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Die fertige Fassade des neuen Museumsdepots in Lörrach.

„Innovative Baulösungen mit dem Erhalt der Geschichte und Kultur unserer trinationalen Region zu verbinden – Das war unser Anspruch an den Neubau des Museumsdepots. Zusammen mit unseren Projektpartnern haben wir diese herausfordernde Aufgabe erfolgreich erfüllt. Im neuen Depot können wir die Sammlung des mehrfach ausgezeichneten Dreiländermuseums professionell aufbewahren und den gesammelten kulturellen Schatz sichern und künftig in wesentlich größerem Umfang für Museumsarbeit und Geschichtsforschung zur Verfügung stellen.“ - Oberbürgermeister Jörg Lutz

Die Kulturstadt Lörrach setzt auf künstlerische Eigenständigkeit und kulturelle Vielfalt. Sie sichert die Attraktivität Lörrachs auch als touristisches Reiseziel. Lörrach fördert durch den Bau des Museumsdepots eine vielfältige Kulturlandschaft und stärkt den Ruf als Kulturstadt über die Grenzen hinweg.

Die Änderung der räumlichen Situation des Museumsdepots des Dreiländermuseums ist seit 2015 Gegenstand von Verhandlungen der Stadt Lörrach. Im Januar 2017 hat der Gemeinderat den Umzug des Museumsdepots in ein Übergangsquartier beschlossen. Für eine langfristige Unterbringung des wertvollen Museumsgutes des Dreiländermuseums hat die Stadtverwaltung 14 potentielle Standorte im Stadtgebiet geprüft. Ein Museumsdepot hat besondere bauliche Anforderungen, benötigt spezielle klimatechnische Einrichtungen, und Funktionsräume für Restaurierungen und Inventarisierung der Objekte enthalten. Die Standortentscheidung entfiel letztendlich auf den jetzigen Standort in Brombach, angrenzend an das künftige Gewerbegebiet Brombach Ost. Der zweigeschossige Neubau soll an der Schnittstelle zwischen Wohnbebauung und zukünftigen Gewerbeflächen als Lärmschutzriegel fungieren.

Im Haushalts-/Finanzplan sind für den Neubau der Depotflächen für das Dreiländermuseum Kosten in Höhe von 5,9 Millionen Euro veranschlagt. Die vor 140 Jahren begonnene Sammlung des Dreiländermuseums Lörrach hat sowohl für den Ausstellungsbetrieb des Museums als auch überregional eine zentrale Bedeutung. Gemeinsam mit 20 weiteren Museen und historischen Einrichtungen entlang der Oberrheinschiene, mit denen das Dreiländermuseum kooperiert, wurde deshalb ein gemeinsamer Projektantrag auf EU-Fördermittel (INTERREG) gestellt, um etwa 1,7 Millionen Euro Fördergelder von der Europäischen Union für den Neubau eines Museumsdepots in Lörrach zu erhalten. Der Museumsverein unterstützt den Neubau zudem großzügig. Herzstück des Gebäudes sind die etwa 1.650 Quadratmeter großen zweigeschossigen Lagerflächen. Diese werden durch Funktions- und Nebenräume sowie Büroflächen ergänzt. Die für die eingelagerten Sammlungsstücke erforderlichen klimatischen Bedingungen werden durch die massive Bauweise, geringe Fensterflächen und niedrige Luftkonvektion erreicht, so dass die technische Ausrüstung des Gebäudes möglichst geringgehalten werden kann. Insgesamt entspricht der Zweckbau höchsten nachhaltigen Standards und ist sehr energieeffizient. Durch den Neubau wird ein jahrzehntelanges Provisorium beendet, und die Museumssammlung mit über 50.000 Exponaten in eine professionelle Aufbewahrung überführt.

Mit der Einweihung des Depots am 18. September 2022 konnte die Baufertigstellung gefeiert werden. Damit ist zudem der Weg frei für den Umzug der Exponate im Herbst 2022.

Medieninformation

Neubau Museumsdepot im Zeitplan

Letzte Aktualisierung September 2022
Finanzmittel (Plan) Gesamtkosten:

6.300.000 Euro zuzügl. 10% Baupreissteigerung à 5.885.000 Euro

(im Finanzplan veranschlagt)

Fördermaßnahme: 1,74 Mio Euro aus Interregförderung und 250.000 Euro vom Museumsverein,

zusätzliche Spende der Netzwerkpartner Oberrhein in Höhe von 200.000 Euro


Chronologie

  • 2015: Diskussion über räumliche Situation des Museumsdepots
  • 2017: Umzug in ein Übergangquartier
  • 2019: Abstimmung Gemeinderat
  • November 2020: Baubeginn
  • Juni 2021: Rohbauarbeiten fertig gestellt
  • September 2022: Baufertigstellung und Einweihung
  • Herbst 2022: Umzug der Exponate

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