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Der Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zeichnete im Rahmen seines Ortszeit-Besuchs in Lörrach am 2. Juli 2026 im Werkraum Schöpflin sieben Frauen und sechs Männer aus Lörrach und weiteren Städten und Gemeinden der Region mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland aus.

Die Rede des Bundespräsidenten können Sie auf der Website des Bundespräsidialamtes nachlesen.

  • Der Bundespräsident mit Elke Doerries.
  • Elke Doerries: Integrationshilfe und Sprachförderung

    Elke Doerries erkannte früh, dass Sprache ein wichtiger Schlüssel zur Integration und gesellschaftlichen Teilhabe ist. Seit mehr als zehn Jahren engagiert sie sich mit großem persönlichem Einsatz im "Freundeskreis Asyl Lörrach“ insbesondere in der Sprachförderung und der Lernbegleitung. Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit Flucht- und Migrationsgeschichte begleitet sie im schulischen Alltag und unterstützt insbesondere bei den Hausaufgaben sowie dem Erwerb der deutschen Sprache. Elke Doerries ist aber nicht nur für die Geflüchteten da. Dank ihrer Fähigkeit, Brücken zwischen Menschen unterschiedlicher Herkunft, Sprachen und Lebensrealitäten zu bauen, gilt sie als tragende Säule der ehrenamtlichen Flüchtlingsarbeit. Sie ist auch für andere Ehrenamtliche, Bildungseinrichtungen und soziale Institutionen eine verlässliche Ansprechpartnerin, der es gelungen ist, über die Jahre eine breite Basis an Unterstützern zu gewinnen.
  • Erinnerungsbild mit dem Bundespräsidenten: Annette Eckstein, mit dem Verdienstorden ausgezeichnet (rechts außen) und ihren Begleitpersonen.
  • Anette Eckstein: Kultur und Demokratie

    Das soziokulturelle Zentrum "Nellie Nashorn“ ist Treffpunkt, Bühne, Werkstatt, Diskussionsraum und kultureller Freiraum. Es repräsentiert mit seinem vielschichtigen Programm die Stadtgesellschaft und steht für Offenheit sowie Vielfalt - Werte, die auch Anette Eckstein, eine der Gründerinnen, lebt. Gemeinsam mit drei Mitstreiterinnen hat sie mit dem "Nellie Nashorn“ einen lebendigen Ort des Austausches zwischen Generationen sowie Menschen unterschiedlichen sozialen und kulturellen Hintergrunds geschaffen und es als Geschäftsführerin rund 20 Jahre geprägt. Auch darüber hinaus ist sie in Lörrach sehr aktiv. So engagiert sie sich im "Bündnis 5 vor 12“, dem Lörracher Verbund für Demokratie, ist Teil des Aufsichtsrats der Burghof Lörrach GmbH und Mitglied im Jurorenteam der städtischen Lisa-Rees-Medaille. Besonders hervorzuheben ist das Engagement von Anette Eckstein als Vorsitzende des Fördervereins für das Theater "Tempus fugit“, das professionelle Theaterarbeit mit Bildungsprojekten verbindet.
  • Der Bundespräsident mit Thomas Göttle und seinen Angehörigen.
  • Thomas Göttle: Feuerwehr und Jugendförderung

    Thomas Göttle steht in herausragender Weise für das ehrenamtliche Engagement der vielen Menschen im Feuerwehrwesen. Bereits im Alter von zwölf Jahren trat er der Jugendfeuerwehr bei. Seitdem unterstützt er das Feuerwehrwesen kommunal und auf Kreisebene. Durch zahlreiche Fortbildungen und die Übernahme verschiedenster Aufgaben ist Thomas Göttle ein geschätzter und verlässlicher Ansprechpartner innerhalb der Feuerwehr. Einen bleibenden Eindruck hat seine Arbeit als Jugendgruppenleiter hinterlassen, mit der er maßgeblich zur Förderung und Entwicklung des Nachwuchses beitrug. Bevor Thomas Göttle das Amt des ehrenamtlichen 1. stellvertretenden Feuerwehrkommandanten der Stadt Lörrach übernommen hat, war er mehr als zehn Jahre Abteilungskommandant des Ortsteils Hauingen und damit verantwortlich für die Einsatzbereitschaft der Löscheinheit und die Durchführung der Einsätze.
  • Ehrung von Dr. Gudrun Schubert von der Schubert Durand Stiftung.
  • Dr. Gudrun Schubert: Integration und Frauenförderung

    Dr. Gudrun Schubert engagiert sich in der Integrationsarbeit und ist dank ihrer umfangreichen Sprachkenntnisse und ihrer profunden Kenntnisse der islamischen Kulturen und Gemeinschaften Brückenbauerin zwischen islamischer und europäischer Kultur. 2005 gründete sie die Schubert-Durand-Stiftung, in der sie als ehrenamtliche Stiftungsrätin und Vorsitzende der Stiftung aktiv ist. Sehr wichtig ist ihr dabei auf der einen Seite, die islamische Kultur in ihren vielschichtigen Erscheinungsformen zu vermitteln. Auf der anderen Seite liegt ihr die Integration durch Bildung unabhängig von Nationalität und Religionszugehörigkeit – insbesondere für Mädchen und Frauen – am Herzen. Dank türkisch und persisch sprechender Mitarbeiterinnen pflegt die Stiftung einen engen Kontakt zu vielen in und um Lörrach herum lebenden Migrantinnen. Neben Begegnungscafé, Elternkursen und Deutschkursen für Frauen organisiert Dr. Gudrun Schubert insbesondere Sprachförderunterricht an Lörracher Schulen und Kindergärten.
  • Ehrung von Mentor Shalijani.
  • Mentor Shalijani: Jugend und Vielfalt

    Junge Menschen unabhängig von Herkunft, sozialem Hintergrund oder schulischer Laufbahn zu erreichen und ihnen neue Perspektiven zu eröffnen, das gelingt Mentor Shalijani außerordentlich gut. Seine persönliche Lebensgeschichte macht ihn dabei in besonderer Weise glaubwürdig und authentisch. Als Kind ist er vor dem Krieg aus dem Kosovo geflohen und hat sich als erfolgreicher Breakdancer einen Namen gemacht. Er ist aber nicht nur Vorbild für Jugendliche, sondern hat mit seiner Tanzschule auch einen sozialen Ankerpunkt und geschützten Begegnungsraum geschaffen. Dort vermittelt er Werte wie Respekt, Toleranz, Akzeptanz und gegenseitige Wertschätzung. Weit über die Stadt Lörrach hinaus ist Mentor Shalijani ein geschätzter Gesprächspartner für junge Menschen, Eltern, Schulen sowie soziale Einrichtungen und beteiligt sich regelmäßig an Projekten gegen Rassismus. Außerdem engagiert er sich in besonderem Maße für Menschen mit Flucht- und Migrationserfahrung.

Neben geehrten Personen aus Lörrach wurden bei der Ehrungsveranstaltung im Werkraum Schöpflin Gerda Gertschläger aus Gundelfingen, Rita Grießhaber aus Freiburg, Thomas Harms aus Weil am Rhein, Gerhard Hugenschmidt aus Bad Bellingen, Elisabeth Kaiser aus St. Blasien-Menzenschwand, Dr. Dagmar Reduth aus Freiburg, Axel Schmidt aus Bernau und Friedrich Trefzer aus Schopfheim geehrt. Weitere Informationen zu Verleihung des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland finden Sie auf der Website des Bundespräsidialamts

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