigentum der Stadt Lörrach, erbaut im Jahr 1861. Es ist denkmalgeschützt und mit einem hohen architektonischen Anspruch erbaut. In vielen Teilen ist die Villa Aichele noch im Originalzustand. Der Aichelepark, in dem die Villa steht, geht 1955 in den Besitz der Stadt über. 
 
Die Baumaßnahme mit Beginn im Juni 2019 weist einige Besonderheiten auf: Aufgrund des hohen historischen Gesamtwertes der Bausubstanz erfolgt die Sanierung des Gebäudes in enger Abstimmung mit dem Landesamt für Denkmalpflege. Grundsätzlich wird an der Struktur der Grundrisse nichts Wesentliches geändert. Die ursprünglichen Strukturen sind weiterhin zu erkennen. Um die historische Bausubstanz zu schützen und einen späteren Rückbau zu gewährleisten, wird die Gastronomieküche im Erdgeschoss mit einer Raum-in-Raum Lösung eingebaut. Das bedeutet, der Einbau erfolgt in einer zweiten eigenständigen Hülle aus Gipskartonwänden vor den originalen Wänden und Decken.

Die Sanierungskosten belaufen sich auf etwa 2.140.000 Euro. Das Bund-Länder-Programm Sanierungsgebiet Baumgartnerstraße förderte die Sanierung mit 1.071.000 Euro. Momentan wird noch an den Außenanlagen gearbeitet und eine Fluchttreppe angebaut. Die Neueröffnung sowie eine Eröffnungsfeier, an der die Stadt das Gebäude an die neuen Pächter übergeben wird, sind mit der Fertigstellung der Außengastronomie für das Frühjahr 2021 vorgesehen.

Letzte Aktualisierung Februar 2021
Finanzmittel (Plan) Gesamtkosten: 2.140.000,- Euro
Fördermaßnahme aus den Mitteln „Sanierungsgebiet Baumgartnerstraße“ 1.071.000 Euro.


Chronologie / Aktueller Stand

  • Seit August 2015: Erdgeschoss stand leer, lediglich Vermietung des Obergeschosses.
  • Spätsommer 2016: Öffentliche Ausschreibung der Neuverpachtung des Erdgeschosses, mit dem Ziel die Villa Aichele auch der Öffentlichkeit wieder zugänglich zu machen.
  • November 2016: Ende der Bewerbungsfrist. Fünf Bewerbungen lagen dem Fachbereich Grundstücks- und Gebäudemanagement vor. Ergebnis: Die bbv Akademie eGmbH als neue Pächterin in der Gemeinderatssitzung am 27. April beschlossen. Sie konnte mit ihrem Konzept für die Nutzung des zentralen, denkmalgeschützten städtischen  Gebäudes überzeugen.
  • 2018: Beschluss des Gemeinderats über die öffentliche Nutzung des Gebäudes und des Parks.
  • Juni 2019: Beginn der Sanierungsarbeiten. Installation der Haustechnik. Fertigstellung des Innenbereichs steht bevor. Eindeckung des Daches der Villa mit Naturschiefer.
  • Aktuelle Sanierungsmaßnahmen: Einbau der original nachgebildeten Gaubenverkleidungen (Lieferung Mitte Juni), Erneuerung des Außenputzes und Sanierung der Eckrisalite, Erneuerung der Vordachverglasung und Verstärkung der Grundkonstruktion aus Stahl, Außenanlage mit Beleuchtung, Planung und Anbau einer Fluchttreppe mit barrierefreiem Zugang
  • November 2020: Abschluss der Sanierung, danach Einzug des Pächters
  • Frühjahr 2021: Die Villa wie auch der umliegende Park werden erstmals nach langer Zeit für die Bürgerschaft und die öffentliche Nutzung freigegeben.




    Nach oben