Die Asiatischen Hornisse (Vespa velutina nigrithorax) erkennt man an der schwarzbraunen Brust und einem gelben Gesicht mit orange-gelber Stirnzeichnung. Markant sind die gelben Füße, die der Asiatischen Hornisse auch den Namen Asiatische Gelbfuß-Hornisse einbrachte. Asiatische Hornissen sind insgesamt etwas kleiner als unsere heimische Hornisse (Vespa crabro).
Die Asiatische Hornisse ist nicht von Natur aus aggressiv. Allerdings verteidigen sie ihre Nester, weshalb es zu Stichverletzungen kommen kann und man deshalb einen sicheren Abstand zu Hornissennestern einhalten sollte.
Detaillierte Informationen zu den arttypischen Merkmalen der Asiatischen Hornisse sowie deren Bekämpfung finden Sie auf der Website des Landratsamts Lörrach: www.loerrach-landkreis.de/Asiatische-Hornisse
Das Nest der Asiatischen Hornisse
Die Asiatische Hornisse baut ihre Nester etwa in einer Höhe von 20 bis 30 Metern auf Baumkronen. Diese können einen Durchmesser von bis zu einem Meter haben und mehrere Tausend Hornissen beherbergen. Im Sommer sind sie durch die Blätter meistens verdeckt, jedoch im Herbst und Winter fallen sie einem deutlich schneller auf.
In der kalten Jahreszeit überwintern die Jungköniginnen, bis sie im Frühjahr erwachen. Dann bauen die Königinnen ihre sogenannten "Primärnester“ zur Eiablage und Heranzucht ihres Volkes etwas tiefer, wie zum Beispiel in Sträuchern oder Hecken. Diese Nester können einen Durchmesser bis circa 80 Zentimetern erreichen.
Dies könnte für Passanten beim Vorbeilaufen gefährlich werden.
Vorsicht im Frühjahr
Das Hornissenjahr beginnt im Frühjahr, wenn die befruchteten Jungköniginnen aus ihrer Winterstarre erwachen und sich auf die Suche nach einem geeigneten Platz zum Nestbau machen. Zunächst befindet sich nur die Königin im Nest und beginnt mit der Eiablage. Nach dem Schlupf der ersten Arbeiterinnen wird das Nest sukzessive vergrößert (Primärnest) – die Königin bleibt nun im Nest und sorgt für Nachwuchs, während die Arbeiterinnen ausfliegen um Nahrung für die Brut zu sammeln. Ungefähr 70 Prozent aller Primärnester beginnen im Sommer ein größeres, meist in Baumkronen gelegenes Sekundärnest (Filialnest) zu bauen. Sekundärnester können einen Durchmesser von bis zu einem Meter erreichen und mehrere Tausend (im Mittel circa 3.000 bis 5.000) Hornissen beherbergen.
Im Gegensatz zur in Deutschland heimischen und artenschutzrechtlich geschützten Europäischen Hornisse (Vespa crabro) steht die Asiatische Hornisse seit 2016 auf der Unionsliste der invasiven Arten der Europäischen Kommission (Verordnung (EU) Nr. 1143/2014).
Was tun, wenn ein Nest der Asiatischen Hornisse entdeckt wird?
Bei Sichtung eines Nestes können Sie diese über einen der folgenden Links melden:
Meldeseite LUBW
Meldeseite Universität Hohenheim
- Wichtig ist, dass Sie den genauen Standort des Fundortes angeben.
Grundsätzlich sollte man die Bekämpfung unbedingt geschulten Personen, zum Beispiel Schädlingsbekämpfern, überlassen, die über ausreichende Artenkenntnis verfügen.
Zuständigkeiten
Bei öffentlichen Flächen entfernt die Stadt Lörrach die Nester fachgerecht, wenn sie sich aber auf Privatgrundstücken befinden, sind jedoch die jeweiligen Eigentümerinnen und Eigentümer für das organisieren und bezahlen der Nestentfernung zuständig. Laut der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg und des Bundesumweltministeriums müssen bei einer Nestentfernung die Kosten vom Grundstückseigentümer selbst getragen werden. Grund hierfür ist, dass sich die Art rasant vermehrt und zwischenzeitlich als weitverbreitet gilt.
Falls Sie ein Hornissennest finden und sich nicht sicher sind, was zu tun ist, finden Sie beim Landkreis Lörrach eine Übersicht über unabhängige Wespen- oder Hornissenberater, an die Sie sich wenden können.