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Neubau Museumsdepot

Die Kulturstadt Lörrach setzt auf künstlerische Eigenständigkeit und kulturelle Vielfalt. Sie sichert die Attraktivität Lörrachs auch als touristisches Reiseziel. Lörrach fördert durch den Bau des Museumsdepots eine vielfältige Kulturlandschaft und stärkt den Ruf als Kulturstadt über die Grenzen hinweg.

Die Änderung der räumlichen Situation des Museumsdepots des Dreiländermuseums ist seit 2015 Gegenstand von Verhandlungen der Stadt Lörrach. Im Januar 2017 hat der Gemeinderat den Umzug des Museumsdepots in ein Übergangsquartier beschlossen. Für eine langfristige Unterbringung des wertvollen Museumsgutes des Dreiländermuseums hat die Stadtverwaltung 14 potentielle Standorte im Stadtgebiet geprüft. Ein Museumsdepot hat besondere bauliche Anforderungen, benötigt spezielle klimatechnische Einrichtungen, sollte eingeschossig nutzbar sein und Funktionsräume für Restaurierungen und Inventarisierung der Objekte enthalten. Der Museumsverein unterstützt den Neubau des Depots großzügig und die Stadt prüft intensiv in einer Kooperation mit der Bürgerstiftung den Neubau durch Mietkauf zu finanzieren.

Der Gemeinderat stimmt 2019 über die Planung für den Neubau der Depotflächen für das Dreiländermuseum mit Kosten in Höhe von 5,4 Millionen Euro ab. Die vor 140 Jahren begonnene Sammlung des Dreiländermuseums Lörrach hat sowohl für den Ausstellungsbetrieb des Museums als auch überregional eine zentrale Bedeutung. Gemeinsam mit 20 weiteren Museen und historischen Einrichtungen entlang der Oberrheinschiene, mit denen das Dreiländermuseum kooperiert, wurde deshalb ein gemeinsamer Projektantrag auf EU-Fördermittel (INTERREG) gestellt, um etwa 1,7 Millionen Euro Fördergelder von der Europäischen Union für den Neubau eines Museumsdepots in Lörrach zu erhalten. Der zweigeschossige Neubau soll an der Schnittstelle zwischen Wohnbebauung und zukünftigen Gewerbeflächen als Lärmschutzriegel fungieren.

Herzstück des Gebäudes sind die etwa 1.000 Quadratmeter großen zweigeschossigen Lagerflächen. Diese werden durch Funktions- und Nebenräume sowie Büroflächen ergänzt. Die für die eingelagerten Sammlungsstücke erforderlichen klimatischen Bedingungen werden durch die massive Bauweise, geringe Fensterflächen und niedrige Luftkonvektion erreicht, so dass die technische Ausrüstung des Gebäudes möglichst gering gehalten werden kann. Durch den Neubau wird ein jahrzehntelanges Provisorium beendet, und die Museumssammlung mit über 50.000 Exponaten kann in eine professionelle Aufbewahrung überführt werden.

Die Rohbauarbeiten werden im Juni 2021 fertig gestellt. Sechs Gewerke sind vergeben, drei weitere in der Vergabephase, zwei weitere Gewerke für Lüftung und Elektro sind in der Ausschreibungsphase. Der Baubeginn war im November 2020, daraufhin folgen die Ausbau-Arbeiten und die Baufertigstellung im September 2022.

Letzte Aktualisierung Juli 2021
Finanzmittel (Plan) Gesamtkosten:

6.100.000 € zuzügl. 10% Baupreissteigerung à 5.885.000 €

(im Finanzplan veranschlagt)

Fördermaßnahme: 1,74 Mio € aus Interregförderung und 200.000 € vom Museumsverein,

zusätzliche Spende der Netzwerkpartner Oberrhein in Höhe von 200.000 €


Chronologie / Aktueller Stand

  • 2015: Diskussion über räumliche Situation des Museumsdepots
  • 2017: Umzug in ein Übergangquartier
  • 2019: Abstimmung Gemeinderat
  • November 2020: Baubeginn
  • Juni 2021: Rohbauarbeiten fertig gestellt
  • September 2022: Baufertigstellung

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