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Die Rückbauarbeiten in den kleinen Gebäuden auf dem Areal schreiten voran.

Lauffenmühle - next innovation  Rückbau auf dem Lauffenmühle-Areal

Auf dem ehemaligen Lauffenmühle-Areal in Lörrach geht die Entwicklung zum ersten klimaneutralen Gewerbegebiet in Holzbauweise Deutschlands weiter voran. Mit der Fortsetzung der Schadstoffsanierung und des Rückbaus schafft die Stadt Lörrach die Grundlage für das Zukunftsareal „Lauffenmühle – next Innovation“.

Bereits seit 2022 werden die Gebäude schrittweise schadstoffsaniert und rückgebaut. Im ersten Bauabschnitt wurden unter anderem asbesthaltige Baustoffe fachgerecht entfernt und erste Gebäudeteile rückgebaut. Die Arbeiten konnten Ende 2023 abgeschlossen werden.

Nun folgen weitere Rückbauarbeiten an den großen Werkshallen und weiteren Gebäuden auf dem Gelände. Dabei bleiben prägende Gebäudeteile wie die Fassade der sogenannten „Efeuhalle“, des Kessel- und Turbinenhauses sowie des Verwaltungsbaus erhalten. Die Arbeiten sollen nach aktuellem Stand bis Ende des Jahres 2026 andauern.

Besonderes Augenmerk liegt bei der zweiten Etappe des Rückbaus auf nachhaltigem und ressourcenschonendem Bauen. Viele Bauteile und Materialien sollen wiederverwendet oder regional verwertet werden. Ziel ist ein möglichst selektiver Rückbau im Sinne der Kreislaufwirtschaft, um CO₂-Emissionen zu reduzieren und regionale Wirtschaftskreisläufe zu stärken.

Auch Natur- und Artenschutz spielen dabei eine wichtige Rolle. Vor Beginn der Arbeiten wurden Maßnahmen zum Schutz von Eidechsen und Vögeln umgesetzt.

Für die Rückbaumaßnahmen wurden bislang rund 6,1 Millionen Euro bereitgestellt. Die Maßnahmen werden im Rahmen der Städtebauförderung mit einer Förderquote von 60 Prozent unterstützt.

Wissenswertes zum zweiten Rückbau-Abschnitt

Mit dem Beginn des zweiten Bauabschnitts laufen zunächst die vorbereitenden Arbeiten auf dem Gelände. Dazu gehören:
  • die Einrichtung der Baustelle,
  • die Herstellung von Bauwasser und Baustrom,
  • die Umstellung der Wasserversorgung sowie
  • Maßnahmen zur Sicherstellung der Stromversorgung der Funkanlagen am Schornstein.
Anschließend beginnen die Entkernung und Schadstoffsanierung der östlichen Gebäude:
  • Neutralisationsanlage
  • Schlosserei
  • Werkstätten
  • Baustofflager
  • Ersatzteilschuppen
Im weiteren Verlauf werden die großen Produktionshallen zurückgebaut. Zunächst erfolgt der Rückbau des Ostbaus, anschließend des Westbaus. Dabei bleiben die ortsbildprägenden Fassaden der sogenannten Efeuhalle, des Kessel- und Turbinenhauses, des Verwaltungsgebäudes sowie der historischen Gebäudegasse erhalten und werden statisch gesichert.
Als letzter Gebäudeteil wird das westliche Außenlager zurückgebaut.
Die Rückbauarbeiten sollen nach derzeitiger Planung bis Ende des Jahres 2026 abgeschlossen werden.
Im zweiten und dritten Bauabschnitt werden weitere Gebäude schadstoffsaniert und rückgebaut. Geplant ist der Rückbau der beiden großen Werkshallen – unter Erhalt prägender Gebäudeteile wie der Fassaden der sogenannten „Efeuhalle“, des Kessel- und Turbinenhauses sowie des Verwaltungsbaus mit seinen natursteingefassten Fassaden.

Derzeit laufen die vorbereitenden Maßnahmen auf dem Gelände, darunter die Einrichtung der Baustelle, die Versorgung mit Bauwasser und Baustrom sowie technische Anpassungen an der bestehenden Infrastruktur. In einem ersten Schritt werden die östlichen Gebäude entkernt und schadstoffsaniert. Anschließend folgt der Rückbau der großen Hallen, zunächst im Ost-, später im Westbereich. Dabei spielen statische Sicherungsmaßnahmen eine wichtige Rolle, da Teile der Gebäude erhalten bleiben sollen.

Im zweiten und dritten Bauabschnitt werden weitere Gebäude schadstoffsaniert und zurückgebaut. Geplant ist der Rückbau der beiden großen Werkshallen – unter Erhalt prägender Gebäudeteile wie der Fassaden der sogenannten „Efeuhalle“, des Kessel- und Turbinenhauses sowie des Verwaltungsbaus mit seinen natursteingefassten Fassaden.

Der Rückbau erfolgt konsequent nach den Grundsätzen des Kreislaufwirtschaftsgesetzes.
Ziel ist ein möglichst selektiver Rückbau, bei dem Baustoffe und Bauteile
  • auf dem Areal wiederverwendet,
  • regional weiterverwendet oder
  • hochwertig verwertet werden.
Für eine spätere Nutzung vorgesehene Bauteile werden in der sogenannten Dachserhalle eingelagert.

Auch kleinere Bauteile werden innerhalb der Stadtverwaltung oder beispielsweise von der Feuerwehr weiter genutzt. Dadurch werden Transportwege verkürzt und CO₂-Emissionen reduziert.
Das beim Rückbau anfallende Metall wird vermarktet. Die Stadt rechnet mit Erlösen von rund 120.000 Euro.
Vor Beginn der Arbeiten wurden artenschutzrechtliche Maßnahmen umgesetzt – insbesondere zum Schutz von Eidechsen und Vögeln auf dem Gelände.

Mit den anstehenden Rückbaumaßnahmen verändert sich auch das Erscheinungsbild des Areals deutlich. Die in den vergangenen Jahren entstandenen Graffiti-Kunstwerke auf einzelnen Gebäuden werden im Zuge der Arbeiten entfernt. Sie wurden jedoch fotografisch dokumentiert und sollen künftig in Form einer Postkartenserie erhalten bleiben – als Teil der Geschichte des Lauffenmühle-Areals.

Veranstaltungen wie das Quartiersfest können während der laufenden Rückbauarbeiten aus Sicherheitsgründen nicht auf dem Gelände stattfinden.
Für den zweiten und dritten Bauabschnitt sind derzeit Gesamtkosten von rund 2,9 Millionen Euro eingeplant. Insgesamt wurden bislang rund 6,1 Millionen Euro für die Rückbaumaßnahmen bereitgestellt. Weitere 700.000 Euro sind in der mittelfristigen Finanzplanung für 2026 vorgesehen.
Die Maßnahmen sind im Rahmen des Städtebauförderprogramms förderfähig. Die Förderquote beträgt 60 Prozent der förderfähigen Kosten. Fördermittel wurden bereits für alle Bauabschnitte beantragt. Insgesamt hat die Stadt Lörrach bisher Fördermittel in Höhe von 9,1 Millionen Euro erhalten.
Mit dem Rückbau werden die Voraussetzungen für die weitere Entwicklung des Zukunftsquartiers geschaffen.
Das Projekt verbindet
  • nachhaltige Stadtentwicklung,
  • ressourcenschonendes Bauen,
  • kommunalen Klimaschutz,
  • wirtschaftliche Entwicklung und
  • zirkuläres Bauen.
Der selektive Rückbau stärkt zugleich die Förderfähigkeit des Gesamtprojekts und reduziert langfristig Entsorgungskosten.
Nach Abschluss der Rückbauarbeiten können die nächsten Schritte zur Entwicklung des Zukunftsquartiers umgesetzt werden. Mit Beschluss des städtebaulichen Entwurfs als Grundlage für den Bebauungsplan schreiten auch die Planung in die nächste Phase. Die Ausschreibung zur Vergabe der Leistungen zum Bebauungsplan läuft derzeit.
Mit dem Abschluss der Rückbauarbeiten wird die Transformation des ehemaligen Industrieareals auch im Stadtbild deutlich sichtbar.

Die Bürgerschaft ist eingeladen am 26. September im Rahmen des Tages der offenen Baustelle von 10 bis 13 Uhr mit Führungen und Kinderbaustelle auf dem Lauffenmühle-Areal den Stand der Rückbauarbeiten vor Ort selbst zu erleben.

Rückblick: Erster Bauabschnitt des partiellen Rückbaus und der Schadstoffsanierung (2022 – 2023)

Der erste Bauabschnitt begann im Herbst 2022 und wurde Ende 2023 erfolgreich abgeschlossen.
Im Mittelpunkt standen:

  • die vollständige Schadstoffsanierung,
  • die fachgerechte Entfernung asbesthaltiger Baustoffe,
  • der Ausbau teerhaltiger Materialien und künstlicher Mineralfasern,
  • der Rückbau erster Gebäudeteile sowie
  • die Vorbereitung der Gebäude für die weiteren Rückbauschritte.

Die Kosten des ersten Bauabschnitts beliefen sich auf rund 2,7 Millionen Euro.

Alexander Nöltner

Ihr Ansprechpartner

Alexander Nöltner   Fachbereichsleitung
Telefon: 0 76 21 4 15-5 22  a.noeltner(at)loerrach.de  Weitere Informationen
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